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Folge-51 Gibt es ein Leben nach dem Tod

  • frautschi
  • 16. Apr.
  • 19 Min. Lesezeit

Marco

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Vor der Geburt? Müssen wir büssen für Fehler und Sünden von früheren Leben?

 

Tragen wir Lasten von unseren Vorfahren mit uns mit? Darüber reden wir heute.


Christian Frautschi und die Wirbelsäulenseele und Christian Frautschi, Professor des Lebens, Therapeut, Autor, Lebemensch.

 

Christian

Und Marco Caduff, die fragende Stimme.

 

Marco

Wir sind heute auf einem Gebiet, wo wir nur sehr theoretisch reden können, weil es eine schlechte Beweislage gibt, weil man das eine nach dem anderen nicht beweisen kann. Aber wir reden zuerst einmal über das Leben nach dem Tod. Wir haben ja schon vor einer Zeit über Gottesbilder und Gottesfiguren geredet und haben das ein wenig geritzt.

 

Ich persönlich glaube nicht an das Leben nach dem Tod, weil ich sehe das jetzt einfach sehr mechanisch. Wenn mein Gehirn keinen Stromfluss mehr hat, geht der Lichtschalter aus und es ist einfach vorbei. Und dann ist meine Seele auch nicht mehr.

 

Also ich glaube nicht, dass meine Seele weiterlebt. Und du hast hier ein anderes Konzept.

 

Christian

Ja, wie gesagt, es sind all diese Sichtweisen, wenn man in diese Thematik hineingeht, generell sind das all diese esoterischen Themen, die die einen auf der Welt streuen und weiss ich was alles zusammen. Ich sage immer, es soll jeder seine Meinung haben. Und ich sage dir, wenn das für dich deine Wahrheit ist, dann darf das deine Wahrheit sein.

 

Das heisst aber noch lange nicht, dass du von mir verlangen kannst, dass meine Wahrheit nicht auch sein könnte, sondern dass man die einfach so generell stehen lassen darf.

 

Marco

Ja, voll einverstanden. Solange es für alle Seiten keinen Beleg gibt und es ist so, muss man alles gelten lassen.

 

Christian

Das ist auch der Grund, warum ich eigentlich, wenn ich mit den Leuten arbeite, ich rede mit den Leuten nicht. Wie soll ich jetzt, wenn ich arbeite und ich sehe ein Bild von irgendeinem Ereignis, welches in den Seelen abgespeichert ist, wie soll ich dann nachher hingehen und ihm das Bild erklären, was ich hier gesehen habe. Für mich ist es wichtig, ich habe eine Gabe, das ist ein wunderbares Geschenk, das soll man auch dementsprechend respektvoll für mich dementsprechend damit umgehen.

 

Und ich muss damit nicht provozieren, ich muss damit nicht mich beweisen, sondern meine Aufgabe ist, durch meine Gaben, die ich sehe, was z.B. bei Vorleben bei Eltern, bei Grosseltern irgendwann einmal war, das Problem, das dort war, dass man das auflösen, neutralisieren, aufheben darf. Dass es die folgenden Generationen in diesem Sinne nicht mehr einfach noch länger in sich hineintragen müssen. Wie soll ich das jemandem erklären, das bringt gar nichts.

 

Das bringt nichts, wenn ich jemandem sage, vor drei Generationen stand ein Mann vor seiner Frau mit einer Waffe und hat gesagt, entweder bist du jetzt ruhig und redest keinen Ton mehr über das oder ich knall dich runter. Auch wenn das so war und ich diese Bilder auch sehe, das ist nicht einfach ein Zusammenhalt und eine Nation, sondern das ist wirklich für mich, aber das ist nicht, wo ich bewusst heranschaue, sondern es ist irgendwie einfach, es ist ein Bild oben, es ist eine Geschichte oben, die innerhalb von Sekundenbruchteilen abläuft, die man dann auch auflösen darf und das weitergehen darf. Aber das ist etwas, was ich dann für mich behalte.

 

Ich muss das nicht jemandem unter die Nase halten. Ich kann vielleicht jemanden pushen und sagen, schau die und die Richtung, mach das und das für dich, dass es für dich stimmt, dass du mit dem und dem umgehen kannst. Das sind zwei, drei Sätze, die ich dann vielleicht noch sage, aber das ist mehr eigentlich eine Unterstützung, ein Coaching, dass er sich in diesem Moment vielleicht besser verstehen kann oder etwas einfach besser handeln kann.

 

Und für mich ist es so, dass ich mit meinen Fähigkeiten in diese Seele hineinschauen und hineinschauen und dementsprechend arbeiten kann. Und einfach auch verschiedene Dinge sehen, die aus verschiedenen Leben sein dürfen, die von den Vorfahren sind oder was auch immer. Und für mich ist das einfach ein Instrument und eine wunderschöne Gabe.

 

Die muss ich aber in dem Sinne nicht, weiss nicht wie, mich damit brüsten oder das irgendwie aufs Tablet bringen. Ich habe das und das gesehen oder du warst in einem Vorleben einmal der und der oder was auch immer. Es ist völlig egal.

 

Das Hauptsache ist, was mache ich mit dem Klienten, der irgendein Problem hat, dass man die Ursache dieses Problems lösen kann.

 

Marco

Das kann man ja tatsächlich auch so stehen lassen, weil es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass das wissenschaftliche Verhältnis der Epigenetik sagt, ja tatsächlich, es ist genetisch nachweisbar, wenn in den Vorfahren des Menschen traumatische Situationen entstanden sind. Ich glaube nicht, dass ich mich daran erinnere, ob es da ein Gewehr gegeben hat oder nicht. Aber in diesem Gen ist irgendwo drin, hoppla, es war irgendwann traumatisch, traumatisch schwierig.

 

Also das tragen die Leute tatsächlich mit.

 

Christian

Das ist so, ja. Und das ist nicht einfach nur irgendwie erfunden, sondern wenn das jemand für sich herausfinden muss. Ich sage immer, wenn mich jemand fragt, Christian, was hast du gesehen?

 

Dann sage ich, ich schaue nicht und rede, ich mache. Ich gehe diese Ursache lösen und dann hat sie es. Und dann gehe ich auch nicht im Nachhinein über diese Ursache noch einmal diskutieren, dass wir das Ganze noch einmal aufholen können, dass es auflammen kann.

 

Wenn du etwas wissen musst, von dem, was ich lösen durfte oder was einmal war, wenn es dir helfen muss und für dich in deinem Leben hilft, dann wirst du es wissen, auf irgendeine Art und Weise, egal wie. Und wenn du zum Beispiel, wenn einmal ein Missbrauch war von einem Grossvater, von einem Urgrossvater irgendwie und die Person, die weibliche Person weiss zum Beispiel, irgendwo war mal etwas. Ich habe Probleme mit der Sexualität, ich habe Probleme, mich fallen zu lassen, ich habe irgendwie in meiner Weiblichkeit ein Problem oder was auch immer.

 

Ich bin nicht zeugungsfähig oder egal, in welche Richtung das dann auch geht. Und wenn ich diese Thematik sehe und ich diese auflösen dürfte, so Gott will, dann ist das einfach aufgelöst. Und wenn diese Person schlussendlich wissen muss, war das der Grossvater, war das der Urgrossvater oder wäre er immer oder von welcher Seite.

 

Wenn diese Person das wirklich für sein Leben wissen muss, dann wird auf das Malteas irgendwo kommen. Ich hatte auch schon jemanden, der dann irgendwie oder gesagt hat, der dann vielleicht ab der zweiten, dritten oder vierten Sitzung irgendwie kam und gesagt hat, ich weiss, es war mein Grossvater, der mich damals missbraucht hat. Ich habe mit der Schwester irgendwie etwas diskutiert und dann hat irgendwie die Schwester gesagt, aber ich habe irgendwie auch so etwas erlebt und irgendwo macht es auf das Malteas klick und dann kommt das, was man nicht mehr weiss, weiss man dann auf das Malteas wieder.

 

So wie irgendwo aus unserem Leben, wenn man vielleicht aus der Schule etwas nicht mehr weiss und einem Schulkollegen erzählt hat, ja, weisst du noch, dort haben wir Kräuse geklaut. Oder, ah ja, stimmt, genau, und dann kommt es wieder. Und genau dasselbe ist dort dann einfach.

 

Und wenn etwas muss sein und jemand etwas wissen muss, dann wird er es wissen und sonst darf man es einfach so stehen lassen und darf weiterhin sein Leben einfach leben und geniessen.

 

Marco

Okay. Lassen wir zurück auf den Begriff der Seele. Das ist jetzt wirklich eine Frage.

 

Gibt es diese Seele schon, bevor wir geboren sind und gibt es sie noch, nachdem wir gestorben sind?

 

Christian

Also, es ist so, dass meine Sichtweise, wo ich auch weiss, dass ganz viele Leute das in dem Sinne auch teilen, es ist so, dass es eine Wiedergeburt gibt. Es ist so, dass wenn eine Seele stirbt, es ist die Seele, die aufsteigt, die ins Licht geht, in dem Sinne, wie das Licht aussieht, ob das ein Hotel oder ein Jugendherbergen oder was auch immer ist, oder ein Wölkchen mit vielen hunderttausend Hörnern oder was auch immer, das ist so egal. Diese Bilder habe ich nicht, das weiss ich nicht.

 

Ich weiss, dass es so ist. Und ich sehe auch, wann es geht und wann es aufgestiegen ist. Wenn jemand stirbt, weiss ich auch, dass die Seele teilweise auch vorher schon geht und sich vorher schon verabschiedet hat, bevor der Körper aufgehört hat zu arbeiten oder aufgehört hat zu funktionieren.

 

Und ja, das ist so. Und wie gesagt, ich arbeite ja in dem Sinne auch mit diesen verschiedenen Seelen. Und was das betrifft, von Vorleben, von uns, es gibt ja viele, die das so sagen oder das Gefühl haben, ich muss aus einem Vorleben von mir jetzt in diesem Leben etwas verbüssen, was ich einmal nicht gut gemacht habe, wo ich jemandem zu leid gewerkelt habe, wo ich jemanden verschossen habe oder was auch immer.

 

Und darum bin ich jetzt krank. Und da muss ich sagen, wenn eine Seele aufsteigt, dann ist all das, was in diesem Leben da war, das ist in diesem Sinne alles weg. Das heisst, du musst nichts irgendwo verbüssen.

 

Du kommst eigentlich nicht in die Hölle, wie die Religion das teilweise sagt. Du kommst nicht vor das Wegführen. Sie sagen das aus anderen Gründen.

 

Du steigst auf und dann ist es in diesem Sinne erledigt. Also wenn du wiederkommst und meiner Wahrheit, ganz vielen Wahrheiten von anderen auch, gibt es eine Wiedergeburt. Auch wenn du jetzt sagst, ich kann mir das nicht erklären, das lasse ich dir stehen.

 

Ist okay, ist doch kein Problem. Aber das heisst nicht, dass du bei einer Wiedergeburt das Gefühl hast, du müsstest jetzt das verbüssen, was irgendwann war. Das ist nicht so.

 

Marco

Was wäre denn der Sinn dieser Wiedergeburt, wenn das nicht so ist und nichts davon wiedernimmt?

 

Christian

Eine Seele hat verschiedene Leben. Sie hat Hunderte, Tausende von Leben. Und eine Seele will immer lernen.

 

Du musst dir vorstellen, das ist wie eine Gedankenbölle. Aber nützt das etwas, wenn ich gar nicht wüsste, dass ich eine andere Seele in mir habe? Was kann ich dann lernen, wenn ich das gar nicht weiss?

 

Das ist ein Schwachpunkt an dieser Theorie. Eine Seele beeinflusst dich natürlich, was dein Handeln, was dein Denken ist.

 

Marco

Okay, also leider merke ich es nicht. Aber vielleicht muss ich einen.

 

Christian

Nein, nein, das merkst du nicht. Ich weiss jetzt für mich, was meine Aufgabe ist, was ich in diesem Leben machen wollte, oder auch schon bis dahin gemacht habe, was meine Aufgabe war, was diese Seele, bevor sie wieder in meinen Körper kam, was für eine Aufgabe hat. Das weiss ich und das mache ich dementsprechend auch so.

 

Nicht immer, ich folge nicht immer, aber in der Regel mache ich es schon so. Aber ich habe das selber schon mehr als einmal erlebt. Die einen sagen, die Nahtoderlebnisse.

 

Die anderen sagen, ich bin vor Gott gestanden. Die anderen sagen, ich war dort in dem Licht. Wer was für wen stillt, das kann ich nicht beurteilen.

 

Was ich beurteilen kann, ist, wie es bei mir war. Ich hatte einen schweren Unfall, den ich theoretisch nicht überleben konnte. Ich bin 100 Meter durch die Luft geflogen und bin einfach ein paar Sekunden, ich weiss nicht, wie lange man fliegt, wenn man 100 Meter fliegt mit 80, 100 Kilometern.

 

Ich weiss auch nicht, so lange ist das auch nicht. Aber ich habe in dieser ganzen Zeit, habe ich wirklich mein ganzes Leben, das ganze Leben, das ich bis zu diesem Punkt hatte, habe ich gesehen. Okay, das halte ich für wahrscheinlich.

 

Also alle Dinge, die ich in der Schule erlebt habe, die ich als Kleinkind erlebt habe, die ich mit meiner Familie erlebt habe, die ich in der Ausbildung als Altenmädchen erlebt habe, war alles da. Und das innerhalb von Sekundenbruchteilen. Und dann habe ich zu mir gesagt, ich habe das gesehen, ich habe da wirklich oben runter geschaut und gesagt, und wenn ich dann dort unten lande, dann möchte ich wieder aufstehen, weil das kann es noch nie gewesen sein in meinem Leben.

 

Und ich bin auch wieder aufgestanden. Und ich bin die ganze Strecke zurückgelaufen und oben bin ich dann zusammengebrochen. Logisch, ich war auch schwer verletzt.

 

Und das hat für mich wirklich auch vieles geheissen und für mich auch vieles ausgelöst. Und wie das andere erleben, das kann ich nicht beurteilen. Aber wenn ich zum Beispiel mit jemandem arbeite, da ist der Körper und ich arbeite mit dem hier.

 

Ich will auch immer, dass jeder Klient, ich mache keine Fernbehandlungen, sondern sie kommen zu mir. Ich will den Menschen wahrnehmen, ich will ihn visuell wahrnehmen und ich will ihn auf der seelischen Ebene wahrnehmen. Aber ich sehe den Menschen eigentlich nur als Seele, wie sie effektiv ist.

 

Egal was diese Seele, also dieser Mensch schlussendlich für eine Erwartung von sich selber hat. Und warum er überhaupt kommt, das interessiert mich alles nicht. Mich interessiert nur, was ist die Seele und wo ist sie gebrochen oder kaputt oder wo hat man da eine Ursache, die man auflösen darf.

 

Das ist das, was mich interessiert, das ist mein Job. Da ist der Körper, da ist irgendwo der Gedanke und da oben sind die Bilder, wo irgendwo eine Ursache war, was das Gebrechen von diesem Körper ist. Bei wie vielen Generationen zurück das ist, das spielt überhaupt keine Rolle, das kann ich teilweise nicht einmal sagen.

 

Ich weiss dann vielleicht, ist es die Vaterseite oder die Mutterseite. Aber was diese Seele damals miterlebt hat oder erlebt hat, das sehe ich dann und dann darf man das auflösen. Das geht dann durch alle Generationen durch und dann darf diese Entspannung eben auch in den Körper reinkommen.

 

Und darum spüre ich das dann eben auch, weil ich über den Körper arbeite, auf dem Körper selber, weil irgendeine Ursache nicht einfach irgendeine Spannung über eine Nervenbahn, über einen Muskel oder wo immer und diese Spannung, die löst sich dann. Das sind die drei Ebenen, auf denen ich arbeite. Aber warum das was einmal war und warum das jemand so war oder was auch immer, das spielt überhaupt keine Rolle.

 

Das ist wirklich völlig, absolut ohne Wertung.

 

Marco

Gut, dann kann man es auch stehen lassen, weil sonst im Ganzen würde ich sagen, das ist mir alles eine Spur zum Konkret. Aber es spielt auch keine Rolle, tatsächlich ist man draussen das Resultat, das man erzielt. Und wenn das stammt, dann muss man sagen, okay.

 

Christian

Ja, sicher, ja. Ich kann ja nicht einmal sagen, wenn ich mit jemandem fertig gearbeitet habe, ich kann nicht sagen, was ich da oben gemacht habe. Ich habe letztens so ein wunderschönes E-Mail bekommen.

 

Ich habe ja früher, als ich angefangen habe mit dem vor 27 Jahren, gesagt, ich kann mit Lob und mit Danken, dass du mir da geholfen hast, oder mit Sachen, die ich auflösen durfte, ich konnte mit dem nichts anfangen. Ich wollte das nicht hören. Ich wollte kein Feedback.

 

Also nein, ich wollte kein Feedback. Dann muss man auch mit Leuten Feedback geben. Okay, jetzt geht es mir super, und ich wäre sehr dankbar, weil ich nicht wusste, was ich da oben auflöse.

 

Was soll ich denn mit dem, was sie mir erzählen? Ich konnte es für mich selber nicht fassen. Hast du das Gefühl, ich könnte es manchmal fassen, was ich da oben mache?

 

Nein, ich weiss es nicht. Ich hatte letztens eine Klientin, die von weit her kam. Sie wollte eine X-Platte reintun, sie wollte die X-Wirbel verstiefen, sie wollte das, sie wollte einfach irgendwo, sie wäre von oben bis unten schlussendlich verschraubt gewesen.

 

Sie kam irgendwie drei oder viermal, und es war irgendwie einfach alles weg. Wirklich weg. Und irgendwo, sie hat sich mal gesagt, ja, schön, ist ja gut, das ist ja gut, in dem Fall, ich habe ja nur meinen Job gemacht.

 

Aber was ich wirklich effektiv gemacht habe, und wo aufgelöst habe, das weiss ich nicht. Spätestens, wenn ich zum Raumaus gehe, ist alles weg. Du kannst mich zwei Stunden später vielleicht am Bahnhof im Kiosk hochgehen, etwas kaufen, und die Person steht dort.

 

Es kann durchaus sein, dass ich die Person gar nicht kenne. Ich habe das schon mehrmals erlebt, dass man auf einen zukommt und sagt, hallo Christian, dann kenne ich mich auch. Ja, es kann sein.

 

Aber wichtig ist, dass das, was man macht, dass man es einfach dementsprechend so machen darf, wie man das Geschenk einmal bekommen hat. Ob man das erklären kann oder nicht, das ist doch völlig egal. Wie soll ich dir erklären, dass die Zeit angehalten wird, dass eigentlich alles gleichzeitig ist?

 

Wie so viele Esoteriker und Möchtegern sagen, die Zeit wird ja angehalten. Aber mir hätte eigentlich noch fast niemand sagen können, was das heisst, wenn die Zeit angehalten wird. Tut mir das einmal erklären.

 

Marco

Es entspricht auch bisher jeder Erkenntnis, oder?

 

Christian

Sie haben es einmal gehört und verbreiten es. Die Zeit wird ja angehalten. Ich wusste das ja selber nicht.

 

Bis irgendwo vor einem oder zwei Jahren, als ich für mich die Antwort erhalten habe. Wenn ich mit jemandem arbeite und ich bin 100 Jahre retour, dann bin ich in einer anderen Zeit. Dann lösen wir das auch auf.

 

Und ob das Auflösen in meinen Gedanken, wo ich dann dort bin, gefühlt eine Stunde dauert, ist hier nicht relevant. Es kann sein, dass ich dort etwas auflöse und gefühlt eine Stunde oder zwei Stunden habe. Es spielt klar keine Rolle, weil dort gibt es wirklich keine Zeit.

 

Dort gibt es einfach dann ist das und das gewesen und das darf gelöst werden. Und da gibt es einfach manchmal so, dass ich irgendwie aufhöre zu arbeiten und ich habe das Gefühl, ich habe eine Stunde gearbeitet und ich habe einfach zehn Minuten, eine Viertelstunde gearbeitet und mehr nicht. Und das ist halt einfach so.

 

Und ich kann für mich es erklären, weil ich ja gleichzeitig dort bin. So wie wenn ich dir etwas erzähle, was bei mir einmal war. Wenn ich dir das erzähle, bin ich genau dort.

 

Ich bin dort, wo ich war. Ich habe genau diese Bilder von mir. Auch nicht immer alles.

 

Ich habe viel ausgelöst. Aus der Kindheit habe ich viel ausgelöst. Es war so viel.

 

Ja, ein schwarzer Schaf und ein Jüngster, der nicht mehr hätte sein sollen. Wo ich halt einfach ausgelöst habe. Ich weiss vieles nicht mehr aus der Kindheit.

 

Aber die Dinge, die ich weiss, dann macht es plopp und dann bin ich dort und dann weiss ich es. Ob das jemand anderes auch so hat, das weiss ich nicht. Das kann ich nicht beurteilen und das lasse ich auch so stehen.

 

Marco

Ja, das ist letztlich ja wirklich jedem seine eigene Wahrnehmung, die man ihm sowieso muss lassen, die in diesem Sinne natürlich nie belegbar ist, weil du keinen anderen hast, der mitkommt. Das ist natürlich in diesem Konzept so beinhaltet. Es bist du allein, der dort ist.

 

Christian

Weisst du, Marco, ich hatte ein verrücktes Leben. Ich habe so viel erlebt in meinem Leben. Und ich musste alles zusammen erleben, dass ich sowas von gefestigt bin, dass ich einfach wirklich kann sagen, okay, okay, ohne Wertung, ohne Urteilung, ohne irgendwo jemandem zu nahe kommen, sagen, das macht man nicht, das tut man nicht, sondern einfach einfach so kann stehen lassen.

 

Man sagt dem vielleicht auch etwas weise, ja, und alles andere interessiert mich nicht. Und darum sage ich auch, ich bin nicht ein Heiler, ich bin nicht ein Esoteriker, ich bin nicht ein Therapeut, ich bin nicht das, ich bin nicht das.

 

Marco

Ja, vor allem ein bisschen eben doch, oder? Ich bin einfach...

 

Christian

Ja, ich sage, ich konnte mich ja auch nicht annehmen, als ich das in den ersten Jahren gemacht habe. Ich hatte nur verdammt viel Mühe, ich konnte niemandem sagen, ich bin ein Heiler. Auch wenn das der treffendste Ausdruck ist.

 

Ich musste einfach sagen, für mich stimmt es, wenn ich sage, ich bin der Christian Frautschi, Punkt. Wenn der Christian Frautschi in einen Raum reinkommt und mit jemandem arbeitet und dann diese Person gesunden darf, ist doch das wunderschön. Dann ist es der Christian Frautschi, der es gemacht hat.

 

Okay, dann dürfen wir es auch so stehen lassen.

 

Marco

Ja, Leute haben natürlich gerne Kategorisierungen, oder? Ja, logisch.

 

Christian

Hätte ich aber nicht so ein verrücktes Leben gehabt und alles zusammen, müsste ich mich vielleicht ja auch dementsprechend nennen oder was auch immer. Aber es interessiert mich nicht. Wichtig ist, dass das, was ich bin, das, was ich geschenkt bekomme, dass ich das mache.

 

So wie du als Redner, der deine Stimme braucht, ein Instrument ist, ein Werkzeug ist, das du einsetzt, das die Leute begeistern kann, das die Leute bewegen kann, mit deiner Stimme ein wunderbares Geschenk. Schön, dass du das machst und tust. Und alles andere ist doch scheissegal.

 

Marco

Ja, das ist letztlich wahr.

 

Christian

Ohne irgendwelche Wertung.

 

Marco

Ich will nochmals zurückkommen, wir haben es jetzt nur kurz angesprochen, auf die Geschichte mit dem Verbüssen von Sünden von früheren Leben oder von Vorfahren, was immer, vom Büssenmüssen. Das ist offenbar jetzt nicht deine Ansicht. Es gibt ja natürlich auch Leute aus der esoterischen Szene, Leute sogar auch zum Teil aus der medizinisch ausgebildeten Szene, die sagen, ja, jeder Mensch, sehr pauschal, jeder Mensch, der irgendwie krank wird, ist selber dafür verantwortlich.

 

Jetzt oder in einem früheren Leben. Und das ist natürlich eine gefährliche Aussage, weil sie jemandem auch Schuld gibt für etwas, wo er wirklich nichts dafür kann. Also stellen wir uns ein Baby vor, das krank geboren wird.

 

Und das gibt es.

 

Christian

Ja, mich fragt es auch jemand, wieso hat das kleine Kind jetzt krank werden müssen? Wieso hat das kleine Kind sterben müssen? Ich hatte auch schon Kinder, die schlussendlich eben gestorben sind, weil es ihr Weg ist.

 

Aber da gibt es doch keine Verurteilung von, sagen wir, du musst jetzt etwas verbüssen, was dein Grossvater einmal gemacht hat. Du musst jetzt einfach vielleicht etwas verbüssen, was deine Mutter gemacht hat, geschweige denn, du musst etwas verbüssen, was du in einem Vorleben gemacht hast. Nein.

 

Oder wenn man zum Beispiel jemanden hat, der geistig krank ist, der irgendwie eine psychische, schwere Krankheit hat. Wenn ich schaue, dass diese Kinder, wenn ich mit ihnen arbeite, oder Jugendlichen, äh, so sind, und ich merke, es ist ihnen wohl dabei, dann dürfen wir doch das stehen lassen, dann lebt doch das Kind, das Leben so, wie es die Seele, wie ihr Seelenplan ist, wie sie das leben möchte. Ich hatte schon wirklich Kinder, die wirklich Wirbelsäule hatten, wie ein Achtiball, so wahnsinnig, irgendwo.

 

Und irgendwo, wenn ich mit dem Burschen gearbeitet habe, habe ich gemerkt, er weiss das wohl, aber es stimmt für ihn. Es stimmt für ihn, und er hätte jetzt noch dürfen irgendwo, ich weiss auch nicht, 20 werden, und die Schulmedizin hätte mir mal gesagt, ich werde nicht mehr als 7 oder 8. Ja, dann ist es halt okay so, aber für diese Seele stimmt das.

 

Und das, was ich sage, ist, wir müssen, wie gesagt, nicht für irgendetwas büssen, aber wir suchen unsere Eltern aus. Wir suchen das aus, was in diesem Körper von meinen Vorfahren drin ist. Wir gehen nachher, suchen die als Erzeuger aus.

 

Die Schulmedizin sagt dann halt einfach, es ist ein Gendefekt, den du von der Mutter oder vom Vater oder wer man immer bekommen hast. Aber das heisst dann z.B. noch lange nicht, dass der Gendefekt bei der folgenden Generation auch ausbrechen muss.

 

Marco

Das ist wieder wahr. Wenn er vorhanden ist, heisst es ja nicht, dass er effektiv zum Leben kommt.

 

Christian

Aber der Gendefekt in diesem Sinne, das Gehen, das ist eine Vermaterialisierung von irgendeinem Ereignis, das irgendwann einmal gewesen ist. Und dann darf man das dementsprechend so Gott will, und es darf sein, und es muss sein, dürfen wir das auch auflösen. Wie gesagt, das ist mein Job.

 

Und wie man dem auch sagt, wie die Schulmedizin dem sagt, wie irgendein Esoteriker irgendetwas dorthin plaudert und dem sagt, das ist mir eigentlich egal. Mir ist wichtig, ich bin ein Riesenoptimist, seit eh und dem in meinem Leben. Ich bin aber auch gleichzeitig ein Riesenrealist.

 

Ich habe früher immer gesagt, ich weiss, es gibt Heiler und so, aber wenn mir das einer nicht persönlich an mir zeigt, dann glaube ich gar nichts. Aber wirklich nichts. Und wenn der von irgendetwas erzählt, wenn er das glaubt, okay, ich glaube das, wenn ich es selber erfahre.

 

Und darum habe ich halt einfach das, was ich mache, was ich tue, in dem Sinne halt dürfen erfahren, und es ist dann auch für mich meine Wahrheit und das, was für mich auch stimmt. Aber eben, es gibt nicht irgendwo in dem Sinn ein Verbüssen von irgendetwas, sondern eine Seele, wie gesagt, sucht sich ihre Eltern aus, und sie gehen in diese Familien rein, wo sie irgendetwas, was die Seele sich ausgesucht hat, darf erleben. Wenn sie etwas auflösen muss, von der Vorfahren her, kann sie das halt dementsprechend vielleicht auch auflösen.

 

Aber das heisst doch, die Seele hätte irgendetwas, was sie beiträgt? Ja, sicher, ja. Also beiträgt, sie übernimmt, ja.

 

Wenn die Seele in den Körper reinkommt, das ist nicht erst dann, wenn man wirklich das Embryo sieht. Wenn die Seele in den Körper reinkommt, und ich sage irgendwie, ein paar Tage nach der Zeugung kommt die Seele bereits in den Körper. Die Schulmedizin sagt, der Mensch lebt erst ab drei Wochen, oder ich weiss auch nicht, was.

 

Aber die Seele, für mich, lebt der Mensch, wenn die Seele in dem Körper reinkommt, auch wenn er noch so klein ist.

 

Marco

Ja, es ist ein biologisches Wesen, das hat es für gutmöglich.

 

Christian

Und dann ist das, was die Seele mit auf den Weg genommen hat, was sie erleben möchte, und das Teil, das sie eben, das Vererbte der Vorfahren, wie die Schulmedizin sagt, beiträgt, ins Leben mitnimmt, und so Gott will, darf das auflösen, oder es lebt genau gleich weiter. Und ja, so funktioniert es einfach. Und wie gesagt, wie jemand über das denkt, das dürfen wir dann so stehen lassen.

 

Marco

Ich glaube, das müssen wir. Ja, jetzt haben wir einfach ein paar Fragen ausgerührt und ein paar mögliche Antworten gegeben. Und beweisen können wir nichts.

 

Nein. Gegen das beweisen können wir auch so wenig. Also ja, ich glaube, da muss man sichten, das ist jetzt immer ein ähnlicher Punkt wie damals, als wir über das Gottesbild und die Religion gesprochen haben, man muss einfach Gelte lassen, was andere sehen, solange es nicht bösartig ist.

 

Und das, glaube ich, müsste man jetzt auch wieder auf das Kind anwenden, das krank geboren wird. Das, finde ich, ist eine bösartige Unterstellung, wenn man sagt, das Kind ist selber geschuldet.

 

Christian

Wie will jemand draussen stehen, zu wissen, was diese Seele wirklich will?

 

Marco

Ja, das kann man einfach nicht.

 

Christian

Das kann man nicht. Wenn ich mit so einer Seele arbeite, die schwer krank ist und nur so klein ist, dann arbeite ich an der Ursache. Aber nicht an der Verurteilung oder Beurteilung oder Feststellung dieser Krankheit, oder wie das auch immer heissen soll.

 

Sondern es ist ganz an einem anderen Punkt. Und ich meine, weisst du, Marco, ich sehe so viel. Ich sehe so viel in diesen Behandlungen.

 

Und es sind so viele Dinge, die ich einfach sehe und einfach auch daran arbeiten darf, aber auch Dinge, die ich einfach stehen lassen darf. Und einfach für mich auch sagen, weisst du was, das hat für mich nichts geändert. Das hat mit mir persönlich nichts zu tun.

 

Es ist dort, es ist die Seele, der Körper hat sich das ausgesucht. Und so darf man das stehen lassen, ohne Verurteilung oder was auch immer. Das spielt schlichtweg keine Rolle.

 

Und so viel ist hier drin, was ich für mich sehe, was ich für mich erlebe, was teilweise auch unheimlich spannend ist. Und so darf ich es einfach auch stehen lassen. Weisst du, mein Grossvater wurde von einem Ross geschlagen, vom Schlag ins Bauch, im Bauch, um 49 vom Kriegsmobilmachungstag.

 

Er war dann ein Träger, der in den Ross gearbeitet hat. Irgendwann habe ich die Bilder gesehen, wie das Ross geschlagen hat. Ich habe die Bilder gesehen, wie das nachher abgelaufen ist.

 

Und ich habe die Bilder gesehen, was das, was mein Vater hier erlebt hat. Er war 14, wie er sich gefühlt hat und alles zusammen, wie sein Leben dann war. Das habe ich alles gesehen.

 

Und durch das habe ich ganz vieles verstehen und nachvollziehen Und das ist doch die Hauptsache. Das ist das Wichtigste. dass man irgendwie daraus heraus für sich das machen kann und so weiterleben kann, wie es für sich auch stimmt.

 

Und das einfach auch verarbeiten und abhaken kann. Und ich habe genau in dem Alter, in dem der Vater diese Mühe hatte, habe ich als Jugendlicher genau auch meine Mühe gehabt. Ich wusste nicht, warum.

 

Er hatte mit 21 auch so eine Phase. Ich hatte mit 21 genau auch so eine Phase. Das ist halt einfach etwas, was du mit auf den Weg genommen hast.

 

Auf irgendwelche Ereignisse. Wenn irgendwie eine Besuchsperson von dir, also wenn du Mutter bist und du hast ein kleines Kind im Bauch drin und es ist umhergewachsen und eine Besuchsperson stirbt von dir, ein Grossvater, ein Jugendvater, was immer, und du eine ganz liebevolle Verbindung hattest und ganz fest traurig bist und dich wirklich beschäftigt, das Kind hier spürt das. Und das Kind nimmt das auf den Weg.

 

Und das kann vielleicht sein, dass irgendwann, wenn das Kind im gleichen Alter ist wie deine Mutter, wo das gewesen ist, dass das Kind dann schlussendlich erwachsen wird, dann eine Lebenskrise hat zum Beispiel und wirklich Mühe hat und schlichtweg nicht weiss, warum. Und wenn schon jemand in diesem Moment zu mir kommt, gehen wir diese Geschichte hier auflösen. Und das liebevoll aufheben, dass sie einfach das in diesem Sinne kann stehen lassen und auflösen.

 

Und dann dürfte das auch hier schlussendlich gesunde. Logisch, normal erklärt, schulmedizinisch erklärt, mit dem Verstand erklärt, funktioniert das nicht, aber ich glaube, ich habe es schon 13 oder 14 Tausend Mal gemacht, mit 13 oder 14 Tausend Leuten in diesen 27 Jahren und scheinbar hat es schon etwas daran.

 

Marco

Okay, lassen wir alles so stehen.

 

Christian

Ja.

 

Marco

Und sehen uns beim nächsten Mal.

 

Christian

Bis dann.



 
 
 

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