Folge 42 Gibt es Gott, wenn ja, glaubst Du an Ihn?
- christian33307
- 8. Feb.
- 23 Min. Lesezeit

Heute reden wir über eine Frage, die die Menschheit seit vielen Tausend Jahren beschäftigt. Gibt es einen Gott? Wenn ja, wer ist er?
Wie ist er? Wie gehen verschiedene Gesellschaften, verschiedene Religionen mit dieser Frage und diesem Gott um?
Ja, Christian, es geht um die Frage nach einem Gott oder einem anderen Gott oder allenfalls verschiedenen Göttern. Glaubst du an einen Gott?
Christian
Ja, das ist eine gute Frage. glaube ich an Gott Ich würde es so beantworten.
Ich bin Gläubisch, ja. Aber ich glaube nicht in diesem Sinne an Gott, so wie das die Religionen oder die Religionen das Gesellschaften oder wie das die Kirche anschaut. Aber irgendwie das Ganze, was es hier oben gibt, wo ich auch damit arbeite, wo es tatsächlich auf irgendeine Art und Weise gibt, an das glaube ich.
Und wenn die einen das absolut reduzieren wollen auf einen Namen, das heisst Gott oder auf Jesus oder was auch immer, dann dürfen die das. Ich sehe es nicht so. Aber ich weiss, dass es mehr gibt, als man halt einfach die Allgemeinheit weiss oder sagt oder entsprechend vertritt oder was auch immer.
Marco
Du hast ja so gesagt, Allgemeinheit, das ist sowieso schwierig. Ich glaube, die Allgemeinheit ist gar nicht so allgemein fassbar. Es gibt verschiedene Meinungen.
Ich selber bezeichne mich als Agnostiker, also als einer, der es in dem Sinne nicht weiss. Das finde ich auch, das ist die einzige eigentlich haltbare Position. Niemand weiss, ob es einen Gott gibt oder nicht.
Atheisten sagen, es gibt ihn nicht. Das weiss man auch nicht wirklich. Das sieht allerdings eher danach aus.
Und du lässt jetzt das Bild relativ offen. Und trotzdem sagst du, da oben ist etwas. Es ist einfach da, ja.
Okay, also das lasse ich gelten. Ich muss auch sagen, irgendetwas ist ja, sonst wären wir nicht. Irgendeine Form von Energie, irgendetwas ist.
Kannst du das ein wenig konkretisieren? Was ist es für dich oder wie erlebst du das?
Christian
Also, ich bin eigentlich immer der, der gesagt hat, was ich selber nicht erfahre, was ich selber nicht sehe, was ich selber nicht spüre, an das glaube ich nicht Punkt. Oder stimmt das oder stimmt das, wenn das für mich stimmen soll, dann soll mir das einer beweisen, dann soll mir das einer zeigen. Und sonst, erzähl doch du noch ein wenig oder Bericht doch du noch ein wenig oder bist du überzogen von etwas?
Das war mir völlig egal, auch wenn es natürlich auch heute um meine Arbeit geht. Ich bin früher ganz klar, wie soll ich sagen, ich kannte das nicht. Ich wusste, es gibt es, es gibt Heiler, es gibt Medium, es gibt das und dies und jenes.
Und ich habe aber immer gesagt, mir geht es nicht um, ob es das oder das oder das gibt, sondern ob die Person, die das erzählt oder die das macht, ob das für mich stimmt respektive, dass ich das erfahre oder ich merke, dass ich sagen kann, da ist etwas dahinter. Und ich habe auch, ich meine, ich war ja seit den Kindesbeinen immer der, der alles hinterfragt hat, wo alles, wie soll ich sagen, auch wirklich auch für meine Eltern damals ekelhaft gesagt hat, nein, du aber das und so und warum, warum, warum, warum. Das ist etwas vom Ersten, was man als Kind natürlich sagen kann, warum, warum, warum.
Und dort war ich halt einfach ein scheinbar ekelhafter Typ, weil ich einfach immer alles wissen wollte. Ich war extrem wissensgierig seit jeher. Und hinter diesem Warum wollte ich auch etwas wissen, ich wollte etwas erfahren und ich wollte das spüren, ob das wirklich so sei.
Und sonst habe ich vieles davon nicht geglaubt. Und als ich dann vor, ja mittlerweile 5, 26 Jahren angefangen habe mit dem, was ich heute mache, was wirklich halt einfach auf einen Schlag gekommen ist, habe ich dann für mich selber als ehemaliger Vollblutunternehmer, ich meine seit 23 Jahren Unternehmer, habe ich mir natürlich auch klar werden müssen, wie sage ich jetzt dem, was ich tue und wie ich arbeite. Und da bin ich einfach dann auf den Entschluss gekommen, für mich, da sage ich, dass das charmante Wort für mich, das sind meine Kumpels.
Eben, die einen sagen jetzt, es ist Gott, es ist Jesus, es ist Buddha oder was auch immer. Und das soll und das darf auch jeder so für sich so ausmachen, von was für ihm das steht. Und die Kumpels für dich sind etwas, was es gibt?
Für mich sind Kumpels das, was es für mich gibt. Ich habe das so knallhart und wirklich so direkt selber erfahren mit verschiedenen Ereignissen und ich meine, ich hatte mit 21 einen so schweren Motorradunfall, wo ich eigentlich nicht mehr hier sein sollte, nicht mehr leben sollte. Wo ich in dem Sinn, die einen würden jetzt auch sagen, ein Nahtoderlebnis gehabt habe, wenn du 100 Meter durch die Luft durchfliegst und du in diesen 100 Metern hier in der Luft oben, in dieser Zeit dein ganzes Leben, wirklich dein ganzes Leben von kleinen Kindern bis zu diesem Zeitpunkt, nur durchlebst und nochmals siehst, wirklich vor dir zu, siehst in dieser, ich sage jetzt mal kurzen Distanz von 100 Metern, obwohl es brutal lang ist, wenn man 100 Meter durch die Luft durchfliegt.
Ja, es ist ziemlich weit. Es ist ziemlich weit und ziemlich lang. Und dass das irgendwie überhaupt möglich ist, dass du dein ganzes Leben nochmals vor die Augen bekommst, habe ich gewusst, ja, es gibt etwas.
Weil das Resultat am Schluss war, wenn ich jetzt nicht hier unten kann, gesehen habe, wo ich dann wieder landen werde, dass ich gesagt habe, wenn ich hier unten lande, dann stehe ich auf und laufe hoch.
Marco
Okay, also du hattest in dem Moment auch das Gefühl, da gibt es etwas, das dafür sorgt, dass ich am Leben bleibe.
Christian
Ja, aber es hat einfach dann geheissen, deine Aufgabe ist noch nicht erfüllt, Punkt. Was das auch immer geheissen hat. Und ja, ich bin dann aufgestanden.
Ich bin dann das lange Bord im Hirzel oben, in Sihlbrugg, das lange Bord hochgelaufen und bin oben dann zusammengebrochen. Und es wollte auch, scheinbar wollte meine Kumpel auch, dass es gerade ein Arzt zustelle war, weil der ist hinter mir gefahren. Ich bin mit dem TÜV ja nicht etwa 80 kmh, vielleicht war es auch etwas mehr.
Dann sah ich einen flotten Lastwagen vor mir zu, der einen anderen Lastwagen überholte. Und habe eigentlich zu diesem Zeitpunkt mit meinem Leben abgeschlossen. Ich wusste, da kommst du nicht mehr lebendig raus.
Aber ich wurde trotzdem irgendwie abgelenkt und bin dann eben durch die Luft geschleudert. Und ja, so war halt irgendwie das Erlebnis für mich, wo ich gewusst habe, gut, die ganzen Dinge, die ich als Kind erlebt habe, weil man mich mundtot gemacht hat, mir nicht geglaubt hat, was ich vielleicht erzählt habe, was ich nicht wissen konnte, so wie ich gewesen bin als Hyperaktiver, als Legastheniker, ADHS und, und, und. Dass ich da irgendwie halt eben, ich das gleich noch scheinbar leben und irgendwo auch, ja, wie soll ich sagen, zu Nutzen machen.
Marco
Das ist jetzt ein Erlebnis, das ja viele Leute tatsächlich haben. Das lasse ich auch gerne gelten. Also ganz viele Leute, die in diesem Sinne ein Nahtoderlebnis hatten oder mal in eine Situation kamen, wo sie ganz knapp vor dem Tod gestanden sind und dann davon kamen, die sind eher religiös als andere, die das nicht hatten.
Also offenbar ist das ein Moment, wo etwas mit einem macht.
Christian
Ja, es ist halt sicher, man weiss, es gibt mehr. Wobei ich habe das irgendwo schon immer gewusst haben, es gibt mehr. Weil mir ist schon auch realistisch vor Augen geführt worden, dass ich teils an Situationen oder in Situationen gewesen bin, wo ich gewusst habe, wo ich eigentlich als labiler Mensch und immer suchender Mensch einfach reingelaufen wäre.
Sagen wir, das war mit Drogen, oder was auch immer, oder Alkohol und solche Sachen. Dass ich von dem immer wirklich total verschont worden bin. Und irgendwie durch Erlebnisse oder Dinge, die man vor Augen geführt hat, dass ich gesagt habe, nein, das weisst du, das darfst du jetzt nicht, da darfst du jetzt nicht rein, es ist nicht gut, sonst kommst du nicht mehr raus.
Also irgendwo, aber ich bin nach diesem Unfall in dem Sinne nicht, wie soll ich sagen, religiöser gewesen oder was auch immer als vorher, es hat nicht, sicher habe ich gewusst und das, was ich dort erlebt habe, ich kann nicht darüber sprechen, aber irgendwo, ich habe ja lange geschwiegen, ich habe das lange niemandem erzählt, was ich dort erlebt habe. Für mich war einfach damals, dass ich für mich als Schlüsselpunkt, in dem Zeitpunkt, als ich im Spital war, schwer verletzt war und das Telefon nicht mehr anheben konnte, dass man das Telefon anheben musste, um die Eltern anzurufen, dass ich eben da verunfallt bin, ein paar hundert Meter vom Elternhaus weg. Ich wohnte da oben im Hirzel und musste sagen, dass ich verunfallt bin und dann hat die Mutter schon angefangen, ich habe ihr immer gesagt, du darfst nicht fahren, es ist viel zu gefährlich und es ist der Moment, als ich dort einen Schnitt machen konnte und sage, so Mutter, jetzt ist es fertig, ich will nie mehr hören.
Wenn du bei dieser Meinung bleibst, dann wirst du mich nie mehr sehen, darfst Du mich auch nie mehr besuchen. Ich habe nichts zu suchen in diesem Zimmer. Entweder akzeptierst du jetzt mich in meinem So und Sein, wie ich bin und so wie ich bin, ist meine Freiheit, das in Motorrad fahren und das Motorrad fahren, kann mir niemand nehmen und sobald ich wieder auf den Beinen stehe, werde ich wieder Motorrad fahren und das war auch so.
Aber von diesem Zeitpunkt weg war die Akzeptanz meiner Eltern da. Und für mich hat das allein den Grund gegeben für den Unfall, dass ich mich in diesem Sinne lösen konnte und wirklich zum eigenständigen Menschen machen konnte, mit meinem eigenen Willen und dann auch durchsetzen konnte, ob es jemandem passt oder nicht. Und im Nachhinein, es sind eigentlich die schwersten Schicksalsschläge und alles zusammen hat irgendwo immer wieder ein riesiger Gewinn herausgekommen.
Und das sage ich auch heute noch. Es ist alles schlussendlich ein Geschenk, auch wenn etwas noch so schlimm ist.
Marco
Da gibt es ja tatsächlich viele Leute, die das so sagen und empfinden. Schauen wir uns das Gottesbild als Ganzes an. Die grossen Weltreligionen haben ja alle irgendein Gottesbild.
Die Bilder gehen recht von einander weg. Sie sind sehr unterschiedlich. Das heisst, sie sind konstruiert.
Die Religionen haben sich ihren Gott gemacht und die gezimmert, so wie sie ihn gerne hätten. Trotzdem gibt es aber auch natürliche Gemeinsamkeiten. Also gewisse Dinge sind doch bei allen Religionen wieder sehr ähnlich, zum Teil ja vielleicht gleich.
Siehst du das auch so? Gibt es irgendetwas Gemeinsames an einem Gottesbild?
Christian
Ja, das Gemeinsame ist halt einfach der Glaube. Und die einen Religionen sagen, wir glauben an das, du musst an das glauben, du musst es so machen. Die anderen sagen ja wortwörtlich, du musst.
Ich bin reformiert aufgewachsen. Meine Eltern waren reformiert. Und für mich war das irgendwie, Kinder und Religion, es war nicht schlimm.
Und es war auch nicht irgendwie, gut, du musstest in den Unterricht und so, wir hatten aber auch Katholische, es war eine Minderheit, die waren dann auch viel strenger. Und als ich später geheiratet habe und meine Ex-Frau katholisch war, haben wir auch die Kinder katholisch getauft. Und da bin ich eigentlich zum ersten Mal mit dem katholischen Glauben auseinander, wie soll ich sagen, habe ich das gesehen oder wurde es vor Augen geführt, hier in der Kirche.
Und es war einfach jedes zweite Wort, du musst, du musst, du musst. Das war irgendwie bei der Firmung oder was das war, bei meinen Kindern. Und da musste ich sagen, das gibt es doch nicht, du musst doch nicht.
Und dann halt einfach, ja, das ist halt die Religion, die sagt, du musst, du musst. Und wenn du nichts tust, dann musst du gleich beichten oder dann musst du deinen Ablass zahlen. Ganz krass war es, glaube ich, noch früher, dass man dann die Ablassbriefe gekauft hat.
Und die Unternehmer, wenn sie Scheisse gebaut haben mit den Leuten oder was auch immer, dann konnten sie ihre Ablassbriefe kaufen und dann waren sie wieder gut und heilig und johlig. Und das ist natürlich etwas, was ich extrem verabscheue, weil das ist so, ja, das ist völlig daneben.
Marco
Also natürlich, das ist ein Aspekt, den wir noch gar nicht angesprochen haben. Es geht sehr häufig um Geld. Geld und Macht allenfalls.
Christian
Ja, es ist ...
Marco
Nicht vordergründig häufig um Religion.
Christian
Macht und Geld ist so nahe beieinander zu. Und ich meine, vor 60 Jahren, als ich das begann zu realisieren, dass eben ... Dass halt da irgendwie noch mehr in die Kirche geht oder das oder das oder jenes.
Dass es da noch etwas anders war, noch extremer war halt heute. Heute muss die Kirche halt einfach auch viel mehr, dass sie überhaupt noch Leute haben, die in die Kirche kommen. Also in die normale Kirche, reformiert, katholisch.
Was jetzt bei uns hier oder in anderen Weltgefügen halt eben andere in den Buddha oder weiss auch nicht, was da irgendwo noch mitspielt oder was sie da anbeten oder wenn, was sie da glauben. Ja, wie soll ich sagen? Es ist einfach das ganze Machtgefüge.
Man hat ja früher gesagt, der Pfarrer, der Lehrer und der Dorfpolizist, das sind drei Personen, die du zu folgen hast. Eben, und darunter war auch der Pfarrer. Und dann musstest du denen gehorsam sein, weil sonst passiert wass.
Und ich muss einfach sagen, das hat mit Gott nichts zu tun. Auf die Frage zurückzukommen, gibt es einen Gott, oder was auch immer. Nein, das hat nichts mit Gott zu tun, sondern das ist nur reines Machtgehebe von den obersten Leuten, die da irgendwo etwas zu sagen haben.
Ich meine, wenn ich das anschaue, ich sage jetzt einmal das Affentheater, die Zeremonien und alles zusammen mit dem Papst und weiss ich noch was alles. Wenn irgendwie mächtige Leute das Gefühl haben, wenn ich den Papst besuche und er mich möglichst nur heilig spricht oder was auch immer, dann kann ich alles machen auf dieser Welt. Und ja, dann weiss ich es auch nicht.
Oder eben, das hat einfach auch den Missbrauch unter dem Begriff Gott. Wenn man den amerikanischen Präsidenten anschaut und er sagt bei der Vereidigung, Gott möge mir helfen und er macht es in dem Sinn von Gott und so. Und wenn ich das ein Jahr später anschaue, muss ich sagen, das hat nichts mit Gott zu tun und das ist ein Missbrauch gegenüber dem Glauben oder gegenüber dem Gott, was da alles passiert und geschieht.
Ja, an so einen Gott in dem Sinn kann ich schlichtweg sicher nicht glauben. Aber es gibt Dinge, die es halt einfach gibt, die ich erfahren habe, die auch für mich unerklärlich sind. Schau mal Marco, ich laufe x-mal am Tag.
Teilweise geht es zu meinen Behandlungsräumen heraus. Ich weiss nicht, was ich gemacht habe, aber ich habe gemacht. Und ich habe teilweise, dass ich halt einfach, ich habe auf Deutsch gesagt, eine Stunde mit jemandem gearbeitet, aber ich habe nur 10 Minuten oder eine Viertelstunde gearbeitet.
Also es gibt irgendetwas da, wo die Zeit mich stillstehen lassen kann, dass das, was da gelöst werden darf oder muss gelöst werden, egal wo das ist, gelöst werden darf und die Zeit auch überkommt, obwohl das nicht mehr Zeit braucht, als etwas anderes. Oder wieso das jetzt irgendwie halt einfach, jemand nachher aufsteht, der vorher an die Krücken oder in den Rollstuhl gekommen ist. Wenn ich das alles hinterfragen würde und eine Erklärung dazu hätte, dann würde auch ich zu Spinnen kommen.
Ich lasse es einfach so stehen und ich weiss dank all jenen Kumpels, dass sie da sind. Es gibt nicht nur Christian, der als Therapeut hier steht und seine Pfötchen auf diese Menschen hält, sondern es ist eine ganze Heerschar von Helfern. Für mich sind es einfach Kumpels, die in dem Sinn das Göttliche ist.
Ob sie das für die einen Engel sagen oder was auch immer, das ist wirklich schlichtweg völlig egal.
Marco
Gerade das kann man eben von zwei Seiten her anschauen. Du sagst jetzt, das sind göttliche Helfer, Engel, was immer. Du erlebst diese, empfindest das so.
Jetzt gibt es ja gerade aus religiösen Kreisen natürlich Leute, die solche wie dich, Heiler, kritisieren, weil sie ihnen ihre Arbeit nicht mögen oder sie grundsätzlich nicht mögen. Du störst die.
Christian
Ja, ich bin ein ganz, ganz böser Mensch in diesen Augen. Ich komme also vor das Fegefeuer. Ja, ich komme nicht in den Himmel, ich komme vor das Fegefeuer, weil das, was ich mache, ich manipuliere Menschen, ich verändere Menschen oder was auch immer.
Und das ist vor Gott nicht erlaubt. Also, als ich vor 26 oder 27 Jahren bald mittlerweile das erste Mal eigentlich mit diesem Knall, ich sage es mal für meinen persönlichen Urknall, in das Ganze hineingeführt wurde oder zum Ausbruch gekommen ist, habe ich irgendwann einmal ein paar Monate später meine Schwester getroffen, die eben in einer so lieben Gemeinschaft war oder immer noch ist. Und sie hat dann mich belehrt, was für ein böser Mensch ich bin und hat mich einfach irgendwie eine halbe Stunde lang ununterbrochen zusammengestaucht, auf Deutsch gesagt, was ich für ein böser Mensch bin und was ich mit den Leuten mache, dass ich diese Menschen manipuliere und das sei Gotteslästerung und ich weiss nicht, was alles zusammen...
Ich darf das nicht, Ich sei nicht bevollmächtigt für das, das darf nur Gott und niemand anderes. Ja, gut.
Und ich komme vor das Fegefeuer oder aufs Fegefeuer oder wie auch immer. Und für mich habe ich dann gedacht, ja gut, das ist deine Meinung, das ist deine Ansicht, wenn du mit dieser Meinung zufrieden bist und für dich, dass es auch stimmt, lasse ich dir das stehen, aber lasse auch mich stehen.
Marco
Ja, spätestens das muss man dann ja unbedingt. Jetzt haben wir ja bisher einfach mal von dem Gott, das wäre ja der ganz grosse, über allem geredet, jetzt gibt es ja im Christentum auch noch die Figur von Jesus. Du erwähnst den Jesus zum Teil in deinen Büchern.
Was ist für dich der Jesus?
Christian
Also, ich muss es so sagen, das Göttliche und Gott in dem Sinn, das kann mir ja niemand erzählen, niemand kann mir sagen, wie der aussieht. In dem Sinn gibt es den auch nicht als Person. Sondern es gibt halt einfach, sei das eine Energie oder was auch immer, wie man da immer sagen möchte, also ich meine, wenn ich unsere Welt anschaue, mit einem ganzen Lebewesen, der da drauf rumkriecht und fliegt und alles zusammen, es ist unheimlich, es ist faszinierend.
Wer das je erschaffen hat, das wissen wir nicht. Und dann hat einfach die Religion, dann hat er irgendwo scheinbar dann einmal, ich sage es so, das Jesusbild kreiert. Wie viel Wahrheit hinter diesem ganzen Jesusbild, wo man dann irgendwo als Person sehen kann, wie der ungefähr aussieht, dann könnte man sich daran halten und ihre Geschichten erzählen, was da vor 2000 und 25 Jahren scheinbar passiert ist.
Das wissen wir nicht, und was da überhaupt alles zusammen stimmt von dem. Es hat sicher bestimmte Dinge, die dran sind, aber es sind auch ganz viele Dinge, die man da einfach drin hinein interpretiert hat, um zu nutzen, um ein Bild zu haben, an den man glauben muss. Der Jesus ist dein Retter und das und das und jenes.
Und ja, jedem das eine. Ich habe persönliche Dinge, die ich in diesem Sinne erlebt habe, auch da, wo ich meinen Urknall hatte, dass ich das wirklich auch mache, was eigentlich immer in mir drin geschlummert ist. Das ist ein Bild, das ich habe, für mich war das damals Jesus, wo ich wirklich das Bild vor mir habe, wo ich weiss, wie er für mich persönlich aussieht.
Das ist ein Bild, das ich jederzeit abholen kann, das ist präsent. Wenn ich arbeite, arbeite ich auch mit diesem Bild, ich arbeite auch mit dem, was er mir geschenkt hat und in die Hände gegeben hat damals, ja. Und das ist für mich das Bild, wo ich weiss, das hat es hier gegeben.
Marco
Und das ist deins und das finde ich, das kann man auch gelten lassen. Das ist meins.
Christian
Und das hat nichts mit dem zu tun, was eine Religion oder wer auch immer predigt. Denn dort heisst es ja immer, wenn du nichts folgst, dann wirst du bestraft, dann bist du ein Böser und weiss nicht was alles zusammen und Gott richtet dich über dich. Und das ist all das, was schlichtweg nicht stimmt.
Es gibt niemanden und nicht einmal einen Gott, der würde sagen, du darfst das und das nicht, sondern in diesem Sinne, Gott schaut zu und du darfst für dich deine Erfahrungen machen und das machen und tun, was für dich stimmt.
Marco
Und im besten Fall hilft er einem, das ist dann ja wieder sehr okay.
Christian
Ja, sicher, ja, ich meine, wie gesagt, ich habe verschiedene Erfahrungen gemacht, wo halt einfach ich weiss, dass es so war und auch wo ich hier drin habe, wo ich teilweise Sachen, die ich niemandem erzähle, nie in meinem Leben jemandem erzählt habe. Aber ich weiss es hier drin, es ist so und es gibt es für mich so, aber es hat ja damit zu tun, dass wenn ich das erzähle, dass man eher so wie damals als Kind, ja, was erzählst du? Und so bin ich ja mundtot gemacht worden als Kind.
Was erzählst du, das kannst du ja gar nicht wissen. Es ist nicht so und das steht nicht und das gibt es nicht und weiss ich was alles. Mir ist das aber so, ich sage es einmal so, knallhart vor die Augen geführt worden, dass halt die ein oder die anderen Sachen wirklich gibt und auch so sind.
Ich meine, wenn du eine Autofahrt machst, Mein erster Klient, den ich überhaupt in diesem Sinne offiziell hatte, als ich das gemacht habe, der im Jura nicht mehr aufs WC konnte und ganze Blasen- und Nierengeschichten hatte, in denen so viel Hass und Wut war und kein Wasser mehr lösen konnte und alles und niemand konnte ihm helfen, er war mein erster Klient und ich habe mit ihm gearbeitet Ich bin einfach hingestanden und habe gemacht. Ich weiss heute noch nicht, was ich gemacht habe.
Ich weiss eigentlich nie, was ich mache, aber ich mache. Und in diesem Sinne sind so viele Dinge abgelaufen, dort, wo ich Bilder bekam, wo ich nicht wissen konnte, warum er überhaupt so viel Hass und Wut in sich hatte. Und ich habe Bilder gesehen, wo Situationen, die wirklich vorgeherrscht haben, wo ich Räume, eine Küche, Waffen und so weiter gesehen habe, wo ich nicht wissen konnte, wo mir auch niemand erzählt hat.
Und ich war in diesem Haus und es hat schlichtweg, als ich nachher durch das Ausdruck gelaufen bin, auch gesehen, dass es effektiv so ist. Und dass auch so, wie ich es gesehen habe, wie diese Geschichte entstanden ist, effektiv so auch stattgefunden hat. Und das war mal eines.
Und diese Person ist eigentlich nachher aufgestanden, ist aufs WC und es war alles gut. Und es ist irgendwie so eine verrückte Geschichte für mich, wenn ich dir jetzt so einfach das erzähle und sage, ja, erzähl noch ein wenig. Okay, ja, gut.
Dann war es halt ein Wunder oder was auch immer.
Marco
Wunder in einem gewissen Sinne sind ja denkbar. Jetzt ist aber auch wieder die Frage, wie kannst du auseinanderhalten, was war jetzt die Hilfe von aussen und was ist vielleicht einfach deine, und ich sage jetzt nicht einmal deine Leistung, aber das, was du ausgelöst hast, was etwas in dir ausgelöst hat im anderen, das kann es auch sein.
Christian
Ja, logisch. Ich bin Kanal. Ich bin Kanal von dem Göttlichen, vom Universum, von meinen Kumpels und meinen ganz, ganz vielen Helfern, die ich hier oben habe.
Das bin nicht ich alleine.
Marco
Wenn wir jetzt einfach mal einen Moment lang theoretisch überlegen würden, könnte das sein, oder trotzdem könnte das sein, dass du das auch wärst ohne den Kanal? Nein.
Christian
Es gibt solche, die sich reduzieren und sagen, ich bin Heiler, Punkt. Ich sage ja, das ist der treffendste Ausdruck für das, was ich tue, was ich mache. Ja, ich bin Heiler.
Ja, das ist richtig. Aber es gibt nicht nur mich, sondern es gibt viel mehr, das hier zusammenspielt. Und mich alleine, ohne meine Kumpels, in dem Sinn unvorstellbar.
Nur einfach, weil einer hersteht und sagt, ich bin jetzt Heiler und ich mache jetzt das. Ja, das gibt es in dem Sinn nicht. Es gibt solche, die das Gefühl haben, die dann aber wirklich mit ihrem Ego arbeiten, die auch sagen, ich habe dem Menschen geholfen.
Und da muss ich sagen, ob ich geholfen habe, oder ob meine Kumpels geholfen haben, oder wir als Team geholfen haben, das ist eigentlich völlig egal. Die Hauptsache, es geht etwas, es passiert etwas. Aber ich weiss, dass es ohne meine Kumpels, ohne das Göttliche in dem Sinn, kann ich nichts machen.
Marco
Okay, das ist jetzt dein Bild. Und das stimmt natürlich auch überall mit ganz vielen Gotteserfahrungen, Jesuserfahrungen. Es gibt ja relativ grosse Studien, die Leute befragt haben, die persönliche Erfahrungen hatten mit irgendeinem Gottesbild.
Diese Erfahrungen gehen ja wahnsinnig weit auseinander. Was auch darauf hinweist, es gibt nicht den Gott, denn dann würde er wahrscheinlich allen gleich erscheinen und nicht sehr unterschiedlich. Aber er erscheint ihnen in irgendeiner Form.
Meistens in der, die sie schon vorher angenommen haben. So ist er und so kommt er dann. Was, glaube ich, für diese Leute dann durchaus stimmt, und man muss das eben auch gelten lassen, das sind ihre persönlichen Erfahrungen.
Ebenso, wie du deine persönliche Erfahrung auch machst. Ich selber hatte so eine. Ich weiss nicht, wie das ist, aber ich muss es für möglich halten.
Christian
Ja, sicher. Weisst du, wie gesagt, diese Wunder, die hier geschehen dürfen, die hier passieren, die wirklich passieren. Sie sind hier, ja, sie sind aber auch hier, weil, wir haben gestern zuhause noch einen Doktor angeschaut, eines der sogenannten Wunderheiligen, eines der Schulmediziner, wo eine Krebspatientin geheilt worden ist, obwohl man gesagt hat, er lebe noch zwei Monate.
Für sie ist das ein Wunder. Und dann hat es auch solche, die auf Lourdes sind und dort diese Menschenströme gefunden sind, und schlussendlich geheilt worden sind, ja. Und diese Heiligen, die werden ja dann in Lourdes gesammelt, es gibt ja dort ein Büro, und die untersuchen das ganz genau, wie das abgelaufen ist, und publizieren das auch, und scheinbar gibt es wirklich belegte Fälle, irgendwo, ich glaube, 72 oder 76 mittlerweile, die wirklich ganz klar dokumentiert sind, dass wir vorher gesehen haben, die waren krank, bewiesen krank, und sind nachher bewiesen geheilt gewesen, die dann für sie als Wunder gelten. Weil sie lernen dann nicht alles als Wunder gelten, sondern wirklich nur dort, wo sie den Beweis haben. Und das ist aber auch, in meiner Arbeit ist das absolut das Schwierigste, dass du dich als Mensch einfach schlichtweg rausnehmen kannst.
Ich bin wohl der Christian, ich bin der Christian, der der gleiche Mensch ist, wie er vorher war, der genau, mehr oder weniger genau gleich lebt, wie ich vorher gelebt habe, bevor ich das schlussendlich dann gemacht habe, was ich heute mache. Und ich weiss auch heute, warum ich das alles gemacht habe. Ich musste Unternehmer werden mit 23, nach diesem Unfall konnte ich meinen Beruf nicht mehr ausüben.
Ich musste mich nicht mehr umorientieren, obwohl ich mit Leib und Seele Automechaniker war. Aber ich konnte den Beruf nicht mehr ausüben, weil der Arm zu einem Teil verstifft war und so konnte ich nicht mehr Autos schaffen. Und da bin ich halt mit 23 selbstständig geworden.
Das wurde an mich hergetragen und ich habe es dann gemacht. Und bin mit diesem Unternehmen ja sicher auch sehr, sehr erfolgreich geworden. Und habe das dann aber mit 39 aufgegeben.
Aber all das, was ich erlebt habe, sei das als Unternehmer, was ich erlebt habe als manchmal engstirniger Berner Oberländer, was ich hier erlebt habe, durch mein So-Sein, durch mein Anecken, durch meine offene Meinung, Kundtuung, was auch immer. Es hat alles zusammen gebraucht um mich als Mensch, als Person zu festigen. Zu dem Zeitpunkt, wo wirklich das gekommen ist, dass ich das einfach machen muss, weil meine Hände mein einziges Kapital sind, das ich überhaupt hatte.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich materiell alles verloren. Ich hatte schlichtweg nichts mehr. Und da hat es für mich dann auch gestimmt und hat es für mich auch gepasst, dass ich das machen konnte.
Aber ich habe sämtliche Lebensabschnitte, die ich hatte, mit all dem Scheiss, den ich erlebt und durchgewebt habe, es war alles schlussendlich ein Geschenk, dass ich so viel erlebt habe, ich habe in meinem Leben wirklich extrem viel erlebt, dass ich durch das so viel gelernt habe und einfach heute einfach so hinschauen kann, okay, ja, das war es, das war es, ja, das kann es geben, dass mein Ego in dem Sinn wirklich so vollkommen weggenommen worden ist.
Dass ich einfach wie, ich sage jetzt einmal, heute sage ich das wie so als weiser Mann in dem Sinn kann hier stehen und zuschauen, was läuft hier in dieser Welt draussen, was läuft mit dem Klient, was läuft hier und manchmal darüber lachen, manchmal den Mund öffnen oder was auch immer, dass ich aber das, wie soll ich sagen, nicht mehr mit meinem Ego, mit meinem Willen machen, sondern wirklich ich als Mensch, so wie ich es in diesem Moment genau so
Marco
empfinde. Und da siehst du jetzt irgendwo einen Gott oder etwas Göttliches dahinter oder darüber?
Christian
Ja, weil all das, was ich in meinem Leben erlebt habe, eigentlich ein riesiges Geschenk ist. Jeder Tiefpunkt und jeder Scheiss, den du irgendwie durchmachen musstest, es ist ein Geschenk, es hat dich irgendwo wieder weitergebracht, es ist schlussendlich immer wieder gut geworden. Aber ich sage immer, wenn du auf dem Gipfel hochkommen willst, dann musst du zuerst ins Tal runter, du musst ins Tal, du musst durch das Bachbett durchlaufen und erst dann geht es wieder irgendwo auf den nächsten Hügel hoch.
Und wenn du das nicht machst, dann geht es nicht, dann bekommst du den Höhenkoller und dann bekommst du einfach die Spinnen und es ist halt einfach so, es gibt kein Plus ohne ein Minus und es muss wirklich ausgeglichen werden. Und ich denke, je mehr Minus du hattest, desto mehr Wertschätzung und Akzeptanz hast du an deinem Plus, den du danach hast. Und das ist das, was mir sicher sehr viel geholfen hat.
Und ich darf schlussendlich sagen, ich habe nie gedacht, wieso passiert das mir, wieso genau jetzt ich und und und. Es ist ein Punkt, ich muss es nicht bis auf tausend und zurück hinterfragen, sondern es war jetzt einfach so und es kommt wieder gut. Und wir laufen weiter, auch wenn du vielleicht noch nicht auf den Beinen bist, aber du machst weiter und gehst vorwärts und erfährst dein Leben.
Ich habe mein Leben erfahren.
Marco
Und wenn wir jetzt wieder auf unsere Anfangsfrage zurückkommen, gibt es einen Gott und wenn ja, wer ist er, wie ist er? Wie kann man es knapp ausgedrückt zusammenfassen?
Christian
Es gibt einen Gott in hunderttausend verschiedenen Formen. Ja.
Marco
Soweit bin ich total einverstanden.
Christian
Aber es gibt nicht einen Gott in dem Sinn, wo irgendjemand sagt, so ist er, so ist er, so ist er oder so ist er. Das ist in dem Sinn, das will er nicht. Ich meine, weisst du, ich habe auch schon meine Kumpels, wenn ich irgendwie in einer Situation war, wo ich dachte, habe ich das richtig gemacht?
Habe ich mich richtig verhalten? Tut man das, macht man das? Habe ich auch schon angeguckt und gesagt, meine Kumpels, jetzt stehe ich schnell etwas an, habe ich mich so verhalten dürfen?
Habe ich das so sagen dürfen? Habe ich so handeln dürfen? Und dann, für mich ist es halt so, die sind wirklich da.
In dem Sinn, ich kann nicht sagen, wie die aussehen. Es ist einfach, wie du schon gesagt hast, es ist einfach wie eine Energie da. Es ist eine Stimme da und es ist ein Gefühl da und es sind Emotionen da und das ist das, was ich wahrnehme.
Und in dem Moment, wo ich zum Beispiel jemanden so etwas gefragt habe, haben sie einfach nur gelacht und gesagt, Christian, es gibt nichts, was man nicht darf und nicht tut. Sondern, es ist alles eine Erfahrung und es ist alles irgendwo, hat es seinen Zweck und seinen Sinn. Also, mach dir keine Gedanken, drüber.
Und wenn irgendetwas war, was man vielleicht nicht hätte machen sollen, irgendwann kommt es dann halt vielleicht wieder auf einen zurück. Man sagt ja auch, was man aussendet, kommt auf einen zurück. Und das stimmt halt schon ein wenig.
Und wenn ich halt vielleicht einmal einen Scheiss gemacht habe, oder vielleicht irgendwie, ohne dass das bewusst war, wie soll ich sagen, vielleicht jemanden ja nicht so behandelt habe, wie man das eigentlich sollte, dann kommt es halt einfach irgendwo in einer anderen Form auf einen zurück. Und es ist dann auch nicht so lässig, aber es ist dann halt vielleicht die Antwort, die mein Verhalten schlussendlich ausgelöst hat. Und da habe ich natürlich auch schon einiges erfahren, wo ich auch sagen musste, oder wenn ich zurückdenke, wie haben wir früher gesprochen, wie haben wir als 1920-Jährige, wenn wir im Wirtshaus gesessen sind und ein Bier getrunken haben und es lustig hatten, wie haben wir manchmal über die Leute geurteilt, oder über jemanden gesprochen?
Sagen das früher zum Beispiel irgendwie, das ist ein Judenmädchen, oder das ist das, oder irgendwie so, was ich mir heute denke, und irgendwie, wir waren eigentlich so stinkfreche Typen, aber es war halt einfach die Zeit und es ist, ja, heute denken wir anders und wir sind ja ein bisschen schleuer geworden.
Marco
Genau, vielleicht haben wir es früher einfach nicht besser gewusst. Ja, das lassen wir glaube ich so stehen, inklusive dem Gottesbild, das wir jetzt ein wenig eingekreist haben. Wenn jemand ein konkretes Bild hat, dürfen wir das gerne behalten?
Christian
Ja, ich lasse schlichtweg jedem seine Meinung, jedem seine Wahrheit stehen. Ich lasse meiner Schwester und meinem Bruder, der mittlerweile auch in einer solchen Gemeinschaft ist, oder eingezogen worden ist, es ist für mich kein anderer Mensch. Er darf eine andere Einstellung haben, er darf eine andere Meinung haben und ich lasse das halt einfach so stehen, aber ich möchte auch, dass man auch mich und meine Meinung und meine Wahrheit in dem Sinne eben auch so stehen lässt.
Also, es gibt ja ein paar Dinge, die eben auch stimmen, mit diesen zehn Geboten zum Beispiel, die sicher viel Wahrheit haben, aber das hat nichts damit zu tun, dass das irgendjemand mal gesagt hat, sondern, ja, man soll nicht lügen. Ich lüge nicht. Ich erzähle halt vielleicht nicht immer die ganze Wahrheit, wenn es um etwas geht oder wenn es heikel ist.
Aber das sind halt einfach Dinge, die, ja, die sollten eigentlich als normaler Mensch hier drin sein und die sollte man sich auch so verhalten. Auch wenn man eben vor 30, 40 Jahren sich nicht dementsprechend verhalten hat. Aber heute soll es so sein und das ist eigentlich das Wichtigste.
Stehen und stehen lassen. Und, äh, ja, mein Vater hat früher immer gesagt, wenn irgendwie etwas war, hat er gedacht, hat er gesagt, ja, ja, die sollen das erste Mal vor der eigenen Haustür waschen. In dem Sinn, also, waschen, dort, wo es sein soll.
Stehen, wo es sein soll. Bis dann. Schönen Tag.




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