Sonderausgabe zum 1. April von Christian
- frautschi
- 16. Apr.
- 9 Min. Lesezeit

Ja, das Leben ist kein April-Scherz. Diese Karte habe ich gefunden vorne im Warteraum von meiner Praxis. Und dieser Text kam als sogenanntes Strandgut einmal zu mir.
Und ich fand ihn recht gut, aber ein bisschen etwas geändert und angepasst und so. Und habe das auf eine solche Karte, die bei mir aufliegen, aufgedruckt. Und jetzt möchte ich die mal euch vorlesen.
Und noch vielleicht zwei, drei kleine Erklärungen dazugeben. Heute ist der erste April bei uns da in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Und das ist wirklich kein April-Scherz.
Erst April, Mittwoch 2026. Ja, also, ich fange mal an mit diesem Text. Das Leben ist kein April-Scherz.
Darum fange heute an damit Leben. Also, fange heute an damit alles, worauf du Lust hast, mach es. Schiebe es nicht länger heraus.
Sag nicht irgendwie, ich kann das morgen, nächstes Jahr, übernächstes Jahr oder was auch immer. Mach das, mach es jetzt. Und zögere nicht irgendwie mit irgendeinem anderen Argument, mit irgendeiner Selbstlüge oder was auch immer, etwas nicht zu tun, was du schon lange hättest tun sollen.
Denn es ist dein Leben. Tu, was du liebst und tu es oft. Also jetzt ist noch ein paar Tage vor Ostern.
Ostern ist so ein Tag, da werden so Schokoladehasen verteilt und verschenkt und gekauft. Und was du liebst, sollst du tun und du sollst es oft tun. Also jetzt genau an Ostern und ein paar Tage nachher darfst du mit gutem Gewissen die feinen Schokoladehasen essen und geniessen.
Wir dürfen eines nicht vergessen. Osterhasen, die sind ja da aus der Region, von den Bäckereien in der Region, also es ist regional. Und es ist immer an Ostern Osterhasen, also es ist auch saisonal.
Und was willst du noch mehr als regional und saisonal einen Osterhasen verdrücken. Also, was du liebst, tu es oft, mach es oft. Wenn dir etwas nicht gefällt, ändere es.
Wenn dir dein Job nicht gefällt, dann kündige. Ja, viele sagen jetzt, ich kann doch nicht einfach kündigen aus dem Nichts heraus. Doch, das kannst du.
Weil, wenn du in einem Job unglücklich bist, dann schlägt es früher oder später auf deine Gesundheit, auf dein Gemüt. Und das ist ungesund. Also, kündige, such den Job, der für dich bestimmt ist und der dir Spass und Freude macht.
Und dann sag dir auch dein Körper und deine Gesundheit Danke. Du musst nicht daran denken, wenn ich jetzt kündige, wer findet dann meinen Chef als Ersatz für mich. Das ist doch nicht dein Problem.
Dein Problem, das du für dich und deine Gesundheit schauen musst. Also, lass dieses Problem beim Chef. Und er wird ganz bestimmt jemanden finden, der in diesem Job, wo du unglücklich bist, halt dann vielleicht glücklich ist.
Es gibt nichts einfacheres als das. Solltest du auf der Suche sein nach der Liebe deines Lebens, lass es. Du kannst nicht die Liebe deines Lebens suchen, sondern lebe dein Leben und die Liebe wird dich finden.
So einfach ist das. Man kann nicht mit dem Kopf die Liebe des Lebens suchen. Das funktioniert nicht, weil dann bist du völlig auf das fixiert.
Und dann weiss man, dass das schon einmal nicht immer gut enden kann. Aber lebst du dein Leben, lebst du deine Hobbys, lebst du deinen Traum, lebst du deinen Job oder was auch immer und bist aufgestellt, bist glücklich und zufrieden mit dir, dann kann eine entsprechende Person auf dich zukommen, kann dich so sehen, wie du wirklich bist. Und wer weiss, vielleicht wird das die Liebe deines Lebens.
Ja, wenn du anfängst, Dinge zu tun, die du liebst, wann sollst du dann sonst anfangen? Eben, jetzt. Fange an, Dinge zu tun, die du liebst. Mach ein Hobby.
Mach aus deinem Hobby Spass und Freude. Und wenn du denkst, das und das gefällt mir nicht mehr, ändere es, mach was anderes. Wenn dir irgendwie etwas Freude macht, wo vielleicht andere denken, was macht denn der, der ist irgendwo, dann ist es scheissegal.
Dann mach es genau darum. Und noch überhaupt, ist da eine Schraube locker, hat das Leben ein bisschen mehr Spiel. Also, hör auf, alles zu analysieren.
Das Leben ist einfacher, als du denkst. Nimm nicht irgendwie irgendwelche Situation oder was gerade geschehen ist oder geschieht auseinander. Lass es doch einfach so, wie es ist.
Wenn du für dich persönlich etwas ändern musst, ja, dann mach es, dann ändere etwas. Du kannst nicht so, wie jetzt im Moment, wo die Benzinpreise unheimlich in die Höhe geschossen sind in den letzten paar Monaten, kannst du das nicht ändern. Du kannst einfach sagen, okay, vielleicht fahre ich ein bisschen weniger.
Oder auf die andere Seite, ich leiste mir das, weil wenn ich für mich das investiere, für meine Freude, für mein Hobby, wie z.B. für mich, das Herumfahren mit einem Oldtimer, dann mach doch das glücklich. Wenn ich einmal gestresst bin vom Alltag, von allem, was ich vielleicht tun oder machen sollte oder müsste, und irgendwie dann halt als hyperaktiver Denker ein bisschen überhaupt nicht mehr zur Ruhe komme, was mache ich dann? Ich gehe in die Garage runter, nehme einen meiner Oldtimer, lasse ihn laufen und tschüss und weg. Und ich bin schon oft in meinem Leben wirklich am Anschlag gewesen, egal wo und in welcher Situation.
Aber wenn ich dann anschließend mit meinem Oldtimer z.B. um den Zürichsee gefahren bin, bin ich so als zufriedener und glücklicher Mensch nach Hause gekommen. Ja, also, wenn du isst, das ist ja auch noch ein Thema nebst den Osterhasen, wenn du isst, geniesse jeden Bissen. Geniesse wirklich jeden Bissen.
Schlinge nicht das Essen einfach runter, sondern geniesse es. Spüre in deinem Gaumen, in deinem Mund, was dieses Gemüse oder dieses Fleisch oder was auch immer dir einen Geschmack schenkt. Wie du das liebst, wenn du vielleicht an irgendetwas merkst, hab ich nicht so gern.
Okay, geniesse es trotzdem. Und das nächste Mal kannst du ja dann wieder etwas anderes essen. Wenn du atmest, ziehe das Leben in dich hinein.
Das Leben ist da zum Erleben. Die Luft brauchen wir, um zu leben. Wenn wir schon die Luft, den Sauerstoff einatmen, dann sollen wir es doch dementsprechend auch in unserem Körper verwerten und das mit unserem Körper, mit diesem Sauerstoff, mit diesem Benzin für uns, etwas Sinnvolles tun.
Zum Beispiel Joggen gehen, Radfahren gehen, Schwimmen gehen. Ist zwar noch ein bisschen kalt im Zürichsee, aber ist auch möglich. Eisbaden ist auch ganz gut.
Das weckt die Sinne und macht sicher Spass. Wenn du denkst, dann denke deine eigenen Gedanken, egal was andere denken, egal was andere von dir erwarten oder in der gleichen Situation, in der gleichen Angelegenheit denken. Denke mit deinen eigenen Gedanken.
Dein erster Gedanke in einer Situation, dein erstes Gefühl, deine ersten Worte in einer bestimmten Situation, das sind die, die kommen aus der Seele. Das sind deine Worte. Also hör auf, dich anzupassen, hör auf, die Worte in deinen Mund zu nehmen, die nicht von dir sind oder die einfach gehört werden möchten.
Schliesslich bist du ja nicht ein Politiker, der etwas durchbringen will im Sinne der Partei oder des eigenen Egos. Oder was auch immer. Wenn du gern einfach nur zum Himmel schaust, leg dich hin und schau den Vögel in den Arsch.
Ja, es ist wirklich so. Wir sollen nicht in den Boden hineinschauen. Wenn wir in den Boden hineinschauen und das Gefühl haben, ich muss schauen, wo ich gehe, dann fallen wir hin.
Weil irgendwo haben wir dann den Fokus nicht auf dem Weg, sondern nur gerade vielleicht vor die Füsse. Und das ist nicht immer gut, sondern unser Weg geht dorthin, wo wir hinschauen. Ich habe das auch gelernt auf dem See, wo ich die Bootsprüfung gemacht habe, hat der Fahrlehrer gesagt, dort wo du hinschaust, dorthin fährst du.
Also, sei aufmerksam, wo du hinschaust, und dann fährst du dorthin, und zwar weit voraus. Wenn du Horizonte sehen willst, dann schaue den Horizont an. Oder wenn du den Himmel sehen willst, leg dich in das schöne Gras, das jetzt schön wächst.
Du kannst noch zuhören, wie das Gras wächst im Moment. Und schaue den Vögeln oder den Möwen oder den Milans oder was auch immer in den Arsch. Sorry, der Ausdruck, aber es ist effektiv so.
Öffne deinen Geist, deine Arme und dein Herz für neue Menschen und Dinge. Sei nicht stur und sei nicht immer gefangen in deiner kleinen Umgebung, in deiner Sippe oder was auch immer, oder nur in deiner Familie. Es gibt noch vieles anderes mit vielen anderen Meinungen.
Und auch da gibt es Menschen, die ein offenes Herz haben und die das Herz gegenüber dir auch öffnen. Und vielleicht, ah ja, da wäre ja wieder dieses mit der Liebe. Vielleicht öffnet sich dann auch ein Herz für die Liebe des Lebens.
Wer weiss. Also, unsere Unterschiede sind wertvoll und inspirieren uns selbst zu sein. Wenn jemand anders ist, dann erkunde diese Person.
Erkunde, wie er denkt und warum er auf diese Gedanken kommt. Warum er anders funktioniert. Ich finde es unheimlich spannend, mit Menschen zu arbeiten, die mich herausfordern.
Ich finde es unheimlich spannend, mit Menschen zu diskutieren, mich auszutauschen, die nicht meiner Meinung sind, sondern ich liebe die anderen Meinungen, um selbst vielleicht darüber auch Gedanken zu machen, wie man es sonst noch sehen könnte. Wie man vielleicht eine andere Meinung auch stehen lassen kann, was eigentlich sein sollte. Und wenn es für dich noch hilft, um irgendwo da weiterzukommen, ist doch das umso besser.
Andere Gedanken, andere Einstellungen, andere Lebenseinsichten, die sollen inspirieren und nicht abstossen. Gehe auf die Reise deines Lebens. Ohne Wegweiser, denn das ist der Weg.
Du brauchst kein Ziel, sondern deine Füsse. Gerade heute hat mir jemand gesagt, ich will, dass mir jemand sagt, wohin es geht. Ich will, dass mir jemand sagt, was ich tun soll und was ich muss.
Ich habe dann dieser Person geantwortet und gesagt, ja, aber das haben doch deine Vorfahren mit dir schon gemacht. Sie haben dir gesagt, was du zu tun hast, was du machen sollst. Und wenn du jetzt völlig orientierungslos in der Welt herumsteuerst, hat es dir scheinbar eben nichts gebraucht.
Also, mache das, was du gerne machst, was du Freude hast. Schau auf deinen eigenen Wegweiser und dein Herz, deine Intuition, deine Freude, dein Spass, irgendetwas zu tun. Das ist dein Wegweiser.
Zudem, es gibt nie einen falschen Weg. Nein, es gibt nur vielleicht Umwege. Und glaub mir, ich bin seit 65 Jahren auf dieser Welt und ein bisschen mehr.
Und noch ein bisschen weiser, das klingt gerade so gut. Ich denke schon, das bin ich schon. Aber weiser bin ich nicht nur immer vom direkten Weg geworden, sondern auch von den ganz, ganz vielen Umwegen.
Der direkte Weg ist nicht immer der schönste, vielleicht im Moment der einfachste, aber im Nachhinein vielleicht auch der schmerzhafteste. Und eben, du brauchst kein Ziel, sondern deine Füße. Also, geh doch einfach, geh vorwärts.
Wie jemand sagt, ich möchte mal eine Weltreise machen. Dann sage ich ja, dann mach, fang an, lauf los. Ja nein, ich kann nicht, ich habe kein Geld, ich kann mir das nicht leisten.
Aber du hast eigene Füsse. Auf diesen Füssen kannst du gehen. Und wenn du den Weg gehst, dann kannst du sicher irgendwo übernachten, du bekommst irgendwo Essen, du kannst vielleicht jemandem helfen, auf einem Bauernhof oder auf einer Baustelle oder wo auch immer, kannst ein paar Franken verdienen, kannst das Essen finanzieren und kannst wieder weitergehen.
Das Leben dreht sich um die Menschen, die du triffst und Dinge, die du mit ihnen erschaffst. Also, das Leben dreht sich um Menschen, die du triffst. Wenn du nicht hinausgehst, wenn du einfach zu Hause sitzt und nichts machst und dich mit Trübsalblasen beschäftigst, dann kannst du mit anderen Menschen nichts erschaffen.
Also geh doch irgendwo in einen Sportclub, in einen Verein, Musik, Gesang, Fussball, Eishockey, Schwimmen oder was auch immer, Radfahren, aber geh und mach es, erschaffe es mit denen, weil miteinander Fussball spielen, miteinander Radfahren, miteinander Schwimmen oder was auch immer, das gibt Spass und Spass und Freude am Leben ist ein riesen Geschenk. Also, zieh los und erschaffe etwas. Life is too short.
Ich kann nicht Englisch oder ein bisschen, aber diesen Satz kann ich und der ist da drin. Den verstehe ich sensationell gut. Life is too short.
Das Leben ist zu kurz. Also, lebe deinen Traum und teile deine Freude und deine Leidenschaft. Liebe dich und du wirst geliebt.
Und das alles ohne Aprilscherz. Das war mein Wort zum 1. April 2026. Und die Worte, die Sätze stehen da auf der Karte.
Da, da, da, da und hinten im Warteraum. Oder wenn du ein Buch bestellst, dann bekommst du diese Karte auch dazu. Und denke, ja, es kann doch inspirieren, oder? Okay, dann wünsche ich dir frohe Ostern und geniesse die Osterhasen und vergiss nicht, esse wirklich qualitativ gute Osterhasen, weil der Magen wird es dir verdanken.
Und Smile wird es nur geben mit gutem Schokolade. Also, Tschüss!




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