Folge 45 Babyboomer
- christian33307
- 8. Feb.
- 22 Min. Lesezeit

Wir reden heute und dann in ein paar weiteren Folgen über Generationen. Heute reden wir über die sogenannten Babyboomer. Das sind Leute, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind, also nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die in die Zeit hineingeboren sind, also vom Wirtschaftsausbruch. Die waren zahlenmässig eine wahnsinnig grosse, starke Generation. Und sie waren eine Generation, die früh im Leben Verantwortung übernommen hat.
Und zwar beruflich, familiär, gesellschaftlich. Was bedeutet das? Wir schauen ein wenig auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Feld.
Aber hier schauen wir natürlich vor allem auf die Gesundheit. Was zeichnet sich ab? Wo unterscheiden sich die Babyboomer auch in Bezug auf ihre Gesundheit von anderen Generationen?
Christian, wir zwei sind ja auch Babyboomer. Babyboomer sind die Leute, die heute zwischen 62 und 80 sind. Also diese Generation, heute eine ältere Generation.
Wir sind jetzt am unteren Ort von denen. Aber wir sind es, altersmässig. Bist du ein typischer Babyboomer?
Christian
Ja, ich glaube schon, dass ich ein typischer Babyboomer bin. Ich meine, unter Babyboomer sagt man ja auch, du hast dies angetönt, es sind eigentlich auch Krampfer. Unsere Generation hat in diesem Sinne nach dem Zweiten Weltkrieg sehr vieles wieder aufbauen dürfen, müssen aufbauen.
Und hat sich auch selber gesagt, da müssen wir jetzt durch, das machen wir, das tun wir. Ohne Fleiss kein Preis. Und das hat natürlich schon damit zu tun, dass wir halt einfach auch, wie soll ich sagen, eine Krampfer-Generation sind.
Die sicher viel aufgebaut hat. Also auch viel Reichtum mit Firmen und allem zusammen. Ich denke auch so, unsere Generation und vielleicht auch die Generation nach uns, sind sicher nie so viel, zum Beispiel Wohneigentum und, und, und, können erstehen oder gearbeitet haben dafür.
Und das, ja, das ist natürlich schon unsere Jahrgänge. Und wir sind ja eigentlich jetzt die, die sich im Normalfall langsam von dieser Arbeitswelt verabschiedet. Sei das, weil man die Nase voll hat, sei das, weil man gesundheitlich nicht mehr kann oder mag, oder halt einfach auch das Alter erreicht hat und gesagt hat, jetzt ist es genug, jetzt fange ich an zu leben.
Marco
Auf diese Aspekte gehen wir ein. Wir sind ja immer noch ziemlich viel, also wir als Gruppe, das ist 1,1 Milliarden. Das war eine Weile lang die grösste Generationengruppe.
Jetzt natürlich, jetzt fangen die an zu sterben und andere kommen nach. Also XYZ sind jetzt als einzelne Gruppe ein bisschen mehr, aber immer noch sind es 1,1 Milliarden. Du hast natürlich in deiner Praxis auch einen Teil von denen als Klientinnen und Klienten.
Unterscheiden sich die von den anderen Generationen?
Christian
Ja, sicher, die unterscheiden sich schon, also vor allem die körperlichen Unterschiede. Man sagt ja, oder das merke ich auch hier, was sind die Hauptprobleme, wenn sich die Leute bei mir anmelden? Gesundheitsprobleme, sei das rein vom Mechanismus her, also rein körperlich.
Marco
Da kann man sagen, das hat jetzt wahrscheinlich mit Ihnen als Typus gar nichts mehr zu tun. Das sind jetzt ältere und alte Leute, oder? Das ist das eine.
Christian
Ja, halt einfach, weil die Körper auch älter werden und weil man halt eben auch eine krampfer Generation ist, hat das natürlich auch auf die Gelenke, sei das auf die Knie, auf den Rücken und generell alles rein mechanisch. Sagen wir mal so, was den Körper anbelangt. Das ist eins, aber ein grosser Teil ist natürlich auch gesundheitliche Aspekte wie Herz-Kreislauf-Probleme und aber auch die moralischen Geschichten.
Marco
Das ist wahrscheinlich etwas, das jetzt genau diese Generation auszeichnet. Vom Älterwerden. Also die wollen Arbeitsmoral, oder?
Das sind Leute, die es geschafft haben.
Christian
Ja, und eine Generation mit viel Pflichtbewusstsein. Und das merkt man heute auch und das hat auch viele ältere Leute jetzt auch die Mühe, die sagen, für die Jungen ist einfach alles selbstverständlich. Es ist selbstverständlich, dass wir ein kleines Reichtum erschaffen haben, es ist selbstverständlich, dass es uns gut geht, dass wir eine schöne Wohnung haben, dass wir ein schönes Auto haben und, und, und, dass wir vor allem aber auch gute Ausbildungen finanzieren konnten.
Und es ist aber vieles selbstverständlich geworden.
Marco
Ja, was aus Ihrer Sicht sogar stimmt, oder? Die sind in das hineingeboren. Wir gerade knapp noch knapp nicht.
Christian
Ja, sie haben nichts anderes gekannt. Wir sind natürlich auch diejenigen gewesen, wir schauen, dass wir für unsere Jungen das auch ermöglichen können, oder ermöglicht haben. Und das ist das, was aber auf die andere Seite dann auch der Gleichalterigen oder Älteren bei mir halt dann auch teilweise stört, dass die, wie soll ich sagen, die das nicht schätzen oder nicht realisieren, was das vielleicht für uns alles geheissen hat.
Und ich meine, ich habe gerade letztens mit einer Frau diskutiert, mit einer Mutter von vier Kindern diskutiert, die gesagt hat, weisst du, ich bin jetzt 62, für was bin ich jetzt noch da? Ich habe vier Kinder aufgezogen und irgendwann, als der jüngste 18 wurde, dann musste ich mir sagen, scheisse, was mache ich jetzt? Jetzt ist meine Aufgabe als Mutter zu Hause zu sein und für die Kinder zu schauen und zu sorgen und zu kochen und zu waschen und alles, was da dazu gehört.
Das war jetzt meine Aufgabe die letzten 20, 30 Jahre. Dafür habe ich ganz viel aufgegeben, vom Beruf her, von der Eigenständigkeit, von der Selbstständigkeit her. Und jetzt hätte ich eigentlich wieder Zeit für das, aber jetzt habe ich eigentlich nichts mehr von dem.
Marco
Hat die jetzt etwas falsch gemacht in dem Sinn oder ist sie einfach ein Opfer dieser Zeit? Sie ist ja nicht die Einzige, wo es so geht.
Christian
Nein, sie hat es absolut nicht falsch gemacht. Sie hat es ja selbst gesagt, weisst du, aber ich habe das wenigstens noch können. Unsere Kinder und unsere Grosskinder, ich weiss nicht, ob die mit einer Familie von zwei, drei, vier Kindern durchkommen würden, ohne dass beide Eltern auch arbeiten gehen.
Also das ist schon eine ganz andere Zeit heute eigentlich. Wir haben wirklich enorme Lebensunterhaltskosten und ich kenne nicht viele Familien, die sich das effektiv noch leisten können.
Marco
Das ist ein anderer Punkt, den müssen wir jetzt nicht zu sehr vertiefen, aber die Zahl der Kinder geht ja zurück. Unter anderem, weil das heute natürlich sehr teuer ist, das ist ein Punkt. Also die Generation von dieser Babyboomer war genau die, die das noch hätten können.
Unter anderem aber auch, weil auch damals schon Mütter gearbeitet haben, die gab es auch schon. Es hat angefangen in der Generation von unseren Müttern, dass auch dort Frauen erwerbstätig waren, wenigstens zu einem Teil.
Christian
Ja, oder wenn dann die Kinder am gröbsten aus sind in dem Sinn, wo man schauen muss, dass sie angefangen haben zu arbeiten, weil eben sie waren ja auch Arbeiter und wollten das auch. Meine Mutter zum Beispiel, die eigentlich nie, sie hat glaube ich einmal Verkäuferin gelernt, aber wo wir dann eigentlich zum Haushalt waren und ihre Aufgabe eben auch erledigt war, von dem her, sie ist zum Beispiel dann auch in Spitex arbeiten gegangen, also nicht als Ausgebildete sondern halt einfach die, die dann in der Spitex für den Haushalt und solche Sachen geschaut haben. Oder für die ist gekocht und so, für die älteren Leute, die das nicht mehr haben können.
Also für sie war das selbstverständlich und sie wollte auch nicht einfach zuhause sitzen und Kreuzworträtsel lösen und Fernsehen schauen oder was auch immer, sondern sie wollte auch schlussendlich heraus, dass sie auch eine Erfüllung für sich hatte.
Marco
Was dann eben genau auch wahrscheinlich etwas zu ihrer eigenen Identität beigetragen hat. Ja. Und die wird dann zum Teil ja tatsächlich bei der Generation nach der Pensionierung ein Problem, eher glaube ich bei Männern, also da gibt es Männer, die natürlich ein Leben lang einen Job hatten und vielleicht einen wichtigen Job und einen mit Prestige nach aussen und jetzt sind sie pensioniert und das ist alles nicht mehr da.
Offenbar gibt es Männer, die es sich sehr schwer tun.
Christian
Ja, das habe ich auch solche oder respektive ich habe dann auch Frauen, wo das bei ihren Männern auch der Fall ist.
Marco
Und Frauen haben dann auch ein Problem mit dem?
Christian
Die sagen, jetzt ist der Mann immer rum, er ist nonstop nur noch zuhause und er ist nur noch zuhause mich am nörgeln, am sagen, das macht man nicht so, das musst du so machen und, und, und. Weil sie einfach keine Aufgabe mehr sehen oder haben oder sich diese Aufgaben wie verlagern und haben das Gefühl, jetzt muss ich hier zuhause ein bisschen schauen oder hier muss ich ein bisschen schauen, wo das eben dann auch ein Problem ist. Und das ist dann auch das Problem von diesen Frauen, die halt eben, wie kann ich mich hier eigentlich lehren, wie kann ich mich überhaupt einmal jetzt ins Spiel bringen und den Mut haben, den Mund aufzutun, den Mut haben, einmal zu wiederreden, den Mut haben, wirklich Raum und Platz einnehmen für sich.
Und nicht nur einfach eigentlich vorher für die Kinder da sein und nachher nur noch für den Mann da sein, sondern wirklich sich selber halt eben auch ein bisschen ins Zentrum und in den Mittelpunkt stellen.
Marco
Also da sind ja jetzt mehrere Sachen drin, also das eine ist ja jetzt für den Mann und für die Frau, jeder muss sich selber wahrscheinlich neu finden in dem Alter, aber sie sich miteinander auch nochmal.
Christian
Ja, es ist erstens einmal jeder für sich selber, weil jeder Mensch, wenn du in den Spiegel schaust, ist der Mensch, den du im Spiegel siehst, der Allerwichtigste. Und der Mensch muss sich dann mit einem anderen Spiegelbild auseinandersetzen und wie machen wir jetzt das zusammen, wie können die zwei miteinander vor dem Spiegel stehen und sich ein Miteinander finden. Ja, und die anderen sind dann halt einfach, die nur noch einfach zu Hause sitzen, Fernsehen schauen und über die ganze Welt und über die Nachbarn und das und das und jenes reden und halt einfach länger sind und zufriedener werden.
Das ist halt eben dann auch ein Punkt, der dann wiederum bei der Frau hängen bleibt, weil sie, wie soll ich sagen, mit dem nicht mehr umgehen kann, dass er einfach, auf Deutsch gesagt, auf die Polstergruppe liegt und Fernsehen schaut und nichts anderes mehr macht. Das gibt es auch, da habe ich auch einige davon. Darum sage ich, es gibt verschiedene Aspekte und auf der anderen Seite, von der Seite des Mannes her, dass eben auch diese Beschäftigung nicht da ist, wie ich auch.
Ich hatte letztes Jahr auch einen Elterntag. Ich sagte, weisst du, im Sommer, wenn ich in die Berge kann, in die Natur heraus komme und alles zusammen und im Herbst, wenn ich auf die Jagd komme, dann ist mein Leben erfüllt. Aber im Winter, wo ich in diesem Sinne halt eben nichts machen kann, dann werde ich wie depressiv.
Und da muss man halt auch schauen, muss er sich selber auch finden, was kann ich im Winter machen, wie kann ich das kompensieren mit einem Hobby, das man halt vielleicht zuhause macht. Oder eben halt auch bei Unternehmertypen, bei Managertypen, die dann halt irgendwann eben ausscheiden aus dieser Arbeitswelt heraus, vielleicht sogar früh passioniert. Was machen sie, was fangen sie jetzt an mit sich?
Von was bin ich jetzt noch zu brauchen? Die einen übertreiben es dann und fangen an, irgendwie einen Sport zu machen oder übertreiben es dann, gehen Alltag ins Fitness oder machen das und schauen auf die Gesundheit. In diesem Sinne einfach aber dann fast vom Extremen her.
Ich musste letztens auch sagen, aber du junger Mann, hör mal auf dich zu stressen. Kannst du auch mal akzeptieren mit 72, dass du halt vielleicht auch ein bisschen älter geworden bist. Ein bisschen zurückstecken darfst.
Er hatte ja nicht umsonst Herzrhythmusstörungen und der Körper hat dann halt eben auch nicht mehr alles zusammen mitgemacht.
Marco
Also auch da wieder, es ist ein sich neu finden oder sich zurecht finden in dem Altersabschnitt auch.
Christian
Ja, halt einfach auch. Wir sind ganz klar eine Generation, die, wenn wir gearbeitet haben, dann haben wir Anerkennung, einen guten Lohn, eine gute Gesellschaft oder was auch immer bekommen.
Marco
Und ganz viele natürlich haben sich auch aufgeopfert für das.
Christian
Ganz viele haben sich extrem aufgeopfert für ihren Job. Wenn man schaut, Banker, Manager und so, die leben für den Job. Und dann müssen sie irgendwie nur eine Frau haben, die das mitmacht.
Und das sagt man auch jetzt in dieser Zeit, in der das ganze Bankenwesen auch extrem umkrempelt. Und ganz viele auch ihre Kündigungen bekommen. Das halt eben auch ganz schwierig ist für die, weil die versaufen eigentlich fast in ihrem Selbstmitleid.
Nach dem Motto, wo komme ich jetzt noch an Erkennung über? Wo kann ich jetzt noch Vollgas geben, um mich zu bestätigen, um mich zu beweisen? Und das fehlt natürlich dann auch.
Und wenn sie dann so werden, dann teilweise eben auch depressiv. Oder müssen dann irgendwie mal ein bisschen anfangen zu schauen, wer bin ich überhaupt? Das ganze Selbstfindungsgeschichtli hier ein bisschen aufrollen, um mit sich selber eben auch zufrieden zu werden.
Marco
Und häufig das, was sie eigentlich das ganze Leben lang vor sich hin geschoben haben, weil sie so viel geschafft haben und vielleicht den Rest der Zeit noch für die Familie aufgebracht haben. Und einfach an sich selber nicht gedacht haben.
Christian
Und dann aber auch realisieren, dass jetzt am Ende des Arbeitszyklus, der Körper nicht mehr der gleiche ist, wie 20 oder 30 Jahre vorher. Also sie können nicht mehr einfach alles machen. Oder halt teilweise eben auch das, ich kann auch solche Leute in diesem Alter dann mit einer absoluten Erschöpfung.
Weil wenn du mal aufhörst, auf dem Niveau oben, auf dem Pegel oben, wo du dir selber bist, dort oben herum zu tanzen und dich bestätigen und machen und tun, wenn das halt eben einmal zusammenfällt, dann fällst du wie du selber auch zusammen. Das heisst, für was halte ich mich aufrecht? Vorher war es für den Job.
Und jetzt? Für was? Das sind dann natürlich auch solche, wenn sie in den Weihnachtsferien oder in den Sommerferien krank werden.
Dann, wenn es einmal ruhig ist, dann hat der Körper Zeit, um dem zu zeigen, so und jetzt darfst du es mal ein bisschen easy nehmen, du darfst es einmal ruhig oder musst es einmal ein bisschen ruhiger nehmen. Und signalisiert es dann halt einfach mit einer Erschöpfung, mit einer Krankheit oder was auch immer. Und das passiert natürlich auch bei vielen.
Und das andere ist dann eben auch, keine Aufgabe mehr haben. Das heisst, keine Aufgabe. Hm, was mache ich jetzt?
Und fahren sie selber sicher so oben runter. Ich habe jetzt in meinem Alter einen ehemaligen Kollegen, und er hatte einen Geschäftspartner, der vier, fünf Jahre jünger ist. Der macht jetzt mit diesem Geschäft weiter.
Und er hat sich jetzt passionieren lassen, mit 65, so. Das war es jetzt für mich. Tschüss und weg.
Und dann hat der Kollege, also sein ehemaliger Geschäftspartner, gesagt, weisst du was, der wird jetzt brutal alt. Der hat wie so, völlig, der vergisst alles. Und irgendwie, da könntest du meinen, der ist jetzt innerhalb von ein paar Monaten, der ist 20 Jahre älter geworden.
Weil es einfach ihn zu seinem Rhythmus herausgerührt hat. Ja, und die zwei, die haben wirklich, die haben miteinander vorher echt Vollgas gegeben. Die haben mit, die haben gearbeitet und gemacht und da, die haben eine Zimmerei aufgebaut und sind wirklich auch selber körperlich und alles aktiv gewesen.
Und jetzt?
Marco
Also ich glaube, das muss man gelten lassen, dass man keine Aufgabe mehr hat, ist eine Schwierigkeit. Das ist nicht einfach, ja. Wir zwei können jetzt noch nicht darüber reden, aber vielleicht hätten wir auch Mühe.
Ich bin jetzt gerade knapp im Pensionsalter, ich arbeite auch. Du bist knapp davor, du arbeitest auch, wir arbeiten wahrscheinlich beide noch lange weiter. Nein, ich bin ja passioniert.
Bist du schon im Pensionsalter?
Christian
Ich bin passioniert, ich bin seit dem November passioniert. Okay, das stimmt. Aber hast du schon die AHV?
Ich nehme sie noch nicht, aber ich könnte sie haben. Ja, ich auch, ich weiss gar nicht, wie man das macht. Vielleicht, ich muss dann vielleicht mal jemanden fragen, vielleicht muss ich dann mal meine Junioren...
Marco
Also spätestens mit 70 musst du sie dann nehmen, genau. Muss ich sie dann nehmen, gut. Das sind dann so mehr die bürokratischen Geschichten, aber das andere ist natürlich schon eine Frage.
Ich weiss auch nicht, wie geht es mir, wenn ich jetzt nicht mehr arbeiten würde? Ich weiss es nicht, vielleicht hätte ich auch Mühe, halte ich für gut möglich.
Christian
Also, wenn ich nicht mehr arbeiten kann, das heisst, ich arbeite nicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen, oder weil ich einfach meinen Lebensstandard heute wieder da habe, wo er halt einfach ein paar Franken kostet. Es geht gar nicht um das, sondern ich arbeite, weil ich es gerne mache. Ich liebe meinen Job, ich liebe das, was ich tue.
Ich meine, seit ich 23 bin, bin ich selbstständig. Und seit ich selbstständig bin, weiss ich für was, dass ich was tue. Und wenn es keinen Sinn mehr macht, dann mache ich es nicht mehr.
Ich meine, ich habe mit 39 meine Firma damals aufgegeben, weil die Autos nicht mehr gerostet haben, weil es die Sachen, mit denen ich gehandelt habe, nicht mehr gebraucht hat. Also, dann musst du dich halt neu orientieren, dann machst du halt etwas anderes. Was, habe ich nicht gewusst.
Aber ich musste es halt einfach irgendwie sagen, da müssen wir einen Strich darunter ziehen und irgendwo an einem anderen Ort weiterlaufen. Und, will ich sagen, ich mache nichts, was mir keine Freude und keinen Spass macht. Weil, das ist mir zu blöd.
Aber auf die andere Seite, herumsitzen oder einfach zuhause sein und zuhause sitzen, das kann ich nicht. Das ist mir eben auch zu blöd. Weil, ich bin ein, die einen sagen, aber du doch nicht.
Ich bin eigentlich ein hyperaktiver, sehr hyperaktiver Mensch. Und, die einen würden sagen, ja ADHS und so. Früher hat es das eben nicht gegeben, darum kenne ich das nicht.
Ich kenne es schon, aber eben. Ich bin dort halt sehr sehr aktiv und ich will einfach auch gefordert werden. Ich will auch etwas hinterfragen, heute noch.
Ich meine, wenn wir jetzt hier diese Podcast machen. Ich gehe auch, auf der einen Seite spreche ich aus der Erfahrung, die ich hier in der Praxis habe. Und auf die andere Seite, aber auch, setze ich mich sehr mit dem auseinander.
Was habe ich für eine Klientel, mit was kommen die? Und gehe dem auch nach, gehe auch die Hintergründe erforschen, suche. Das ist ja wunderbar heute auch, mit dem Internet können wir so viel herausfinden.
Und nicht einfach immer das glauben, was wir haben erzählt. Und das finde ich auch mega spannend und von dem her brauche ich diese Herausforderungen. Also man wird es einem fit gehalten, oder?
Ja, also wollen dranbleiben.
Marco
Wollen dranbleiben. Wollen ist wahrscheinlich besser.
Christian
Wirklich, wollen dranbleiben.
Marco
Aber auch können und dürfen, das ist vielleicht nochmal ein anderer Unterschied. Weil es gibt natürlich die Leute, die total dran sind in ihrem Job und sich aufopfern und alles machen. Und dann werden sie 65 und müssen gehen.
Und man lässt sie nicht mehr. Und das ist ja wahrscheinlich, finde ich, das Problem, das wir jetzt so nicht erfahren werden.
Christian
Das ist dann eben diese Geschichte mehr, wo dann sie eigentlich in das Loch hineinfallen. Oder eben, wenn die 62-jährige Mutter von vier Kindern sagt, von was bin ich jetzt hier? Aber, wie gesagt, es ist eben auch wichtig, dass wir auch, bevor wir so weit sind, generell im Leben, überhaupt unsere Hobbys haben, unseren Ausgleich haben.
Ich meine, du hast ja deinen Ausgleich auch mit weiss etwas. Und ich habe den auch. Ich tue, mein Hobby ist eigentlich meine Oldtimer.
Und zwar nicht nur zu fahren mit denen und so, sondern da geht es mehr darum, wo bekomme ich die Ersatzteile? Welcher Garagist oder welcher Autospengler oder welcher Autosattler kann mir in diesem Problem weiterhelfen? Weil das heute alles nicht mehr selbstverständlich ist, dass die heutigen Automechaniker, die können nicht mehr an diesen 30-, 40-, 50-jährigen Autos herumschrauben.
Oder haben die Kenntnisse einfach nicht mehr von diesem Hundekommunen Normalen. Und diese Herausforderung eben auch, weil ich habe ja mal Automechaniker gelernt, ursprünglich. Und das ist so eine tolle Faszination.
Und eben auch, wie hier das noch genauso funktioniert hat oder besser funktioniert hat als heute. Und das Ganze eben auch schlussendlich wieder restaurieren und wieder auf die Beine stellen. Das ist eine Herausforderung.
Und ich habe riesigen Spass daran und beschäftige mich damit. Ich gehe aus ganz Europa oder teilweise auch aus Amerika einfach diese Ersatzteile suchen. Und meine Beschäftigung, ich könnte nicht einfach zu Hause sitzen und Fernsehen schauen.
Marco
Aber du hast es genau erzählt, es gibt diese, gerade eben unter Männern. Was müsste man jetzt so einem Mann raten? Es gibt ja wahrscheinlich auch solche, die sagen, ich weiss ja gar nicht wo anfangen oder was man jetzt macht.
Was müsst ihr ganz konkret tun? Wo muss er anfangen?
Christian
Frühzeitig anfangen zu schauen, was mache ich überhaupt, wenn ich dann einmal nicht mehr arbeite.
Marco
Das hätte er natürlich gut machen können vor 20 oder 30 Jahren. Das hätte er jetzt vielleicht nicht gemacht.
Christian
Es hat Firmen. Ich hatte ein paar Klienten, die etwas weiter unten in einem Konzern gearbeitet haben. Ich glaube es war ein Siemens-Konzern oder so etwas.
Die mit den Leuten ab 50 Kurs und Seminar anbieten. Was machst du mit deiner Freizeit, mit deiner Familie, mit deiner Frau, wenn du einmal nicht mehr arbeitest. Und die wirklich auf das vorbereiten.
Marco
Gescheit, weil sie wissen, dass der Moment kommt.
Christian
Eigentlich sensationell. Sie wissen ja, die haben jetzt 20, 30, 40 Jahre für unseren Konzern gearbeitet und alles gegeben. Und jetzt unterstützen wir es doch auch, dass sie auch nach diesem harten Arbeiten noch ein Leben haben.
Ich finde das sensationell. Ich finde das wirklich gut. Das sollte man eigentlich viel mehr machen.
Aber das kann ja jeder mit sich selber auch machen. Ich hatte vor ein paar Monaten einen Klassenzusammenkunft. Wir sind genau alle zusammen, Jahrgang 1960 und 61.
Und die Frage, schaffst du noch, was tust du nachher und so. Und der, der gerne gearbeitet hat, der sagt, ich mache noch das. Ich habe ja noch den Lastwagenausweis.
Ich gehe dann ein bisschen Lastwägen nachher. Und wenn es mir keinen Spass mehr macht, mache ich halt dann vielleicht das. Aber der sagt, du weisst, ruhiger arbeiten kann ich nicht.
Ich arbeite zu gerne. Und dann gibt es den anderen, der in den letzten 30 Jahren Versicherungen verkauft hat. Der gesagt hat, ich bin froh, wenn ich passioniert bin.
Und einfach mal nichts mehr machen muss. Weil der Scheissdreck. Alle Versicherungen haben eh alle zusammen das Gleiche.
Das ist eh das Dümmste. Ich habe das seit 30 Jahren gemacht. Und bin herumgerannt für das.
Was soll das? Ich will dann einfach nichts mehr machen. Zuerst gehe ich mal drei Monate reisen.
Und dann weiss ich noch nicht, was ich mache, wenn ich nach Hause komme.
Marco
Genau das wird schwierig.
Christian
Und das ist dann das, was wirklich schwierig ist. Und das halt einfach frühzeitig. Dann siehst du auch, was überhaupt mein Körper noch mitmacht.
Wo habe ich jetzt meine Schwachstellen? Und je beschäftigter jemand ist mit etwas, was ihm Freude macht, desto präsenter ist seine Geistung. Und das sehe ich natürlich ganz klar auch hier in der Praxis.
Wie sind denn die gelagert? Die, die keine Beschäftigung haben, das ist dann mehr das Psychische, das das Problem ist. Vielleicht die, die dann fast übertreiben.
Und einfach nur noch Sport machen. Dann ist es das Herz, das nicht mehr so mitmacht. Herzrhythmusstörungen.
Oder eben auch die Knie und die Gelenke, die nicht mehr so mitmacht, wie man es möchte. Aber ja, das sind vor allem die gesundheitlichen Probleme. Bei den Männern mehr.
Und bei den Frauen ist es dann halt mehr das Psychische. Zum Beispiel die Probleme bei den Frauen, wenn sie ihre Aufgaben verlieren. Oder respektive, sie kommen dann wieder rüber, wenn die Grosskinder da sind.
Aber dann können sie dann zum Beispiel nicht mehr Nein sagen und sind nur noch für die Grosskinder da, weil dann halt eben ihre eigenen Kinder, die älteren, fordern eigentlich. Nach dem Motto, du hast ja sonst eh nichts, du machst ja das gerne. Und die Mütter, die Grossmütter, in dem Sinne nicht mehr Nein sagen können.
Marco
Weil sie es nie gelernt haben.
Christian
Ja, weil sie es halt einfach, ja, wie soll ich sagen, sie sind dann halt einfach dann überfordert mit den jüngeren Generationen teilweise, und halt das Gefühl haben, ich muss jetzt da sein, so wie wir für unsere Arbeitswelt eigentlich da sein mussten. Und das halt dann einfach teilweise wirklich erschöpft sind. Und halt einfach auch lernen dürfen, anfangs den Mund aufzutun.
Und das ist natürlich, wie soll ich sagen, die Muster, die wir in uns haben, das ist dann eigentlich meine Aufgabe bei diesen Leuten, die alten Muster, die einem vorgelebt worden sind, die herauslösen zu können. Das herauslösen, was einem von den eigenen Eltern vorgelebt worden ist, oder was halt einfach das Ganze mit sich gebracht hat.
Marco
Du hast jetzt ein paar dieser Gesundheitsprobleme erwähnt, die diese Generation hat. Hast du das Gefühl, die heutigen Generationen XYZ, das sind die dann, die in 10, 20, 40 Jahren pensioniert werden, haben die andere Gesundheitsprobleme in ihrem Alter, weil sie anders gelebt haben?
Christian
Ja, ein Teil davon hat andere Probleme. Ein Teil davon hat gleichreiche Probleme, wenn sie das Vorgelebte von den Eltern mitgenommen haben. Oder es macht z.B. auch einen Unterschied, bist du in einer Familie, der Älteste oder der Jüngste? Und man sagt, wie immer, der Jüngste ist der Flegel. Aber das ist eigentlich der, der am meisten das Versichern mehr selber schaut. Oder eben auch, weil man jünger ist als die Geschwister, anders lebt.
Ich meine, jemand, der drei, vier Geschwister hat und der Altersunterschied von den Ältesten zu den Jüngsten 12, 13, 15 Jahre ist, das ist eine Generation. Und wenn du als Jüngster nur ältere Geschwister hast, dann bist du eher orientiert auf die Geschichten der Generationen vorher. Bist du aber selber der Älteste, dann lebst du eben genau gleich noch in deiner Generation oder eben auch in der Generation vorher.
Und da haben wir wirklich dann also teilweise einen Unterschied von einer oder anderthalb Generationen. Und das ist vom Leben her nicht das Gleiche, was du für einen Lebenswandel hast. Und das heisst, es kann sein, dass die Jüngeren noch die gleichen Probleme haben, wie wir hatten.
Nehmen wir das Burn-out. Ich meine, dadurch, dass viele arbeiten, ist ja das Thema Burn-out sehr viel präsenter geworden. Das heisst aber nicht, dass es Burn-out früher nicht gab.
Wir waren einfach erschöpft. Früher warst du erschöpft oder hattest einen Zusammenbruch. Hattest einen Nervenzusammenbruch oder was auch immer.
Das hiess es früher. Heute ist es ein Burn-out. Aber das gab es früher schon.
Und unsere Generation und auch unsere Nachfolgegeneration, das X, ist schon noch ein bisschen in dieser Schiene. Und dann geht es aber auch darum, von der moralischen Einstellung her. Ich sage jetzt einmal, die Boomer-Generation, vom Denken her, vom Moralischen her, hört das nicht auf im 1964, wie man das sagt.
Marco
Ich wollte vorher sagen, als du auch mit den älteren Geschwistern gesprochen hast, das 64 ist jetzt einfach eine Definition, weil das der letzte der geburtenstarken Jahrgänge war. Darum hat man gesagt, hier hört die auf. Aber wenn bei zwei Geschwistern einer im 63er geboren ist und der andere im 65er, sind sie eigentlich gleich da.
Christian
Aber von der körperlichen Geschichte her und von den moralischen Geschichten, die ein Mensch hat, die der Mensch vorgelebt bekommen hat und alles, dann geht das eigentlich bis ins 69er. Ich merke da, zwischen Jahrgang 45, 50, bis zu den 69er ist gesundheitlich. mehr oder weniger gleich.
Danach gibt es einen Wandel. Also ab 70 ungefähr, vom Jahrgang her, sind sie schon jünger, auch vom Kopf her jünger und wacher. Aber das hat auch damit zu tun, dass natürlich auch der wirtschaftliche Aufbruch und alles, was für Möglichkeiten man hat, natürlich mit reinspielt.
Marco
Ist da in den 69er, 70er Jahren etwas passiert mit der Welt?
Christian
Ja, man hängt nicht um. Man sagt, um die Woodstock und die 69er, die Hippie-Generation. Das ist natürlich ganz klar in dieser Zeit, in der die Jungen begannen, auszubrechen.
Wo sie begannen zu sagen, das brauchen wir jetzt nicht mehr. Sie begannen, Gras zu rauchen und das und das und das. Einfach alles, wie soll ich sagen, alles über den Haufen gerührt, was man moralisch uns vorher beigebracht hat oder jener Generation beigebracht hat.
Die haben dann einfach begonnen, auszuflippen, von der Generation her in eine Pubertät hineinkommen. Sie haben anders angefangen zu leben. Und dann kamen die ganzen Studentenrevolten und, und, und.
Das hat einiges ausgelöst. Das hat vom Verhalten des Menschen selbst extrem viel dazu beigetragen. Kann man sagen, die gehen auf eine andere Art durchs Leben als wir jetzt vielleicht noch?
Ja, die gehen. Das ist effektiv so. Auch wenn ich gesehen habe, wenn ich Schüler oder ehemalige Schüler mit Kollegen, sagen wir jetzt mal, ich bin ja im Hirzel oben aufgewachsen, wo jeder jeden gekannt hat.
Wenn man das anschaut, sind die viel, viel freier geworden. Und wir haben viel, viel mehr geschaut und Acht gegeben, was geheissen hat, pass auf das auf, pass auf das auf, und das macht man nicht und das tut man nicht. Das haben die eigentlich schon nicht mehr gekannt.
Das macht schon einen Unterschied. Aber auf deine Frage zurückzukommen, die gesundheitlichen Folgen eigentlich von diesen Generationen, ja, die sind anders. Auch die heutigen, Generation Y, Generation Z, die Millenniums, die haben auch Burnout.
Aber die haben Burnout aus einem anderen Grund, weil sie halt einfach teilweise auch vom Technischen her und dem ganzen Zusammenspiel mit der Wirtschaft einen viel höheren Druck und haben dann aus dem heraus ein Burnout.
Marco
Also das wäre, so wie du meinst, nicht das gleiche Burnout wie das vom Babyboomer.
Christian
Zeigen tut sich schlussendlich gleich wie eine Erschöpfung, aber der Hintergrund, bei uns war es einfach mehr das Burnout, krampfen machen, tun, bis zum Umfallen. Und dort ist es halt einfach die, wie soll ich sagen, die Überforderung teilweise halt von der Wirtschaft, von den Arbeitgebern und einfach auch, sie können wohl ihren Platz anfangen einzunehmen, sie können auch anfangen zu fordern, die Millenniums und Generationen, die nachher auch kommen, die wissen eigentlich, was man wert ist und die haben auch viel mehr Möglichkeiten, einen Job zu wechseln und vorwärts zu gehen. Weil halt eben auch die Babyboomer aus der Arbeitsgeschichte rausfallen und dort hat man vielleicht zwei, drei Babyboomer gehabt und jetzt fallen die ja weg und jetzt sollte man zwei, drei oder vier Millenniums haben oder einfach jüngere, die das machen, die ihren Job machen, mit dem möglichst gleichen Wissen, was aber nicht möglich ist. Und dann sind sie halt eben überfordert, auf der einen Seite und auf der anderen Seite, aber auch haben sie viel mehr Möglichkeiten, weil Fachkräfte fehlen.
Und dadurch können sie anders reagieren, aber die anderen sind dann halt eben gleichwohl auch überfordert mit dem. Sie sind überfordert, wie rasant sich alles entwickelt. Ich meine, schau mal an, was nur allein in den letzten 30 Jahren alles passiert ist, was man hat.
Wir hatten noch kein Internet, wir hatten noch Schreibmaschinen, wir hatten Fax.
Marco
Wir haben viel erlebt in dieser Hinsicht, ja.
Christian
Auch von den Medien her und allem zusammen. Und das war ein Riesenunterschied. Und die Jungen, die sind dann halt eben durch die Medien heute, wo es halt eben das Internet ist und wo es die Sozialmedien sind, die sind dann völlig anders gelagert und sind dann eher von dem her gefordert.
Und kommen von dieser Seite her eher in ein Burnout hinein, weil sie diesbezüglich überfordert sind.
Marco
Also über diese Generationen reden wir in späterer Folge noch. Vielleicht ein Schlusswort für jetzt einfach alle Babyboomer, die wir ja unter unseren Zuschauern, Zuhörerinnen sicher auch haben. Was könnte man denen, was immer sie für Probleme haben, kann man denen einen pauschalen Ratschlag geben, der irgendwie für alle nützt?
Christian
Schaut, dass ihr beschäftigt seid, auch im privaten Bereich. Schaut, dass ihr einen Ausgleich habt. Schaut, dass ihr ein Hobby habt.
Sei das in einem Verein, sei das irgendwie in einer sportlichen Tätigkeit oder mit Musik oder was auch immer. Musik ist auch sensationell zum Beispiel. Das weiss man, dass man einen das Leben lang Musik gemacht hat und immer noch Musik macht.
Dass die eigentlich viel wacher sind im Alter und weniger schnell altern. Und einfach sich beschäftigen können, wenn sie einmal nicht mehr arbeiten. Und das vorher frühzeitig aufgleisen.
Nicht, dass sie schlussendlich in diese Schwellen hineinkommen, wo sie dann abstürzen. Wo halt einfach keine Beschäftigung mehr da ist. Ich meine, wie viele gibt es?
Du hast sicher auch Leute, die du kennst, die dann halt passioniert wurden und ein, zwei Jahre später sind sie weg vom Fenster. Aus irgendwelchen Gründen. Ob man das vorher zu viel gemacht hat, das Herz zu stark überbelastet hat in der Arbeitswelt oder was auch immer.
Und dann einfach gesundheitlich zusammengefallen. Man soll wirklich schauen, dass man diesen Ausgleich, den die Jungen heute fast zu viel haben, dass man diesen Ausgleich auch ein bisschen hat und auch eine sinnvolle Beschäftigung hat. Und nicht nur einfach irgendwie einen Seich macht.
Genau, sinnvoll ist sicher eine gute Sache. Ja, und dass man eben auch Freude hat. Dass man Freude hat zum Weiterleben.
Und nicht, dass man dann irgendwo anfangen muss, lästern und sich aufregen zu müssen über die Jungen. Und zu sagen, ich weiss auch nicht, was die machen und wie die leben. Das hätten unsere Eltern auch schon sagen können.
Marco
Das stimmt, das hätten auch unsere Grosseltern. Das hätten immer die vorherigen Generationen sagen können.
Christian
Und haben es teilweise auch gesagt. Aber einfach schauen, dass sie einen Ausgleich haben. Egal wie.
Aber sitzen nicht nur einfach zu Hause und machen Kreuzworträtsel oder irgendeinen sonstigen Scheissdreck.
Marco
Machen etwas Gescheites.
Christian
Machen etwas Gescheites. Oder eben, vor allem bewegen. Weil im Alter fällt die Muskulatur zusammen.
Also macht etwas dafür. Ihr müsst halt vielleicht ein bisschen Megalaufen und ihr könnt ein bisschen Megawandern. Das ist das, was den Körper in diesem Sinne auch noch mitmacht.
Gut, bis zum nächsten Mal. Seid aktiv. Tschau.




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