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Folge 52 Christian zu Gast bei Flowinyou Podcast

  • frautschi
  • 16. Apr.
  • 48 Min. Lesezeit

Raphael

Herzlich willkommen im Flowinyou Podcast. Unsere Vision, deine Inspiration. Therapeut, Autor, Verleger, Medium und Professor des Lebens Christian Frautschi.

 

Mein Name ist Raphael Fässler und ich arbeite als Therapeut, Mentor und Speaker. Wir wünschen euch ganz viel Freude und Inspiration beim Hören. Wie geht es dir, Herr Christian?

 

Christian

Super, ein bisschen müde, ein bisschen viel gearbeitet. Für mich ist es ja nicht das Arbeiten, aber viel präsent sein. Es ist eine etwas strenge Zeit.

 

Das versteht man auch. Man kann nicht einfach alles ausklinken. Es gehört zum Leben, es gehört dazu.

 

Ich liebe die Herausforderungen. Ich liebe die schwierigen als die einfachen Zeiten. Dann ist man als Mensch mehr gefragt.

 

Kann man spontaner sein? Ich liebe das schon so.

 

Raphael

Ich versuche meinen Leuten in der Praxis mitzugeben, dass es immer eine riesige Chance ist. Wir haben so viel passiert im Leben, dass man mitkriegen und mitmachen kann. Es geht ganz viel um das.

 

Ich habe das Gefühl, dass man die Verantwortung übernimmt.

 

Christian

Wichtig ist, dass das, was draussen läuft, mit uns persönlich nichts zu tun hat. Das muss man sich bewusst sein. Das sage ich auch immer ich als Therapeut.

 

Ich höre unheimliche und wahnsinnige Geschichten, die ich mitbekomme, wenn ich mit den Leuten arbeite. Aber es hat mit den Leuten, die es draussen läuft, persönlich nichts zu tun. Darum dürfen sie bei sich bleiben und sich anschauen und das dementsprechend lösen.

 

Raphael

Weisst du, was die Vorname Christian bedeutet?

 

Christian

Christian, was das heisst? Als ich im Konfirmationsunterricht war, hat der Pfarrer mir gesagt, dass ich eigentlich Jesus Christus heisse. Ich habe das so stehen lassen.

 

Raphael

Anhänger Christi oder der Christliche, abgeleitet vom griechischen Wort Christianos, das wiederum vom Christus, Messias, der Gesalbten, zurückgeht. Das Wort hat eine starke religiöse Bedeutung und bezeichnet ursprünglich die Anhänger des Christentums. Inwiefern gehst du mit diesem Namen in Resonanz?

 

Mit der Religion, Pfarrer, der Namen.

 

Christian

Also mit der Religion selbst, katholisch, reformiert oder was auch immer, mit dem habe ich diesbezüglich überhaupt keinen Hut. Aber ich glaube in diesem Sinne an Gott respektive. Es gibt etwas hier oben, das nicht erklärbar ist.

 

Ich arbeite mit denen, ich habe meine geistigen Helfer hier oben. Ich habe meine Heilen hier oben mit denen, mit denen ich arbeite. Das ist ein ganzes Team, eine riesengrosse Auswahl an verschiedenen Bereichen, die ich beanspruchen darf.

 

Für mich sind das einfach Kumpels. Egal wer wie wo, wir sollen auf der gleichen Ebene sein, wir sollen Kumpels sein miteinander. Das ist für mich wichtig.

 

Dass es so etwas gibt, das wissen wir alle. Die einen sind etwas gläubiger, die anderen sind weniger gläubig. Ich kann das in diesem Sinne so stehen lassen, wie es für jeden stimmt.

 

Ich habe ja auch gerade letztes Jahr einen Podcast gemacht, «Glaubst du an Gott? Wenn ja, was er dir sagt oder was auch immer». Dort habe ich natürlich auch ganz klare Reaktionen erhalten, wo man dann geschrieben hat, Gott gibt es nur in der Bibel.

 

Die Bibel, das ist das, der wahre Gott und alles zusammen. Gut, ich lasse das stehen, das ist deine Meinung. Ich weiss, dass es mehr gibt.

 

Ich habe von Anfang an, seit ich das mache, was ich heute mache, erfahren und auch schon auf ganz anderen Wegen erfahren. Ich weiss, dass es mehr gibt und das ist auch okay. Dafür darf man auch dankbar sein.

 

Nicht unterwürfig, aber dankbar.

 

Raphael

Und hier und da gehst du mit einem «Gasho-Bibli» auf die Bühne.

 

Christian

Ja, das ist natürlich auch so, wir sollen nicht immer alles so ernst nehmen. Ich meine, die Kumpels hier oben wollen es auch lustig haben und die verraschen mich teilweise auch. Ich habe eine Flotte, wie eine PC-7-Flotte von Meridian-Engeln, die dann durch die Köpfe gehen und die Meridianen öffnen.

 

Und ich möchte auch Freude und Spass am Arbeiten haben. Das, was ich mache, ist sonst schon genug ernst. Und sehr tragisch teilweise.

 

Aber wenn ich am Arbeiten bin, dann möchte ich auch Spass haben. Dann sage ich, dass sie schnell durchfliegen können. Und dann siehst du es irgendwo, und dann gehen sie hier hin und machen Pirouetten.

 

Ja gut, aber jetzt gehen wir wieder zur Arbeit. Und es soll spielerisch sein. Es muss nicht immer alles so ernst sein.

 

Und je fröhlicher und aufgestellter man auch denen gegenüber ist, desto mehr können wir ihnen auch helfen. Und das ist effektiv so. Ich meine, ich hatte auch schon x-Klinge in meinem Leben.

 

Ich habe ganz, ganz viel erlebt. Verrückte Dinge auch. Und ja, wo ich auch gesagt habe, «Liebgott, jetzt trinken wir ein Bier miteinander».

 

Und ich möchte jetzt hier Klarheit.

 

Raphael

Kommen wir noch zu deinen Herausforderungen. Zuerst möchte ich wissen, wie würde deine beste Freundin dich beschreiben?

 

Christian

Ja, das ist schwierig. Meine Frau sagt manchmal, «Ich weiss eigentlich nicht, was du machst. Ich weiss, dass du es machst, aber ich kann es nicht beschreiben.

 

Ich weiss es nicht.» Was die eigentliche Frau sagt, die mit mir hier arbeitet. Ich weiss nicht, es ist nicht unerklärlich für sie, aber sie hat ihre Fähigkeiten auch. Aber eben so wie ich dann wirklich arbeite, sehr besetzt in dem Zeitpunkt, in dem ich mit dem Klienten dran bin, sagt sie, ich weiss es nicht, ich kann es nicht erklären.

 

Letztens hat jemand geschrieben, für mich sei sie einfach eine mystische Person. Jedes Mal kommt irgendwie etwas hervor. Auch wenn ich ihre Bücher lese, lese ich jedes Mal etwas anderes.

 

Für sie ist es unheimlich mystisch, aber es macht es auch spannend.

 

Raphael

Ein Kompliment für dich da, privat, wie bist du?

 

Christian

Ganz normal. Ich bin ganz normal. Ich bin der Christian, wie ich vorher auch war.

 

Ich bin in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Es heisst, das Haus bleibt bei den Leisten und das bin ich immer geblieben, auch als Mensch. Ich weiss, wohne ich, in welcher Familie ich geboren wurde.

 

Das Geschenk ist, einen normalen Hilfsarbeiter als Vater zu haben, eine Mutter mit vier Kindern. Das ist für mich wichtig, dass ich dort bleibe und so bin. Ich bin mit allem drum herum.

 

Ich bin manchmal ein riesiger Spinner. Früher bin ich in die Öffnung gefahren, wie ein riesiger Arsch, auf Deutsch gesagt. Aber für mich war das mein Ausgleich zu der Hyperaktivität.

 

Mich hat eh niemand verstanden, wie ich war, was ich gemacht habe. Von daher war das für mich ein Ausgleich, die Maschinen und ich, wir waren eins. Wir haben ganz verrückte Dinge gemacht, auch schwere Unfälle.

 

Der Christian ist an und für sich immer noch der gleiche. Er fährt heute noch immer noch TÜV, nicht mehr die schnellen, einfach gemütlich. Früher war mein Herz immer für den TÜV und dann für das Auto.

 

Ich bin ein Motorenmensch, das fasziniert mich. Darum habe ich seinerzeit Automechaniker gelernt, weil ich Freude daran hatte, wie es mich fasziniert hat. Heute ist es nicht mehr mein Beruf, es hat mich lange bereitet, aber heute ist es mein Hobby.

 

Die Auto-Oldtimer, die restaurieren, sich mit den Ersatzteilen beschäftigen und allem drum herum. Das ist mein Ausgleich zu dem, was ich hier mache. Bist du noch selber am Machen?

 

Nein, ich bin ein unheimlich ungeduldiger Mensch. Ich weiss, viele sagen, das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn sie mich so wahrnehmen, haben sie das Gefühl, dass ich ein gemütlicher Mensch bin.

 

In der Praxis spricht er nicht, er kommt rein und macht, dann geht er wieder raus und sagt ein, zwei Sätze. Das mag sein, aber sie wissen ja nicht, dass in dieser Zeit drei, vier verschiedene Filme gleichzeitig ablaufen. Das heisst, dass ich hyperaktiv bin, was ich auch bin.

 

Ich bin auf verschiedenen Ebenen zuhause. Wenn es mal langweilig wird, bin ich ungeduldig. Wenn es nicht vorwärts geht, dann macht man es vorwärts.

 

Hier oben ist es unheimlich aktiv. Ich habe tausende Gesichter. Ein Freund sagte mal zu mir, dass ich wirklich tausende Gesichter habe.

 

Heute bist du so, morgen bist du so, übermorgen bist du so. Das ist extrem, wie sie mich wandeln. Es ist einfach je nachdem, was ich tue, was ich mache.

 

Finde ich schön.

 

Raphael

Kann ich ein wenig nachvollziehen, ungeduldig? Wenn du ungeduldig bist, gehst du auf den Sack oder stehst auf die Füsse. Wie würde ein D oder ein I dich beschreiben, wenn ein Zweiger nicht glücklich auf dich zu sprechen ist?

 

Was könnten das für Attribute sein?

 

Christian

Es gibt schon solche, die auf der einen Seite mit der Energie in den Schlag kommen. Und es gibt solche, die ein altes Bild eines Heilers haben. Es gibt solche, die in einem stillen Kämmerchen, in einem Hobbyraum oder in einem Keller gewirkt haben.

 

Möglichst versteckt. Niemand hat darüber gesprochen, man konnte es eh nicht fassen. Die, die das Klischee noch haben, die überfordere ich natürlich.

 

Erstens, wenn man hier in die Praxis kommt. Ich habe eine wunderschöne Praxis hier am See. Ich kann mir das in den letzten 27 Jahren erschaffen.

 

Es ist nichts anderes. Die Energie, die auch hier ist, ist einfach hier. Ich habe meine Energie nicht nur beim Arbeiten, sondern auch um mich herum.

 

Das ist meine Stube. Meine Praxis. Wir sitzen hier auch in der Praxis.

 

Und die Arten sind überfordert mit dem. Und da kommt schon Kritik. Ich nehme nur Kohle ab.

 

Ich habe keine goldigen Hände. Ich habe nur ein goldiges Portemonnaie. Das gehört dazu.

 

Je mehr Nieder, das du hast, desto erfolgreicher bist du eigentlich. Von dem her ist es okay. Sicher ist es manchmal mühsam, wenn jemand einen vernichtenden Kommentar schreibt.

 

Voller Hass und Wutgefühle. Das gehört dazu.

 

Raphael

Wie gehst du in diesem Moment damit um? Ist dir klar, dass wir von Anfang an mit einer guten Abgrenzung gesprochen haben?

 

Christian

Ich habe so viel erlebt in meinem Leben, dass mir solche Sachen völlig kalt lassen. Ausser eine Stimme sei nicht die Wahrheit. Wenn irgendetwas erfunden oder erzählt wird, geht es mir auf den Sack.

 

Das finde ich nicht fair. Ich habe absolut kein Problem mit Konfrontation. Ich habe kein Problem, wenn man mich kritisiert.

 

Das ist okay. Das ist auch gut. Das darf auch sein.

 

Aber wir dürfen bei der Wahrheit bleiben. Alles andere geht einfach nicht. Es ist, wie es ist.

 

Es nervt mich, wenn es nicht bei der Wahrheit bleibt. Das ist im Moment. Dann ist es okay.

 

Je nachdem kann ich von Anfang an darüber lachen. Ich bin die letzte Person in die Praxis gekommen, die so reagiert hat, dass sie damit nicht umgehen konnte. Obwohl sie selber Therapeutin war.

 

Man kann einfach nur darüber lachen. Dann weiss man schlussendlich genau, was kommt. Aber es muss so aussehen.

 

Raphael

Wahrheit. Was ist die Wahrheit? Warum bist du inkarniert?

 

Christian

Deine Seele? Dein Wesen? Ich habe eine Aufgabe, mich zu bewegen.

 

Ich habe eine Aufgabe, nicht nur da zu sein, sondern auch etwas zu bewirken. Das mache ich auch. Mit 39 hatte ich den Blick, das zu machen, was ich heute mache.

 

Das, was ich vorher als Unternehmer gemacht habe, war darauf hinzuarbeiten, mit allem Drumherum, was ich alles brauchen konnte. Es waren Geschenke. Die hat man dementsprechend mit auf den Weg genommen.

 

Raphael

Wenn wir die Geschichte des erfolgreichen Unternehmens eintauchen. Du bist vor dem Nichts gestanden. Wie bist du dann zu diesem goldigen Rucksack gekommen, den jeder von uns trägt, und trotzdem Christian geblieben bist, wie unsere Zuhörer und ich auch.

 

Wie ist das gegangen?

 

Christian

Ich bin Unternehmer seit 1923. Ich bin darauf hingekommen, weil mich gefragt wurde, ob ich mitmachen würde. Ich bin ins Business hineingekommen.

 

Ich habe gesagt, dass ich mitmachen würde. Mit einem Partner. Ich sah relativ schnell, dass er kein Unternehmer ist.

 

Er macht das gerne, hat aber kein unternehmerisches Denken. Wir haben uns getrennt. Er ist dann ausgestiegen.

 

Ich habe das dann 16 Jahre lang weitergemacht. Ich habe Autoeinsatzteile verkauft. Ich habe Grosserieteile verkauft.

 

Das heisst, wenn das Auto gerostet hat, und irgendwo bei einem Grosseriespanger oder Grosserieste in der Schweiz war, sind die Teile auf irgendeine Art und Weise von mir über verschiedene Händler zu den Endkunden gekommen. Die Autos haben nicht mehr gerostet. Die Autos sind besser geworden.

 

Der Umsatz ist eingebrochen. Meine Branche, in der ich tätig war, ist zusammengefallen. Die älteren Autos wurden exportiert.

 

Das war sehr krass zu dieser Zeit. Das Business ist zusammengefallen und zusammengebrochen. Ich musste schweben.

 

Von einem Tag auf den anderen habe ich gesagt, dass ich das nicht mehr mitmachen werde. Ich werde nicht nur Geld investieren, damit ich weiterarbeiten kann. Das kann nicht sein.

 

Es wird etwas anderes kommen. Was wusste ich nicht? Ich wusste schon, dass ich irgendwann mit Menschen arbeiten möchte.

 

Das wusste ich. Zuerst habe ich nichts gemacht. Ich habe einfach nur gechillt.

 

Das eine und das andere. Dann wurde ich von einer Bekannten angefragt, ob ich nicht in ihrem Business mitmachen möchte. Das war ein Start-up Unternehmen.

 

Das wäre eine gute Sache gewesen. Aber das Problem war, dass die Leute, die dahinter waren, nicht fähig waren. Aber das habe ich erst gesehen.

 

Ich habe das Gefühl, dass ich eine neue Herausforderung brauche. Ich will wieder aufbauen. Das ist das, was ich machen möchte.

 

Das reizt mich. Darum habe ich alles Geld, das ich hatte, investiert. Und habe es verloren.

 

Es war die falsche Seilschaft, die ich selbst ausgesucht habe. Was habt ihr gemacht? Es wäre darum gegangen, alles, was um Frauen herum ist, verschiedene Firmen aufzubauen.

 

Ich wäre dann ins Coaching gegangen. Coaching für Frauen speziell, was berufs- oder auch menschlich bezogen ist. Andere hätten dann irgendwelche Dienstleistungen angeboten.

 

Das wäre alles zusammen über eine Kreditkarte vernetzt worden. Die Idee war super. Es war sehr spannend.

 

Aber wie gesagt, es waren die falschen Leute. Sie hatten einfach eine grosse Schnur. Die Idee war sensationell.

 

Sie hatten einen Ferrari in der Garage. Sie sind aber mit einem Fiat 500 gefahren und auftraten. Sie haben das Geld des Ferraris verlockert.

 

So kurz beschrieben. Das führte mich dahin, dass ich nichts mehr hatte. Ich bin dann über eine Freundin nach Spanien gekommen.

 

Ich wollte einfach eine Woche ausklinken, nachdem ich entschlossen hatte, das Geschäft zuzumachen. Sie meinte, ich mache mein Geschäft zu. Dann brauchte ich eine Woche Auszeit, bis ich es dem Personal gesagt habe.

 

Freitagnachmittag um 12 Uhr. Abends um 5 Uhr habe ich das Geschäft zugemacht. Ich wollte bis zum letzten Tag, das ist meine Einstellung, möglichst perfekt und das so machen, wie es der Kunde eigentlich wünscht.

 

Um mein Gesicht nicht zu verlieren. Okay, das habe ich dann gemacht. Ich ging die Freundin nach Spanien besuchen.

 

Ich wusste aber nicht, dass ihr Vater ein Heiler ist. Ich habe viel mit ihrem Vater gesprochen. Er hat mir so viele Sachen erzählt.

 

Ich habe immer gesagt, dass ich das weiss. Ich wusste schon, bei mir hat das Leben lang immer etwas geschlummert. Nur als kleines Kind hat man mich mundtot gemacht.

 

Ich habe natürlich Sachen erzählt, die ich nicht wissen kann, die ich nicht sagen darf. Ich war ja eh schon der Pfleger, hyperaktiv und schwarzer Schaf in der Familie. Was soll es denn?

 

Mich hat man einfach mundtot gemacht. Irgendwie wusste ich schon, wenn es mal sein muss, dann ist es vielleicht so. Aber es war für mich damals noch nicht die Stimmung.

 

Dann bin ich in das andere Business, wo ich mein ganzes Hab und Gut verloren habe. Dann bin ich wieder zum Friedhof nach Spanien. Ich habe das Gefühl, dass ich mich zu wenig abgrenzen kann, zu wenig schützen kann.

 

Ich komme für das zu ihm hin. Ich habe einen Kurs am Wochenende. Das interessiert mich nicht, aber ich will nur das lernen.

 

Ich bin dort hinuntergegangen. Er hat mit mir dort einmal gearbeitet. Das war ein Moment, in dem es schlichtweg wie ein Tonnenknall war.

 

Ich fing an, mich zu hyperventilieren. Es wurde einfach nur noch alles schwarz. Auf einmal kamen da x-mal Farben.

 

Ich weiss nicht, was alles. Es war eine Zeit von 5-10 Minuten, in der es gekärscht hat. Ich bin dann etwas aufgewacht.

 

Für mich war es irgendwo spannend. Fred kam dann nicht mehr raus. Er sagte, ich sei speziell.

 

Ich sagte, ich will nicht speziell sein, ich bin nicht speziell. Fertig, Punkt. Seine Tochter, meine Freundin, hatte ein Leben lang Unterleibsbeschwerden und hatte Kopfschmerzen.

 

Sie fragte mich, ob ich mit ihr arbeiten könne. Ich sagte, ja, gut, dann fliegst du auf die Liege und ich arbeite mit dir. Ich arbeitete mit ihr.

 

Du hattest das noch nie gemacht?

 

Raphael

Nein.

 

Christian

Was macht man? Nichts. Ich hatte kein Interesse daran.

 

Ich sagte auch, ich glaube nicht daran. Wenn es jemanden gibt, der das kann, sollen wir es beweisen, aber vorher glaube ich es nicht. Das war immer meine Meinung, egal, worum es ging.

 

Sie stand dann auf. Sie war völlig verdutzt. Am Donnerstag Abend wollte ich wieder zurückfahren.

 

In der Schweiz kam sie zu mir. Sie sagte, du seist speziell. Ich sagte, hör auf.

 

Ja, es ist, wie ich dort wäre. Das ist so da. Ich sagte, ich will nicht speziell sein und bin nicht speziell.

 

Sie sagte, ich hatte ein Leben lang Kopfschmerzen und Unterleibsschmerzen. Ich sagte, du hast einmal mit mir gearbeitet und es ist alles weg. Mein Vater und niemand hat das hinbekommen.

 

Ich sagte, okay, gut. Ja, dann halt. Das war für mich so selbstverständlich, wie wenn wir hier eine Linie essen würden oder wie wir hier sitzen.

 

Das war so eine Selbstverständlichkeit. Da wurde mir schon bewusst, dass hier etwas ausgebrochen ist. Aber wie gesagt, ich wollte es ja nicht machen.

 

Ich wollte es nicht machen, weil ich mir gesagt habe, mit dem kannst du kein Geld verdienen. Ich war drei, vier Jahre vorher Ich kann nicht, wie ich alle wollen, für meine drei Kinder und alles zusammen finanzieren durch eine Arbeit, die eine Stunde, eineinhalb geht. Irgendwann solltest du 70, 80 Franken häuschen, sonst hast du ein schlechtes Gewissen, wenn du 100 oder 150 häuschst.

 

Ich sagte, ich kann das nicht, ich mache das nicht. Dann habe ich zuerst das andere Business gemacht. Das hat mich dann wieder hingeführt, als ich alles verloren habe.

 

Dann habe ich zu meinen Kumpels auf Deutsch gesagt, lieber geht das Business auf und sagt, was soll das. Und dann ist es halt einfach so, bin ich dann irgendwann nachts erwacht und habe gesagt, du bist reich. Ich sagte, hört doch auf mit diesem Scheissdreck, ich bin nicht reich, ich habe nichts mehr.

 

Ich habe weder das Essen, noch Benzin im Tank, ich kann nicht einmal mehr das Dorf kaufen. Und ich muss zum Haus aus. Ich stehe auf der Strasse in zwei Wochen, ich habe nichts.

 

Kommen meine Eltern und sagen, ich bin reich. Dann sagten sie, du bist reich, du hast heilende Hände, du hast goldene Hände, du bist reich. Ja, dieser Scheissdreck, ja.

 

Wie soll ich mich vermarkten? Es weiss ja niemand, dass ich das habe. Dann sagten sie, du wirst einmal ein Buch schreiben.

 

Und das wird bekannt werden und dann kommt es so. Okay, gut. Ja, redet noch ein wenig.

 

Gut, dann ging es noch ein paar Tage und dann war es dann wirklich völlig im Elend, auch gesundheitlich. Ich habe dann etwa drei Tage lang über 40 Grad Fieber gehabt. Es war irgendwie ein verrückter Prozess.

 

Ich konnte nicht einmal mehr zum Bett. Ich war völlig kraftlos. Und irgendwann habe ich gesagt, ja, ist gut, okay, ja, ich mache es.

 

Ich weiss nicht wie, aber ich mache es. Okay. Und dann irgendwie ist es halt, wie soll ich sagen, dann einmal okay gewesen.

 

Dann habe ich gesagt, gut, aber ich kann das nicht in der Schweiz machen, weil ich bin Unternehmer in der Schweiz. Und du kannst nicht jetzt einfach sagen, ich bin Unternehmer und jetzt kommt es am anderen Tag, ich bin heiler. Sorry, das geht nicht.

 

In meinem Leben geht das nicht. Und ich habe so viele Leute gekannt im Umkreis von 100 Kilometern, die ich mit einem Geschäftsflug zu tun hatte. Ich wandere aus.

 

Ich gehe nach Amerika. Das spielt sich keine Rolle. Dort kenne ich eh nichts und kenne niemanden und alles.

 

Dort ist es für mich einfacher, wieder frisch anzubauen und aufzubauen. Das war meine Meinung. Ja, okay, gut.

 

Dann habe ich gesagt, gut, dann verkaufe ich alles, was ich irgendwo noch habe. Was ich überhaupt noch habe. Ich habe schlichtweg alles verkauft und habe schlussendlich irgendwie durch das ganze Mobiliar und alles zusammen, was in diesem Häuschen war, das mich gehört hat, veräussert.

 

Und das hat irgendwie, ich weiss es auch nicht, 6'000 oder 7'000 Franken hat mir das eingebracht. Oder etwas mehr, ich weiss es nicht einmal. Ich habe gesagt, gut, okay, jetzt schauen wir weiter.

 

Dann bin ich per Zufall auf ein Zimmer gekommen, wo ich mich ermieten konnte, um reinzugehen. Ich hatte ja nur noch meinen Koffer, also mein ganzes Ab und Gut hatte immer einen Koffer in den Platz. Das war schon ein geiles Gefühl, auch wenn es so hart war.

 

Dann bin ich einfach weitergelaufen in meinem Leben. Eines Tages, ich weiss nicht mehr genau das Datum, irgendwann im Februar 2003 bin ich am Morgen erwacht, dann bin ich auf der Bettrandelle gesessen und da hat es geheißen, so, jetzt fängst du an und schreibst. Und Therapie hattest du dann schon?

 

Ja, ich habe das einfach irgendwo so ein bisschen nebenbei gemacht. Bei mir zuhause, hier noch im Häuschen, wo ich noch war, habe ich das nebenbei ein bisschen gemacht. Nebst dem, dass ich im anderen Business tätig war, bin ich am Abend an mich heimgekommen, habe die Managerkraft in die Ecke gestellt und habe die Liegen vorgenommen.

 

Dann kamen vielleicht ein oder zwei Leute an einem Abend, die es dann irgendwo erfahren haben von mir. Aber sonst habe ich eigentlich bis dorthin nicht mehr gearbeitet. Und dann bin ich hergekommen und habe das Buch geschrieben.

 

Das war mein erster Buch, die Wirbelsöhne-Serie. Und wie soll ich sagen, ich wusste gar nicht, was ich schreibe. Ich bin einfach hergekommen und habe geschrieben.

 

Es wurde durch dich geschrieben? Es wurde durch mich geschrieben, ja, auf den Erfahrungen, die ich schon gemacht habe mit dem Arbeiten und scheinbar auch mit Erfahrungen, die ich im Vorleben als Eiler schon gearbeitet habe. Und dort ist das Buch entstanden, die Wirbelsöhne-Serie.

 

Ich habe den Titel und alles bekommen, so wie es heissen muss. Und am 6. Juni abends um 3 Monate später war das Buch fertig.

 

Und dann habe ich gesagt, und jetzt? Okay. Was ich noch sagen muss, in dieser Zeit habe ich dann gedacht, ja, ich könnte ja eigentlich noch als Medium ein bisschen arbeiten, weil ich zufällig im Tagesanzeiger ein Inserat gesehen habe, von denen, die die Telefonberatungen gemacht haben.

 

Das war halt damals, ich weiss nicht, ob du das noch kennst, in der Glückspost hatte es manchmal auch so, und in der Tierwelt hatte es manchmal auch so Inserate gehabt, mit so 0800 Nummern. Und ich habe das gemacht. Meine Telefonnummer war 0800 Heiler.

 

Das heisst, irgendwie, da hatte man ja noch den Telefon mit den Buchstaben drauf, und das konnte man eingeben. So sind dann die auf mich gekommen und habe irgendwie, glaube ich, 2.50 Fr. auf die Minute verlangt.

 

Und als ich das gemacht habe, hat es wie einfach einen Klopf getan, und es hat angefangen zu laufen. Und dann konntest du irgendwo sein, und dann wurde dein Telefon umgeleitet, auf ein Nathem, Nathem C. war das damals noch.

 

Und dann habe ich eine Dorot-Karte gelegt, und habe einfach das gemacht, was mir die Karte erzählt hat. Und es war super, es hat Freude und Spass gemacht. Und irgendwie genau zu dem Zeitpunkt, als ich aufgehört habe, mit dem Buch zu schreiben, war dann auch die Telefonleitung stumm.

 

Also hat niemand mehr angerufen nachher. Gut, okay, und jetzt? Und dann habe ich ja mein Buch mal ausgedruckt, auf einem alten Drucker, auf einem Nadeldrucker.

 

Das dauerte halbe Ewigkeit, bis es überhaupt gedruckt ist. Ich bin zum Kopiershop gegangen und habe zwei oder drei Exemplare ausgedruckt, und habe das dann mal jemand in die Hände gedruckt. Und so sind eigentlich die ersten Klienten zu mir gekommen.

 

Und dann kam das Buch zu einer Bekannten, und die hat dann gesagt, du Christian, du musst wieder anfangen zu arbeiten. Du musst das machen. Ich habe keinen Raum, nichts.

 

Ich kann das nur in diesem Kämmerchen, wo ich das Buch geschrieben habe, wo ich geschlafen habe, auf einem so schmalen Bett. Ich kann da drin arbeiten. Nein, ich habe eine Praxis in Kloten.

 

Sie hat eine Fahrtherapie gemacht. Und sie sagt, du kannst von Montag bis Donnerstag wieder in die Praxis. Du musst mir nichts zahlen, aber ich will, dass du anfängst zu arbeiten.

 

Ja, und so habe ich angefangen zu arbeiten. In der Woche hatte ich vielleicht einen Klienten. Danach habe ich gesagt, ich danke für den einen Klienten.

 

In der nächsten Woche zwei. Ich habe mich immer für alles bedankt. Nicht unterwerfen, wie meine Kumpels, sondern einfach danke für das.

 

Danke, dass ich in der nächsten Woche zwei Klienten habe. Als ich zwei hatte, habe ich gesagt, ich danke, dass ich in der nächsten Woche drei Klienten habe. Ich habe einfach für das gelebt.

 

Ich bin auch in die Praxis hineingestanden, weil ich keine Klienten hatte. Ich habe mir einfach vorgestellt, da ist jetzt jemand mit diesem Problem. Ich habe damit gearbeitet.

 

Ich habe das gelebt. Ich habe mich gesehen, ich habe das gelebt. So hat es einfach mehr und mehr angefangen zu laufen.

 

Ich bin dann auch bekannter geworden, zum Unpropaganda. Der nächste Schritt war, ich wollte eine eigene Praxis. Das war in Rapperswil oben.

 

Dort oben kam eine Verlegerin auf mich zu, weil sie auf das Buch gestossen ist. Also auf ein Manuskript gestossen ist. Sie wollte mein Buch rausgeben.

 

Ich sagte, ja, kannst du machen. Wir haben das Buch rausgegeben. Da hat es einfach einen Donnerknall gegeben.

 

Seitdem ist es ein sehr krasses Stellberg aufgegangen. Dann habe ich alles in diesem Sinne gelaufen.

 

Raphael

Wenn man ein bisschen eintaucht, die Wirbelsäulenseele. Du schreibst auf deiner Webseite, über die Wirbelsäulenseele spüre ich aktiv an die Ursachen der Krankheiten und Lebensprobleme heran und löse die Blockaden im Idealfall gänzlich auf. Gebe Seele und Körper neu gepolter Energie frei.

 

Diese aktiviert ungeahnte Kräfte und Gefühle, mobilisiert die Selbstheilung. Sie erfahren Wundersames am eigenen Körper. Willst du erzählen, was genau liegt?

 

Kann man das erzählen?

 

Christian

Wer hat das geschrieben? Ich finde es verdammt geil. In deiner Theatur?

 

Ja, das ist genau das.

 

Raphael

Was passiert in der Behandlung?

 

Christian

Ich schreibe und ich finde es geil, was du hier vorgelesen hast. Und irgendwie für mich habe ich das scheinbar mal geschrieben. Ja gut, scheinbar habe ich es mal geschrieben.

 

Was ich alles dazu bekommen habe, was ich schreiben und reinnehmen musste, das sei eingestellt. Aber es ist effektiv so, wie es beschrieben ist. Ich finde es gut beschrieben.

 

Ich weiss ja nichts von einem Klienten, wenn ich in den Raum gehe. Ich gehe, die Frau macht ein Vorgespräch, ich erkläre schnell, wie der Ablauf ist, und sie sagt auch, dass ich wirklich nichts weiss. Und ich weiss nichts.

 

Ich gehe in den Raum, und wenn ich schon vor einem Raum durchlaufe, spüre ich die Person über Teilführlichkeit. Wenn ich hineinlaufe, dann nehme ich sie visuell wahr. Wenn sie 2,5-3 Meter vom Stuhl an die Liege läuft, sehe ich natürlich innerhalb von kürzester Zeit, wie funktioniert die Seele mit dem Körper, wie stimmt das zusammen?

 

Und dann liegt die Person hinein, und ich beginne zu arbeiten. Sobald ich die Hände auf den Körper lege, also auf die Wirbelsäule, ich arbeite über die Wirbelsäule, sobald die Wirbelsäule mit meinen Händen berührt ist, kommen die Informationen, wo das Problem liegt, genau dort am Körper, wo ich bin, ob das im Kreuz oder in der Länderwirbel oder in der Brustwirbel ist. Einfach dort, wo ich gerade arbeite, kommen die Informationen, was da dahinter ist.

 

Und dann ist die Information, es war mal irgendetwas, ob es das in dem Leben des Klienten ist, im Vorleben des Klienten, oder ob das von den Vorfahren ist, bis zu vier, fünf Generationen zurück, kommen dann die Ursachen dieses Problems. Und dann löst man es halt, wie man ein anderes Problem auch löst. Kommen dann die Flugzeuge?

 

Zum Beispiel kommen dann, die sind sonst noch, die sind selber aktiv, das ist etwas, was ich dann bewusst zum Beispiel sage, geh mal schnell durch den Körper, weil ich merke, dass er da blockiert ist. Eben, das sind so drei Ebenen. Die eine Ebene ist wirklich der Körperkontakt, wo ich da bin, wo ich da absolut präsent bin, ich bin nicht in der Rasse, aber ich bin gleichzeitig in diesen drei Ebenen.

 

Ich bin dann mal in diesem Gefühl, ich bin im Körper von dem mit dem, wo ich arbeite, und dann bin ich aber auch in der Ebene, wo das herkommt. Und ich kann dann aber auch nicht sagen, war das vor einer Generation, war das vor drei Generationen, ich weiss es nicht. Ich sehe dann vielleicht das Problem auf der Hüfte und da kommt dann die Information und dann gehen wir halt das einfach lösen und das mechanische Lösen mit den Händen halt eben auch noch dazukommt.

 

Und das ist, glaube ich, das, was halt einfach bei mir sehr stark zum Trägen kommt, dass ich nicht nur als Medium in dem Sinn arbeite, sondern dass ich wirklich auch am Körper selber arbeite, auch mit Gedanken, dass ich halt teilweise einfach auch mit Gedanken, mit Eindrücken, obwohl ich nicht mit den Eindrücken, mit den Fingern oder so, das auflöse oder was auch immer.

 

Raphael

Dank meinem feinfühligen, ja tatsächlich übersinnlichen Sensorium empfange ich Bilder und Geschehnisse, erkenne Verspannungen, sehe und führe Blockaden und das Wichtigste, die Ursachen. Ich sehe sie als dunkle Bilder und färbe sie ein, sende dadurch positive Signale und Impulse an die wirbelsäuren Seele. Gleichzeitig übertrage ich ein starkes, entspannendes und neu aktivierendes Schwingungsfeld auf Körper, Geist und Seele.

 

So Gott will, dürfen sie durch die farbigen Bilder und diese Schwingung gesunden. Auch von dir.

 

Christian

Ja. Ja, es ist ein sensationeller Ausdruck eigentlich und ja, wie gesagt, ein Bild, es ist ein Bild da und das Bild ist zum lösen. Wenn man halt irgendwie dort vielleicht ein Urgrossvater ist, der irgendwie halbgreiflich wird, egal wie oder auch mental übergreiflich wird oder was dann einfach in dieser Situation so ist, dann beruhigt man das halt einfach.

 

Man beruhigt, mit Licht, mit Liebe und schickt halt eben das Licht rein und halt eben auch Farben und alles und das ist mal eins und dann gibt das ein Gefühl und dieses Gefühl nehme ich dann wahr. Also ich weine innerlich teilweise, ich schreie teilweise für meine Klienten, aber das merkst du nicht, sondern das läuft eben hier oben ab und es weint teilweise schon, dass ich teilweise wirklich weine für jemanden, der nie weinen konnte, der das nicht rauslassen konnte und dann das Gefühl der Erlösung, das Gefühl der Entspannung, das Gefühl, das übergebe ich dann wieder dem Körper und das passiert dann irgendwann so ein bisschen über diese Ebenen dann wieder ab, bis es schlussendlich beim Körper ist und der Körper, der braucht dann halt einfach seine Zeit, darum sage ich auch, der Abstand muss ungefähr drei Wochen sein zwischen den Behandlungen, das kann aktiv werden, auch vom Körper her. Das kann durchaus sein, dass irgendwie ein Wirbel, der verschoben ist, eine Bandscheibe, die draussen ist, ich drücke nicht auf diese Bandscheibe herum, das mache ich nicht, aber es kann sein, dass vielleicht ein Tag oder zwei oder drei später auf die andere Bandscheibe genug Entspannung drin ist und sie selber wieder zurück springt. Das ist das, was abläuft und eben, wie gesagt, für das habe ich meine Kumpels, die mich hier unterstützen und auch helfen und sie wissen schon, was sie machen.

 

Darum kann man auch mal ein Bier saufen mit ihnen. Und dankbar sein mit ihnen. Und das mache ich auch jedes Mal nach jeder Sitzung, bedanke ich mich, ich mache einem Klienten ein Kreuzchen auf den Kopf, das hat nichts mit der Religion anzutun, sondern es hat darum zu tun, ich schliesse ab, liebe Kumpels, ich übergebe euch.

 

Und ich danke für die Heilung und ja, es darf das geschehen, was Gott will.

 

Raphael

Du arbeitest auf mehreren Dimensionen, kann ich mir das so vorstellen? Ja, es sind einfach verschiedene Ebenen. Wie schützt du dich vor dem?

 

Du hast gesagt, die Emotionen, die du wahrnimmst, da kommen wahrscheinlich ganz tiefschwingende, Scham, Schuld, du hast gesagt, Wut, wie gehst du am Abend raus? Das kannst du ja nicht da lassen, dass es wieder wegdürft, aus deiner Energie fällt.

 

Christian

Also schützen in dem Sinn muss ich mich nicht. Früher hatte ich das Gefühl, ich muss mich schützen. Darum bin ich seinerzeit zum Friedhaber, um zu sagen, dass er mir zeigt, wie ich mich schützen kann.

 

Reinigen? Aber je selbstverständlicher das immer alles geworden ist, desto mehr ist das einfach in dir und das ist okay. Und je mehr du bei dir bist, kannst du auch nicht mehr in dem Sinn verletzt werden.

 

Kannst du auch nicht mehr angegriffen werden. Aber es ist ganz klar, dass die eine oder die andere Geschichte, die berührt einen. Was man da sieht, was man da wahrnimmt, das berührt einen natürlich auch.

 

Aber dann, wenn ich fertig bin und zur Tür auslaufe, ist das alles weg. Ja. Aber es ist mir teilweise in der Erinnerung, was vielleicht da war.

 

Oder dass es dann vielleicht zum Beispiel, wenn man Mittag essen würde, oder am Abend, Maggie irgendwie etwas von diesem Klienten erzählt, oder was auch immer, dass ich dann in die Geschichte, wie soll ich sagen, vielleicht nochmals reingehe, um auch zu lernen. Meine Klienten sind auch meine Lehrmeister. Um das auch für mich erfassen zu können.

 

Und auch zu erklären. Und auch, wie soll ich sagen, Hinweise zu geben für mich, für den nächsten Klienten, der etwas Ähnliches hat. Oder was auch immer.

 

Raphael

Also du reinigst dich nicht aktiv?

 

Christian

Also wir machen schon fast jeden Abend mit Wissensarbeit, dass wir uns einfach schnell kurz ruhen lassen. Wie soll ich sagen, es kommt nicht an mich her, aber es hängt halt das eine oder andere etwas herum. Es tut halt auch gut.

 

Und wenn es nur im Kopf ist, dann weiss man, dass es gut tut. Und das andere ist natürlich, wie soll ich sagen, für mich ist es ja nicht ein Arbeiten in diesem Sinn. Ich bin einfach.

 

Ich arbeite nicht, ich bin. Und darum wachse ich auch nicht müde. Also ich laufe am Abend raus und bin ganz normal.

 

Also so, wie ich am Morgen reingelaufen bin. Aber was ich natürlich durch das, was ich sehe und erfahre, halt alles, was drumherum ist, nehme ich mir dann halt Zeit für mich. Also ich gehe 2-3 Mal in der Woche, im Winter gehe ich in die Sauna und da schwitze ich einfach auf Deutsch gesagt alles zum Grin aus, zum Körper aus.

 

Ich übergebe das, spüle das ab, gehe nachher vollgas ins eiskalte Wasser rein, 10 Sekunden, 30 Sekunden, je nachdem. Und dann relaxe ich. Das sind einfach 2 Stunden Zeit für mich.

 

Entweder höre ich Musik oder höre ich ein Hörbuch oder was auch immer. Und das ist eigentlich mein Ausgleich. Und im Sommer ist es dann halt mehr, dass ich dann auf das Mountainbike gehe, also auf das E-Bike.

 

Ich habe so ein E-Bike mit diesen grossen fetten Plänen, wo du wirklich über alles reinkommst und überall herkommst. Und ich komme auch mit meinem Astmann jeden Tag hoch und überall her. Und so eine Stunde, anderthalb gehen, auspowern und in eine andere Welt eintauchen, durch die Wälder durchfahren.

 

Und das ist auch schön, wenn du von hier aus einen Kilometer hoch bist, du bist in den Wäldern und kannst bis in die Pfannensteine bis stundenlang auf der Nebenstrasse, auf den Waldwegen, auf den Feldwegen Probleme ausfahren. Ja, was dich halt einfach in eine andere Welt bringt.

 

Raphael

Natur, wo wir ja herkommen. Du hast vorhin gesagt, du hörst auch Hörbücher. Du bist selbst Bestsellerautor von verschiedenen Büchern.

 

Ich möchte an dieser Stelle alle kurz aufzählen und du darfst auch kurz eingetauchen in das Buch. Vielleicht auch für einen anderen Zweck, den Sinn des Buches. «Brandaktuell» ist oder du hast erzählt, eigentlich ist «Brandaktuell» eines, was noch nicht draussen ist.

 

Das ist richtig.

 

Christian

Ja, das ist das, was noch nicht draussen ist. Das wird «White Eagle» heisst. Das heisst, es ist der weisse Adler, der sieht, der sieht mehr als wir sehen und wie so mich durchs Leben begleitet.

 

Es ist eigentlich eine Biografie, also eine Autobiografie von mir geschrieben. Und zwar nicht in dem Sinn, was ich alles erlebt habe, wohl das schon, aber warum? Der Sinn des Lebens.

 

Und das fängt an im Mutterlieb wenn ich in Mutterlieb komme, weil dort drin passiert schon sehr viel. Das fängt dort an und wie mich eigentlich meine Kumpels mich begleiten. Und wenn ich halt einfach in einer bestimmten Phase dann beim Schreiben die Frage gestellt habe, was ist da dahinter, wieso habe ich auf Deutsch gesagt, der Scheiss erlebt, wieso hätte das jetzt sein müssen?

 

Dann hat das immer irgendwo einen Sinn gegeben. Das ist wie als ich alles verloren habe, habe ich zu den Kollegen gesagt, «Hör, irgendwann ist das alles ein Geschenk.» Und sie hat zu mir gesagt, «Du bist so ein Arsch, spinnst du überhaupt? Das kann doch kein Geschenk sein, wenn du kein Geld mehr und nichts mehr hast, kein Bett mehr und nichts mehr hast.» Ich habe gesagt, «Ja, irgendwann ist das ein Geschenk, das wirst du sehen.» Ich versuche das ganz oft auch meinen Leuten mit geiler Praxis zu sagen, «Hey, irgendwann kannst du das Geschenk dahinter sehen, hundertprozentig.» Ja, es ist so. Und halt einfach die verschiedenen Hintergründe, wie sie mich eigentlich das Leben lang begleitet haben, ohne dass ich das eigentlich gemerkt habe. Es ist einfach so gewesen, sei das als Unternehmer und eben nachher natürlich als Therapeut. Ja, das ist eigentlich das, was damals angefangen hat im 1960 bis vor zwei Jahren eigentlich irgendwo alles beinhaltet, was war.

 

Aber das steht in den Sternen, wenn es kommt. Ich weiss, irgendwann, es kommt irgendwann nochmal auf mich zu. Und dann, ja.

 

Schlaflos, depressiv, Burnout, wie weiter? Das Burnout-Büchlein habe ich eigentlich dem Ratgeber geschrieben. Natürlich auch aus dem Grund, es ist halt einfach ein Thema geworden, wieder Praxis geworden.

 

Und was führt dazu her, aber eigentlich alles sei geschrieben, nicht meine Bücher sind, wie soll ich sagen, ich habe ja schon in meinem ersten Buch geschrieben, es ist ein Buch und die anderen 100 Bücher schreibst du selber. Ich könnte über jedes einzelne Thema ein einzelnes Buch ausschreiben, aber das mache ich nicht, sondern ich greife es auf, packe es an und lasse es dementsprechend wirken und geschehen. es ist einfach eine Kurzversion im Prinzip, die aber das Thema natürlich voll trifft und erklärt.

 

Einen Tipp, der hilft, also gerade schlaflos. Ich sage immer, wenn ihr in die Natur rausgeht, das Handy zuhause lassen, die Natur rausgehen, den Vögel anschauen, den Füchsen zuschauen, ein wenig kreischen, im Wald zuhören, auf einem Spank sitzen und einfach nichts tun, einfach sein, am Bach zuhören, die plätschern, einfach sein und nichts tun müssen. Und wie geht es, wenn man sehr ungeduldig ist?

 

Wie gesagt, ich bin ja auch brutal ungeduldig und als ich alles verloren hatte, hatte ich nur noch eine Möglichkeit, weil ich kein Mittel mehr hatte, zum See hinunter zu sitzen. Da vorne, bei Steffen, dort sind ein paar Parkplätze, am See entlang, Richtung Feldbach. Ich ging hinunter, lag bei den Wiesen, es hat nichts gekostet und schlichtweg, ja, ich habe den Vögel anschaut.

 

Ich habe die Enten zugeschaut, ich habe den Schwein zugeschaut, wie das Zeug herumgeflogen ist, wie sie hier herumgeschwadert sind. Es war brutal, einfach hinunter zu sitzen und nichts zu tun. Ja, aber ich habe es gelernt.

 

Ich habe keine andere Möglichkeit gehabt. Man kann es, man kann es aushalten. Es ist auch ein Üben, einfach mal.

 

Das Schönste ist, wenn du an einem See hinunter sitzt und einfach am Wasser zuhörst und was läuft im Wasser drin, was schwimmt herum, was kreucht herum und du kannst einfach, ja, in die Natur eintauchen, auch als ungeduldiger Mensch. Es braucht am Anfang brutal viel Geduld, aber dann kackt es dann langsam mehr. Wie ein Kind früher, oder?

 

Es ist ja schon spannend. Ja, wie ein Stuhl, ein Stuhl über die wunderbare Natur. Hätten wir früher auch können.

 

Ich hatte früher schon Gabriolet und ich hatte nach meinem Crash irgendwann auch wieder einmal ein Gabriolet. Und ich habe nach dem Crash, nach der Geschichte, die dort war, habe ich selbst mit dem geschlossenen Auto, mit dem geschlossenen Dach Vögelgehirn gepfeift. Und das habe ich vorher nicht.

 

Also, ich kann es lernen.

 

Raphael

Sieben Tage im Hippie-Bus.

 

Christian

Ja, das ist eigentlich eine Beschreibung meiner Arbeit. Und zwar, das, was sie machen, das, was sie tun mit diesen Problemen, die auf mich zukommen, habe ich mit Absicht in der Natur ausgeschrieben. Dort, wo meine Klienten auch herkommen.

 

Das war auch der Grund, weshalb ich den Hippie-Bus gekauft habe. Ich habe den wirklich gekauft, um Bücher zu schreiben. Ich habe den nicht gekauft, um irgendwie, viele sagen, ja, du gehst mit dem Hippie-Bus in die Ferien oder irgendwie so mit dem Zelt und weiss ich was.

 

Nein, bin ich nicht. Sondern es ist für mich ein Werkzeug. Das ist mein Studio, wo ich dorthin gehe und schreibe.

 

Also, ich bin wirklich in den sieben Tagen im Hippie-Bus wirklich jeden Tag nicht mehr anders gewesen. Und habe wirklich dort geschrieben. Das heisst, ich habe es aufs Band aufgenommen und bin dann nach Hause das schreiben gegangen.

 

Und ja, ich wollte einfach, das, was ich mache, das soll authentisch sein. Ich kann doch nicht einfach schreiben, ich schreibe jetzt im Hippie-Bus. Sondern das ist für mich gelogen.

 

Dann gehe ich in den Hippie-Bus und wenn ich einen Hippie-Bus will, dann will ich möglichst das Optimum. Weil zu dieser Zeit war ja Dodo mit seinem Sohn Hippie-Bus aktuell, der Hippie-Rad und so. Und dann war der zu verkaufen.

 

Und ich konnte den erst steigern. Das hat mir sehr wenig Geld gekostet. Ich bin eigentlich ein Arsch.

 

Auf Deutsch gesagt, so viel Geld auszugeben, um irgendwohin zu fahren, um ein Buch zu schreiben. Aber es ist authentisch und das bin ich. Und ich sage mir, wer A sagt, der sagt B.

 

Und wenn ich etwas mache, dann mache ich es halt einfach perfekt. Das ist halt einfach der Unternehmer, auch von früher, wo ich sagen muss, was mein Vater als einfacher Bauschreiner mir auch mit auf den Weg gegeben hat. Er hat mir einmal gesagt, als ich einmal am Fahrrad ein Schlusslicht beschrieben hatte, aus einem schönen, kleinen Stück Nussbaumholz und dann hat er ein kaputtes Velobierchen da drin, weil das hat er dann so schön, das kennen die heutigen gar nicht mehr, die Bierchen, und wenn du schnell gefahren bist und der Dünner mal zu viel Strom gegeben hat, hat es die verbrennt.

 

Und die haben dann aber wunderschön ausgesehen. Und ich habe dann so ein Bierchen in das Lämpchen gemacht. Ich habe es ja nur versaut gemacht.

 

Ich wollte nicht, dass es brennt, aber ich habe es als Velohörnchen gemacht. Und dann ist der Vater gekommen, hat es angeschaut und dann sagt er, mach nicht so einen Scheissdreck, mach etwas, das Hängen auf den Füssen hat. Und der Satz, der hat mich so geprägt.

 

Mein Vater war ein introvertierter Mensch, aber das, was er gesagt hat, das hatte so eine Kraft. Und mein Vater wäre eigentlich auch ein Heiler gewesen, aber er konnte es einfach nicht leben, musste die Familie durchbringen und alles. Aber was er zum Beispiel konnte, er hat mit Ross gearbeitet.

 

Er hat jedes Ross hergebracht, alles. Er hat den Ross zugeritten, war Zuleiter, hat jedes Ross hergebracht, war Kutscher in der Stadt, oben, wir sind ja von Schönried, also vom Berner Oberland ursprünglich. Ja, aber er ist ein ganz einfacher Mensch, aber das, was er gesagt hat, das hat wirklich Hände und Füsse gegeben.

 

Raphael

Die Wirbelsäule im See, das haben wir schon gehört, das war das Erste.

 

Christian

Das war das Erste, ja, das ist halt einfach geschrieben worden. Ich sage jetzt einmal, das habe ich einfach schreiben dürfen. Und als ich die ersten 20, 30 Seiten geschrieben habe, habe ich es einmal ausgedruckt und habe es auf den Tisch hergelegt, damit eine Bekannte mich besuchen kann, weil mir irgendwie ein bisschen Vorteile wollen.

 

Dann sagt sie, was hast du da? Ja, ich habe ein Buch geschrieben. Dann hat sie das gelesen und ist nicht mehr aufgestanden, hat die 20 Seiten durchgelesen.

 

Dann sagt sie, aber du hast das und das und das und das geschrieben. Dann sage ich, nein, habe ich nicht. So wie es vorher war, als du ein Buch gelesen hast.

 

Ja, okay, ich habe es geschrieben, ja. Aber ich habe, es wurde auch geschenkt. Und so ist halt einfach das ganze Buch mit seinen irgendwie 380 Seiten oder wieviel, es ist ein riesiges Geschenk und es ist wirklich aus dem Leben heraus, aus meiner Situation, was rundherum gelaufen ist.

 

Ja, es ist halt einfach ein Buch mit 100 verschiedenen Themen und Büchern. Und auf eine ganz einfache Art und Weise geschrieben in einer Sprache, die einfach ist, die verständlich ist. Weil ich bin nicht der, der da, weiss nicht wie hochgestochen und mit englischen Ausdrücken und weiss nicht was spricht, sondern es ist so wie es ist, fertig, Punkt.

 

Worte der Seele? Das ist halt ein Gedichtband, das einmal entstanden ist, wo ich eigentlich irgendwo einmal all die Gedichte in der Zeit, wo ich einfach noch einmal reingekommen bin und schnell etwas geschrieben habe, zusammengefasst habe und so rausgegeben habe und ich konnte das als, wie soll ich sagen, eigentlich als Geschenk den Menschen geben, oder wenn sie ein Buch geschickt haben, habe ich das teilweise einfach gratis raufgegeben, habe das mitgeschickt und irgendwie ist einfach die Nachfrage, wenn ich grösser gewesen wäre und irgendwann habe ich 4'000 Stück gedruckt gehabt, irgendwann war es einfach fertig und ich habe es gar nicht realisiert und habe gesagt, okay, vielleicht gibt es wieder einmal eine neue Auflage, ich weiss es nicht. Aber es ist halt einfach, in meinen Gedichten sind halt einfach momentane Gefühle und Emotionen, die genau zu diesem Zeitpunkt waren und dann habe ich es geschrieben.

 

Morgen um 3 oder irgendwann abends um 10 oder Mittag um 1, ganz unterschiedlich. «Über den Wolken» Also «Über den Wolken» war eigentlich ein Buch über, wie soll ich sagen, ich habe ja irgendwann realisiert, dass ich halt eben trotzdem schon ein bisschen anders bin als die anderen und dann habe ich mich angefangen eigentlich zu erforschen, wie bin ich überhaupt, wie denke ich überhaupt und das war zu dieser Zeit, wo ich mit relativ vielen Menschen gearbeitet habe, die auch so waren, seien das Indigos, seien das Hyperaktive, seien das sehr sensitive Menschen gewesen und zu dieser Zeit ist halt einfach auch der Begriff ADHS aufgekommen und ja, propagiert worden teilweise und so und ich habe dann einfach das ein bisschen zusammengefasst, wie funktionieren wir überhaupt.

 

Wenn ich mit diesen Leuten gearbeitet habe, die konnten sich selber eigentlich nicht erklären, wie ich mich früher hier erklären konnte. Und um ihnen zu helfen und sich selber zu verstehen, als Unterstützung eigentlich für sich selber, ist eigentlich das der Grund, dass ich das Buch geschrieben habe. Und über den Wolken, dort habe ich am Schluss noch so einen kurzen Lebensabschnitt von mir drin gehabt und sonst noch zwei, drei Sachen und wie soll ich sagen, das Buch ist irgendwie einfach so ein bisschen falsch verstanden worden.

 

Und wie soll ich sagen, es ist halt einfach wie so ein bisschen das Esoterische reingezogen worden. Und das ist das, was mich stört. Auch wenn ich eigentlich im nächsten Grad Esoteriker bin, ich bin der Christian und ich bin genau noch der gleiche Mensch, wie ich vorher auch war.

 

Raphael

Ist das mit der Wahrheit, die du mir am Anfang angesprochen hast?

 

Christian

Ja, das ist für mich wichtig. Und das möchte ich auch, dass das eben auch so ist. Und dann habe ich es halt ein bisschen umgeschrieben.

 

Ich habe einige Sachen noch hinzugefügt. Ich habe vielleicht hundert Seiten gestrichen, vielleicht hundert Seiten hinzugefügt. Was ich natürlich auch mittlerweile noch mehr erfahren habe.

 

Und halt eben auch so ein bisschen das Hinterfragen vom Ritalin. Ich habe ja dort dann auch diese Ritalin-Box gemacht, wo es ein bisschen Informationen gibt über das. Oder auch, wo vom Internet gelesen wird und alles gezeigt wird.

 

Ja, eigentlich eine Zusammenfassung von dem Ganzen. Und dem habe ich ja dann nachher gesagt, Zappel ist gestorben. Nach dem Motto, das ist eigentlich mehr oder weniger das Gleiche.

 

Einfach, wie soll ich sagen, neu aufgelegt und sehr viel ergänzt aber auch. Aber von dem her ist es zu zwei Drittel ist es identisch mit den über den Wolken. Weil ich es einfach wollte, ich wollte es wirklich von dem esoterischen Weg nehmen.

 

Es ist jetzt halt einfach der Zappel Philipp von früher, der ist ja eigentlich der erste Begriff, den man hatte von den Hyperaktiven. Aber der wird unterdrückt und ist gestorben, weil er halt eben auch mit Ritalin eingedämpft wird. Ich meine, ich habe auch hyperaktive Kinder und ein Sohn hat mir, das habe ich eigentlich nicht gewusst, das hat man hinter meinem Rücken gemacht.

 

Weil ich da ja schon bereits geschieden war bei dem Ritalin gegeben. Und das ist ein unschönes Erlebnis gewesen nachher wahrzunehmen. Und der Jüngste, der ist natürlich auch brutal hyperaktiv.

 

Und da kommen natürlich die Geschichten, der Zappel ist gestorben. Der Zappel kommt natürlich er auch mit seiner Geschichte auch darin vor, wo er auch gekifft hat und Drogen genommen hat und alles und irgendwo auch wieder selber ausgestiegen ist. Ja, einfach sein Leben heute ganz normal lebt, einfach ja, er ist wiff, er ist schwach, er ist hyperaktiv.

 

Aber ja, halt ein wenig anders als die anderen und ja, hat sich da selber herausholen können. Und ja, macht das gut.

 

Raphael

Ja, das ist das Buch, das ich gehört habe, das Hörbuch, als wir mit meiner Freundin auf der Lofoto unterwegs waren. Und eben das Thema ADHS, ADS, wenn man da nicht mega tief reingeht, aber ich finde es trotzdem, es ist ja schon so ein Trend. Ah, ich habe meine Kinder abgeklärt, ich kann mich auch noch gleich abklären.

 

Ja, ich bin es jetzt auch. Und dann sage ich mir, ja, was ist die Intention? Was gibt es denn?

 

Was ist die Konsequenz? Dürfst du dann Opfer sein? Dürfst du dann sagen, ich habe ja nichts erfüllt?

 

Ich kann halt, ich finde das so ein Trend, wo man auch bei anderen Sachen steht.

 

Christian

Das ist ja das, was ich auch in meinem Zappel ist gestorben, wollte mitbringen. Es ist eine Riesenchance. Du bist anders.

 

Du denkst bildlich. Meine Bücher sind bildlich geschrieben. Ich beschreibe Bilder in dem Buch.

 

Wenn ich schreibe, dann habe ich die Bilder, die Geschichte vor mir. Darum kannst du mir etwas daraus vorlesen. Ich bin dort.

 

Genau zu dem Zeitpunkt, egal wann das war, ich bin dort. Das ist ein Bild. Und das Bild ist hunderttausendmal schneller als ein Wort, das einfach ein Wort ist.

 

Und es ist ein Bild. Und ein Bild kann man sich merken. Ich kann mir eine Telefonnummer nicht merken.

 

Ich kann mir nur ein Bild der Telefonnummer merken. Und wenn es eine Nummer ist, die irgendwie für mich keine Logik hat, kann ich sie nicht lesen. Ich kann sie nicht wahrnehmen.

 

Ich kann sie nicht aufnehmen. Es geht nicht. Und darum, dass ich meine eigene Telefonnummer habe, konnte ich merken, dass ich eine für mich kaufen musste.

 

Als Privatnummer, damit ich gewusst habe, wie sie aussieht. Dass ich ein Bild davon hatte. Ich kann auch kein Buch lesen.

 

Wenn ich unten an der Seite bin, weiss ich nicht mehr, was obendran gestanden ist. Aber ich kann ein Buch lesen. Wenn ein Buch bildlich geschrieben ist, kann ich es lesen.

 

Oder wenn ich ein Hörbuch höre, und ich bin in dieser Geschichte, dann bleibt es. Dann geht das.

 

Raphael

Ich habe eine Erklärung von Prof. Dr. Gerhard Hüter aus Deutschland. Hirnforscher, Biologe. Ich möchte dir gerne vorlesen.

 

Nicht zu wundern, wie du darüber denkst. Er sagt, ADHS ist kein Krankheitsbild, sondern nur die Bezeichnung für eine Sammlung von Symptomen, die man bei Kindern beobachten kann. Die Betroffenen leiden nicht an einer Aufmerksamkeitsstörung und haben auch keinen gestörten Hirnstoffwechsel, sondern eine mangelnde Sozialisationserfahrung.

 

Ich ergänze, es hat eine eingeschränkte Bindungs- und Beziehungserfahrung gemacht. Kannst du damit gehen?

 

Christian

Ja, absolut. Das habe ich auch immer schon gesagt. Das schreibe ich auch im Buch.

 

ADHS ist keine Krankheit. Derjenige, der seinerzeit diesen Begriff erfunden hat, hat scheinbar auf dem Sterbebett gesagt, dass sie wissen, ADHS ist keine Krankheit. Es ist eine Chance, und mit dieser Chance, wie man denkt, wie man funktioniert, darf man einfach fördern.

 

Raphael

Das, was du gesagt hast, blieb eine Herausforderung, wenn man das Mindset hat, dass man etwas hat, wo auch Stärken dahinter sind.

 

Christian

Das, was ich hier erlebe, wenn ich so jemanden in der Praxis habe, dann laufe ich in die Praxis, schaue in die Augen einander, du musst nichts sagen. Du kannst einander in die Arme nehmen, du musst nichts sagen, aber es sagt alles. Es ist alles gesprochen, was hätte gesprochen werden müssen.

 

Dann arbeite ich mit ihnen und löse diese Blockaden aus, die das Leben durch sein So und Sein mitgebracht hat. Ich wurde mundtot gemacht. Viele andere auch.

 

Es ist schlichtweg eine Riesenschance. Diese dürfen wir fördern. Alles andere bringt schlichtweg nichts um.

 

Das Problem ist, wie du auch sagst, dass viele Eltern, die sich jetzt auch abklären lassen, nach dem Motto, ich weiss, ich war das Leben lang immer etwas anders, ich möchte jetzt eine Erklärung dafür. Was bringt es denn? Es bringt schlichtweg nichts.

 

Sie fressen dann einfach den Ritolin, um sich besser konzentrieren zu können. Aber das verändert den Charakter des Menschen, den er eigentlich kennt. Das ist nicht der Sinn und der Zweck.

 

Es ist Chemie. Mein Sohn, der Jüngste, hat auch schon gesagt, weisst du, Papi, es gibt Leute, die fast nicht ohne sein können. Dass sie ihr Alter bewertigen können.

 

Da denke ich, es mag sein, dass es ein paar wenige gibt, die das so haben. Das kann ich so stehen lassen. Aber nicht in der Menge, wie wir das heute brauchen.

 

In den letzten vier Jahren hat sich der Konsum von Ritolin wieder verdoppelt. Und vor vier Jahren gegenüber vor 20 Jahren hat sich der Konsum verzwanzigfacht. Es ist absolut krass.

 

Es ist krass, wenn wir auf dem Land eine Apothekerin sagen, wir brauchen sieben bis acht Schachteln pro Tag.

 

Raphael

Die Maschinen dahinter müssen wir nicht ansprechen. Ja, es ist so. Für alle, die zuhören, der Zappel ist gestorben.

 

Er klärt auf. Genau, er klärt auf. Indigos, das ist ja das Wort, das du da viel vorstellst.

 

Christian

Ist es ein Zappel? Indigo ist ein Zappel, der eine spezielle Farbe hat in den Aura, das Indigo-Blau. Darum hat man es ihnen gesagt.

 

Es war einmal eine Psychologenpaar, die das in Amerika erfunden haben. Sie haben festgestellt, dass Indigo-Blau in den Aura ist. Sie haben es den Indigos gesagt.

 

Als ich über den Wolken geschrieben habe, war ich einmal an einem Vortrag über Indigos im Volkshaus in Zürich. Ich bin dort reingelaufen und dann hat es mich einfach schlichtweg abgelöscht. Es waren die Vorwürfe, sie haben etwas getrümmelt.

 

Du hast genau gewusst, dass sie vor dem Saal noch etwas gekauft haben. Irgendwo ist es so wunderschön und es ist auch für uns Telepäden so schön, wie wir diese Kinder, diese Jugendlichen, die keinen Halt haben, unterstützen und helfen dürfen. Einmal hat sie gesagt, ich war gerade an einem Indigo-Kongress in England.

 

Es ist so schön, was man dort alles erfährt. Weisst du was, ich muss rauslaufen. Ich bin nach 10 Minuten weggelaufen.

 

Da habe ich gesagt, du bist fertig, du wirst über den Wolken umgeschrieben. Das hat dann angepasst auf Zappel und das, was man esoterisch verstehen wollte. Ich habe einfach rausgenommen.

 

Ich kann keinen Stempel wehren. Es steht jemandem nicht zu, einem Kind, das hochbegabt ist, hyperaktiv ist, egal auf welche Art und Weise eine Lese-Schwäche hat. Dafür andere Stärken.

 

Es steht niemandem zu, dem Kind einen Stempel aufzurücken. Das macht mich sauer. Das kann ich nicht akzeptieren.

 

Du brichst den Charakter des Menschen. Du zerstörst ihm die Bilder. Das kann es nicht sein.

 

Raphael

Wie können wir in der heutigen Zeit unsere Kinder achtsam und liebevoll begleiten, statt sieben Objekte zu behandeln?

 

Christian

Authentisch sein. Authentisch sein. Ich habe meinen Kindern etwas vorgemacht.

 

Mein Sohn hat zu mir gesagt, weisst du, Papi, du bist einfach authentisch. Du bist ehrlich. Wenn du keine Kohle mehr hattest, bist du dazu gestanden.

 

Wenn dir etwas auf den Sack gegangen ist, hast du es erzählt und hast es gemacht. Aber du warst ehrlich. Und die einen und die anderen sitzen vielleicht zu Hause vor einem Bier oder einem Glas Wein und schnurren und ziehen über den anderen her, in der Angst, dass man sich damit befassen müsste.

 

Das ist das, was dich mit allen Ecken und Kanten Bist authentisch. Wenn du blöd willst, bist du blöd. Ob die Kinder dumm sind oder was auch immer.

 

Sie sollen auch für sich sein dürfen. Man muss es nicht verhätscheln. Man muss ja logisch einem hyperaktiven Kind Leitplanken geben.

 

Aber es braucht auch Charakter dazu, damit man herstehen kann und Leitplanken geben kann. Das ist manchmal nicht immer einfach. Aber das ist das, was man darf.

 

Alles andere innerhalb der Leitplanken soll man einfach geschehen lassen. Und die Kinder darf man unterstützen, dass sie stark sind. Dort, wo sie stark sind, wo die Menschen vielleicht gerne tanzen oder Hip-Hop machen oder was auch immer.

 

Dort soll man sie unterstützen. Dort, wo sie körperlich aktiv sein können und aus sich herauskommen. Dort soll man sie unterstützen.

 

Und das gibt ihnen dann wieder die Akzeptanz und die Kraft, bei dem, was halt nicht so toll ist, dafür zu bestehen. Auch einem Kind, wenn man Lernhilfe macht für so ein Kind, dann tut man nicht die schwache Stelle oder die schwachen Sachen oder das schwache Fach, das man in der Schule hat, zuerst unterstützen. Man macht es eben genau umgekehrt.

 

Du gehst ihn stärken, dort, wo er gut ist, dass er Freude und Motivation bekommt oder noch bessere Noten, um an die schlechten heranzukommen. Das motiviert und alles andere zerstört den Ort. Das bringt nichts.

 

Was ist die Zählenbox? Die Zählenbox, das ist auf dem Internet, wo man klicken kann. Und das ist auf deiner Webseite?

 

Auf der Webseite, wo man mir ein Mail schreiben kann, was einen eigentlich gerade im Moment beschäftigt. Und das Mail hat keinen Absender. Das kommt absolut anonym.

 

Und ich antworte nicht, weil ich ja keine Möglichkeit habe, zu antworten. Selbst die, die schreiben, und selbst solche, die vielleicht eine Telefonnummer oder ein E-Mail schreiben. Sie ist anonym.

 

Ich nehme das zur Kenntnis. Aber ich reagiere nicht. Wenn dieser Mensch Hilfe braucht oder eine Unterstützung braucht, in dem Moment, wo er das schreibt, läuft das.

 

Die Hilfe kommt dann schon, wenn eine Hilfe benötigt. Oder wenn jemand sich ausrücken will, weil im Moment die Welt draussen ist, dann darf und soll er das so machen. Wenn ich etwas rauslassen kann und es mit dem Schreiben manifestieren kann, dann darf man es auch loslassen.

 

Und wenn es sein muss, so Gott will, dann fliesst auf einem anderen Kanal die Energie meiner Kumpels. Ja, es geht darum, das für sich zu machen. Aber auch für mich, was mir eine Hilfe sein kann, wenn ich wieder ein neues YouTube oder einen Postkasten mache, was beschäftigen die Leute?

 

Ja. Um eigentlich auch dort noch mehr zu erfahren, was mit den Leuten draussen los ist.

 

Raphael

Wunderbare Überleitung. Du hast einen YouTube-Kanal, einen Podcast. Was darf man dort erfahren?

 

Christian

Ja, Informationen, so wie jetzt du hier. Es geht einfach, ich beschreibe meine Arbeit, ich erkläre dann über meine Arbeit. Die ersten paar Ausgaben waren da, wo man die einzelnen Zuordnungen der Wirbel beschreibt.

 

Welches Organ betrifft es? Was ist dort dahinter? Oder was ist möglich dahinter?

 

Raphael

Du hast von den Meridianen schon am Anfang gesprochen. Fliesst hier die ECM ein wenig rein? Oder ist es einfach dein Bild, welches du hast?

 

Weil man dort ja viel von Meridianen spricht und von den Organen, die Organuhr und, und, und. Oder hat das mit dem eigentlich nichts zu tun?

 

Christian

Es ist natürlich schon, dass alles zusammen aktiviert wird, ja. Ich würde es halt einfach, ich spüre das natürlich halt einfach. Und die ECM, Akupunktur oder was auch immer, die gehen halt dann einfach dementsprechend mit ihren Nödeln die Meridianen aktivieren.

 

Aber das ist ein kleiner Teil meiner Arbeit. Es ist schon tiefer.

 

Raphael

Woher holst du dir die Inspiration für das Wirken?

 

Christian

Ich bin einfach, ich gebe mir einfach die Chance, zu dürfen mich sein. Ja. Ich bin nicht Heiler.

 

Ich bin nicht Therapeut. Wenn ich in einen Raum hineinlaufe, dann läuft der Christian hinein. Der Christian und Frau G.

 

laufen hinein. Und alles andere interessiert mich nicht. Mich interessiert nicht, was man von mir erwartet.

 

Ich gehe nicht hinein, um zu heilen. Ich gehe hinein, um mich zu sein. Wenn ich mich bin, darf der, der visuell ist, auch ich sein.

 

Und dann kann er das, was er mir zeigen möchte, oder den Körper, die Seele, mir zeigen möchte, das zeigt er mir auf der Liege oben. Und dann arbeiten wir damit. Und wenn dann meine Arbeit, mein So-Sein, wie ich bin, mit all meinen Gaben, der Mensch helfen darf, oder heilen darf, dann ist es wunderbar und schön.

 

Dann haben wir den Sinn und den Zweck erfüllt. Da kann man auch sagen, wie es einmal Werbung gab, ich habe nur einfach meinen Job gemacht. Ich war nur einfach mich.

 

Punkt. Das ist mein Antrieb. Mit dieser Einstellung ist das Ego und alles andere einfach schlichtweg ausgeschaltet.

 

Das Ego hat in meiner Arbeit und dem, was ich tue, keinen Raum und keinen Platz. Das interessiert mich nicht.

 

Raphael

Das war auch schon bei dir. Genau die Message, die du mir mitgegeben hast. Ich bin der Christian, du bist der Raphael, fertig.

 

Raphael ist jetzt noch der Name. Da kann man es auch schon eine Rolle geben, aber einfach sich selber sein dürfen. Würdest du dich als Visionär bezeichnen?

 

Christian

Nein. Wie soll ich sagen? Ich bin sicher derjenige, der und das ist unter anderem auch meine Aufgabe, meine Arbeit und was dahinter ist in Bücher zu erklären und zu beschreiben.

 

Und eben auch in der jetzigen Zeit mit Podcast zu machen und mit Video Podcast über YouTube. Aber das machen viele andere auch. Ich mache es halt einfach auf meine Art und einfach etwas, was für mich auch stimmt und wirklich auch dafür steht.

 

Ich kann nicht einfach irgendetwas plaudern, das geht nicht. Ich bin immer authentisch und halt einfach bei dem, was Sache ist. Irgendeine Theorie oder irgendetwas, darüber spreche ich nicht, denn es gibt keine Theorie.

 

Es gibt nur das Erfahren. Und das ist auch der Grund, vielleicht wäre diese Frage auch noch gekommen. Ich sage, irgendwann habe ich mir gesagt, das war beim Abschluss meiner Biografie, wo irgendwie so durchgekommen ist, du bist Professor des Lebens.

 

Das heisst, mein Wissen ist alles reine Erfahrung von meinen 13'000 oder 14'000 Klienten, die ich mittlerweile unter den Händen hatte. Und nicht irgendwie sonst nehmen, sondern wirklich hier bei mir in der Praxis. Das ist meine Erfahrung und meine Erfahrung war für mich mein Wissen.

 

Und das ist das, was mich geschult hat. Und dieses Wissen gebe ich den Menschen und den Körpern auch weiter, ohne dass man das eigentlich merkt, durch meine Arbeit. Und ja, ein anderer Titel wäre, wenn man das in Zusammenhang bringen würde mit Naturheilpraktikern oder was auch immer, dann wäre der Titel geschützt, aber das darf ich mit gutem Gewissen auch so sagen.

 

Ich finde es irgendwo auch spannend und lustig. Und ja, ich konnte das schlussendlich auch so annehmen.

 

Raphael

Wenn du jetzt eine Vision hast, einen Traum, einen Wunsch, gibt es denn so Steps, also einen hast du eigentlich schon mit dem Hippie-Bus beschrieben, du möchtest ein Buch schreiben, ab bei Hippie-Bus. Gibt es etwas, wo du sagst, jetzt möchte ich die Umsetzung bekommen, was hilft mir damit, damit ich die Umsetzung bekomme, für das Projekt, was es auch immer ist, diese Vision, dieses Bild.

 

Christian

Es ist in der Regel so, wenn ich etwas im Grinde habe, auf Deutsch gesagt, dann mache ich es. Also das heisst, es ist ein Impuls, der aus dem Inneren, aus der Seele kommt. Der erste Gedanke, der erste Eindruck, oder das, was du gerade über irgendetwas kommst, sagst du, okay, das mache ich.

 

Und dann setzt du erst mit dem Willen deinen Geist und deine Handlungen ein. Und dann, ja, manchmal ziehe ich es durch, manchmal eben auch nicht. Es gibt Sachen, wo ich dann halt einfach, ja, jetzt mache ich und jetzt tue ich jetzt gar nichts.

 

Der weite Ego, der kommt sicher noch. Ja, der kommt schon noch, das ist einfach irgendwo, es ist gerade vor der Zeit. Hast du noch eine Vision, die du unbedingt in die Welt raustragen möchtest?

 

Nein, ich mache es tagtäglich. Es gibt keine Visionen, es gibt ein Leben. Es gibt einfach, ich bin einfach und das alleine ist eigentlich schon fast eine Vision.

 

Ja.

 

Raphael

Ich finde das schon, du hast mir das auch im Raum gesagt, da hast du mir zweimal gesagt, lass die Theorie los. Und ich dachte, die Theorie, alles, was ich hier lerne, ist doch wichtig und das gebe ich auch weiter. Und das ist für mich noch, ich kann es jetzt ein bisschen mehr fassen, aber es ist immer noch für mich schwierig in die Umsetzung zu kommen.

 

Christian

Eine Theorie blockiert. Eine Theorie ist ein Wissen von irgendjemand anderem. Aber wenn das Wissen beschränkt ist und wenn das Wissen auf die Person, die du vis-a-vis hast, nicht zutrifft, sondern vielleicht anspricht, aber nicht zutrifft, dann nützt dir das, was nützt dir das?

 

Es nützt dir nichts. Du darfst das Problem lösen. Du darfst die Ursache lösen, du darfst die Ursache lösen.

 

Und das beschreibt keine Theorie. Eine Theorie kann vielleicht sagen, beim TCM zum Beispiel kann es sagen, hier musst du die Nadel setzen oder hier musst du die Nadel setzen. Aber warum das hier blockiert ist, dass man hier das Nadel setzen muss, das sagt dir niemand.

 

Und dann muss ich so brutal viel Theorie in den Kopf drücken, dass das alles zusammen irgendwo funktioniert. Oder ich nehme vor, dass ich das Buch herausnehmen muss, wo ich das Nadel setzen muss. Und wenn du keine Theorie hast und wirklich keine vorgegebene Praktik hast, dann kannst du einfach herstehen und den Mut haben, zu hören, was sagt der Körper mir.

 

Dann gehst du rauf rein.

 

Raphael

Und alles andere funktioniert nicht. So wird man halt nicht geschult.

 

Christian

Es gibt schon Ausbildungen in Sachen Massagen. Es gibt die sogenannte Esolen-Massage zum Beispiel. Das ist eine ganz lange und strenge Ausbildung.

 

dort wird wirklich genau das gelernt, dass man halt einfach den Mut hat, darauf einzugehen, was mir der Körper sagt. Das ist das, was es bringt. Und nicht das, was die Theorie sagt, wie der Muskel heisst oder wie die Sehne heisst oder was auch immer.

 

Sondern was blockiert da? Was nehme ich wahr? Denn der Mensch, der Körper, ist so etwas von faszinierend.

 

Aber trotzdem ist er so einfach. Schauen wir uns eine Makusnerve an, die vom Bauch bis zum Kopf hoch geht. Welche Organe und alles verbinden das?

 

Was für eine geniale Verbindung das ist. Wenn irgendwo der Blockaden ist und hier etwas nicht richtig läuft, dann reagiert der ganze Körper. Ich bin mal auf die Schulter gefallen und habe die Schulter gebrochen.

 

Es war nur hier oben kaputt. Aber der Moment, als das hier oben gebrochen war, ist der ganze Arm nichts mehr mit dem zu tun. Obwohl es einfach hier oben gebrochen war.

 

Der Körper hat das selber reagiert. Er weiss genau, was er in dieser Situation machen muss. Dass hier nicht strapaziert wird.

 

Dass nicht noch mehr kaputt geht. Dann lässt er einfach den Arm runter. Du hast wohl Gefühle, aber du kannst nichts damit machen.

 

Der Körper ist so genial. Du kannst ein Fingerbein abschneiden. Du kannst es einwickeln.

 

Fest zumachen. Und das Fingerbein wächst nach. Wenn du nicht mit irgendetwas reingehst.

 

Einfach der Natur übergeben. Ich habe einen Koch kennengelernt, ich weiss nicht, wie lange man das schon kennt, diese Methode. Der wirklich das Fingerbein abgeschnitten hat.

 

Dann ging er ins Spital und die haben gesagt, da gibt es doch eine neue Methode. Dann haben sie auf St. Gallen angerufen, ein Spezialist, der Mut hatte, das zu machen. Binden, einfach einbinden.

 

Einfach nur einbinden. Nichts anderes machen. Dann ist das Fingerbein und der Nacken alles nachgewachsen.

 

Der Körper ist echt genial. Und der Körper, wie ich auch schreiben will, in der Wirbelsäule erheilt sich selber. Er hat seine Selbstheilungskräfte.

 

Raphael

Das ist auch das, was ich jetzt arbeite. Sie kommen hier mit einem Knie oder mit, weiss ich was das Problem ist. Die Intelligenz im Körper sagt von selber, ich will einfach die Bahnen schön öffnen, dass die Sachen hin kommen, die dort hin müssen arbeiten.

 

Viel müssen wir nicht machen. Klar dürfen wir noch etwas stärken und wieder aufbauen, aber der Körper ist so intelligent, der macht das grundsätzlich von alleine. Natürlich gibt es gröbere Sachen, die wir nicht meinen.

 

Wenn jetzt aber Christian kurz vor dem Sterben ist, was ist das Gefühl? Was passiert danach? Du hast etwas von der Todeserfahrung angeschnitten.

 

Was würdest du mitnehmen, wenn du noch ein Lunchbox mitnehmen könntest? Mit drei Sachen.

 

Christian

Was ich mitnehmen würde? Ich weiss nicht. Eine feine Zigarre, ein Glas Wein, oder Bells.

 

Raphael

Oder Hörnli.

 

Christian

Ja, irgendwie. Schlussendlich sagt man ja, das letzte Hörnli hat eine Ketttasche.

 

Raphael

Was passiert? Ich muss dich mitfragen, ob du Erfahrungen gemacht hast.

 

Christian

Ja, ich habe die Erfahrung gemacht. Die Einzigen sagen ja, du gehst in eine Zwischenwelt. Das stimmt eigentlich nicht.

 

Du steigst auf, deine Seele steigt auf. Ich solle sagen, wenn du aufsteigst und zu deinem Körper gehst, dann bist du als Seele wieder rein. Also nicht das, was deine Enten das Gefühl haben, du warst mal ein Böser und du nimmst das mit ins Grab.

 

Das ist so ein Zeichen. Also Karma gibt es nicht, oder? Nein, es gibt kein Karma, aber es gibt Dinge, die die Seele, wenn sie wiederkommt, in diesem Leben erleben möchte.

 

Die Enten haben das Gefühl, man muss dem Karma sagen. Ja, aber man kann auch jedes Karma auflösen. Und wenn ich es erfahren habe, kann ich weiterlaufen und etwas anderes leben.

 

Das, was ich erlebt habe, das ist halt einfach, ich bin bei einem Unfall 100 Meter durch die Luft durchgeflogen, nach einem TÜV-Unfall mit 21. Und da bin ich einfach so geflogen und ich habe hier unten mein ganzes Leben nochmals durchgelebt. Aber wirklich das Ganze.

 

Alles A bis Z. Und das innerhalb der Zeit, in der du 100 Meter durch die Luft fliegst. Und dann irgendwie am Schluss von dem, kurz bevor ich gelandet bin, ist dann irgendwo Christian gekommen und hat gesagt, wenn ich hier unten lande, dann stehe ich auf, laufe den Hügel auf, laufe zurück von dort, wo ich abgeflogen bin und dann verdammt nochmal fange ich an zu leben.

 

Es ist jetzt einfach sonst noch zu früh für mich zu gehen. Und das habe ich gemacht, bin dann scheinbar gelandet, Schmerzen oder so in dem Sinne habe ich überhaupt nichts gespürt. Dann bin ich den Hügel aufgelaufen, das war dort in Silbrucken, bin ich dort bis zur Sil runtergeflogen, bin ich dort den ganzen Hügel wieder hochgelaufen, bin oben auf das Trottoir und dann bin ich zusammengefallen.

 

Und dann ist eben auch nichts zufällig, sondern es hat gerade ein Arzt hinter mir gekommen und bis dann der Krankenwagen gekommen ist und so. Ja, ich hätte wirklich sollen, ich meine, ich bin irgendwann zwischen 80 und 90 mit dem TÜV auf einen Lastwagen zugefahren, der auf meiner Seite war und es hat keinen Ausweich gegeben. Das Trottoir war so hoch, du konntest nicht ausweichen.

 

Ich weiss es auch nicht. Schau, ich weiss nicht, wie das ging, ich weiss nicht, dass ich irgendwie so an diesem Lastwagen vorbei bin, am Hinterrad vorbei ist, das habe ich noch gesehen vor meinen Augen. Und irgendwie, dann bin ich halt einfach geflogen.

 

Und ja, wenn es hätte sein müssen, dann wäre ich mit 80 direkt in den Lastwagen hinein. Aber das hätte nicht sein müssen, also nach dem Motto, deine Aufgabe ist noch nicht erfüllt auf dieser Welt. Und ich hatte eine ähnliche Erfahrung noch einmal mit, glaube ich, 31, auch mit dem TÜV-Unfall, wo ich auch dementsprechend so wieder durch die Luft geflogen bin und das eben auch wieder erlebt habe.

 

Raphael

Was war die Botschaft damals?

 

Christian

Eben auch, es hätte noch nicht sein sollen. Ja. Heute weiss ich warum, logisch, das, was ich heute tue und was ich heute mache, ja.

 

Raphael

Hast du noch zum Schluss ein Zitat von einem Menschen, der dich inspiriert, der gerne steilen möchte, vielleicht ist es auch ein Songtitel?

 

Christian

Ich bin nicht unbedingt der, Oder ein Witz, oder ein Gewicht. Andernahmlich viel, das habe ich schon gesehen. Ja, ich finde die Sprüche halt einfach gut und was ich noch gut finde, der Spruch, der gestern hier im Kalender geklingelt ist, Träume ist der Sonntag des Lebens.

 

Ja, sind einfach uns selber, sind einfach gemutig, sind authentisch und ja, einfach sind, gerade und direkt, egal was die anderen erwarten oder denken. Sind immer ehrlich und sagen nie zu irgendjemandem etwas, wo du nicht möchtest, dass man das zu dir sagt. Und wenn du dich an das haltest, dann bist du ehrlich.

 

Dann bist du ehrlich an den anderen Menschen gegenüber und dir gegenüber.

 

Raphael

Lieber Christian, ein goldiges Dankeschön von meiner Seite für das Gespräch heute, deine Zeit und Energie, die du in die Gesundheit der Menschen steckst. Und ich freue mich, wenn ich den wieder einmal anheben darf. Dich findet man natürlich auf der Webseite christianfrauci.ch Youtube haben wir schon gehört, LinkedIn, Instagram und Facebook bist du überall dabei, habe ich gesehen. Wenn man mehr erfahren möchte. Und den Flowing Podcast, den findet ihr natürlich auch auf verschiedenen Plattformen, wie Podiaty, Apple Podcast, Spotify, Youtube. Teilen und liken unsere Visionen, wenn sie euch inspirieren, dann bin ich mega dankbar für die 5 goldigen Sternchen und immer für ein ehrliches Feedback.

 

Der Flowing Podcast ist werbefrei und soll für alle gratis sein. Wenn ihr, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, jedoch das Empfinden habt, dass unsere Worte und Energie eine Wirkung zeigen, unsere Geschichte und Visionen euch helfen im Leben, dann dürft ihr mir helfen und den Energiefluss in Form eines Batzali zurückfliessen lassen. Am einfachsten via Twint mit kurzem Vermerk an 079 405 29 45 Dafür danke ich von Herzen.

 

Nochmal Danke Christian.

 

Christian

Ja gerne.

 

Raphael

Die Sonne ist auch gleich rausgekommen, wunderbares Ende. Und dann singen wir traditionell zum Schluss zusammen Flowing Me and Flowing You.

 

Christian

Ich kann nicht Englisch. Flowing You. Müsstest du es auf Berndeutsch sagen.

 

Alles gut.


 
 
 

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