Folge-46 Haarsträubende Geschichten aus dem Gesundheitssystem
- frautschi
- 16. Apr.
- 20 Min. Lesezeit

Marco
Das heute ist eine Folge, die wir so nicht geplant haben, aber die sich gut ergibt. Christian Frautschi hat mir vorhin, während wir in einer Pause Kaffee getrunken haben, ein paar Fälle aus dem Alltag seiner Praxis erzählt, aber nicht aus seiner Praxis, sondern Fälle, die ihm Klientinnen und Klienten in die Praxis bringen. Haarsträubende Geschichten.
Darum nennen wir auch diese Folge so. Das ist eine Folge mit haarsträubenden Geschichten. Christian Frautschi und die Wirbelsäulenseele.
Mit Christian Frautschi, Professor des Lebens, Therapeut, Autor, Lebemensch.
Christian
Und Marco Caduff, die fragende Stimme.
Marco
Christian, bevor wir über die haarsträubenden Geschichten im Einzelnen reden, vielleicht ganz generell, du erlebst das, das haben wir im Einzelnen immer wieder nebenbei gehört, du erlebst das, dass Klientinnen und Klienten kommen wegen irgendetwas und dann entweder am Rand oder relativ zentral dir irgendeine Geschichte erzählen, die sie noch immer anders erlebt haben, in einem Spital oder bei einem Arzt.
Geschichten, die definitiv Fehler gemacht werden oder geworden sind. Und du erlebst dann die dramatischen Schicksale, die zum Teil auch mit dem verbunden sind. Wie gehst du damit um, wenn das so auf dich zukommt?
Christian
Ja, wie gehe ich damit um? Es ist ja so, dass wenn jemand zu mir kommt, ich weiss ja nichts. Ich weiss ja nichts von diesem Klienten.
Ich habe keine Informationen. Ich will auch nichts wissen im Voraus. Es kann ja höchstens sein, wenn sich diese Person anmeldet, dass mich dann vielleicht Mägi dann schnell fragt, du, wie siehst du das, ist das ein dringlicher Fall, müssen wir da einen Notfall daraus machen, einen Notfalltermin geben, oder wie gehen wir das an?
Da sei dann vielleicht schnell eine Antwort gegeben oder so. Und dann hat sie es aber. Ich weiss, dass ich das dann vielleicht einmal gehört habe, aber das ist alles dann wieder weg.
Bis diese Klientin oder dieser Klienten kommt, sind es dann ein paar Tage, ein paar Wochen, vielleicht auch ein, zwei Monate, je nachdem. Aber wenn ich in den Raum gehe, weiss ich nichts. Aber ich gehe einfach hierher, dann arbeite ich und dann mache ich.
Und dann, logisch, sehe ich unheimlich viele Geschichten, weil durch meine Hellsichtigkeit und wenn ich mit jemandem arbeite, kommen ja die Bilder der Ursache, egal wann und wo das einmal war. Und diese Geschichte ist einfach wie ein Bildschirm oben, der einfach so vorbeiläuft, und ich sehe das, nehme das zur Kenntnis, und dann darf man das auflösen, so Gott will, und das beheben, dass schlussendlich der Körper dementsprechend reagiert und eine Entlastung gibt. Und das darf aufgelöst werden, einmal, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal, je nachdem.
Das ist eigentlich egal. Wenn ich aber zum Raum herauslaufe und wieder draussen bin und zum nächsten Klienten gehe, ist das eigentlich wieder weg. Aber es ist so, dass manchmal Geschichten sind, die ich mit Mägi am Abend vielleicht schnell diskutiere, oder am Feierabend miteinander, sage, du, ich möchte jetzt einmal die andere Seite hören, was ist da überhaupt gelaufen?
Und, weil es mich auf einer Seite interessiert, was ist meine Sicht, wie habe ich das Wort genommen, und wie ist die Geschichte, die effektiv den Klienten das Wort genommen hat, oder was halt einfach um den Klienten herum passiert ist. Und den Klienten erzählt die Geschichte dann Mägi? Der erzählt sie natürlich dann Mägi, entweder bei der Anmeldung bereits, oder wenn sie ein Gespräch macht, bevor ich reinkomme, ist es ja im Schnitt 4-5 Minuten, bis 10 Minuten oder so, je nachdem, mit dem Klienten alleine dort drin.
Und er darf das erzählen, wenn er das Bedürfnis hat, oder er darf auch nichts erzählen, das ist egal, und das, was er erzählt, ist eigentlich auch in diesem Raum und bleibt in diesem Raum. Und wenn natürlich irgendwie etwas Verrücktes herum passiert ist, dass die Klientin oder der Klient überhaupt zu mir kommt, oder bei mir ist, das kann natürlich dann teilweise auf irgendetwas einen Hinweis geben, wo man sich dann auch darum kümmern kann, oder sich damit beschäftigen kann, weil ich will ja auch als Therapeut in diesem Sinne, ich will nicht einfach stehen bleiben.
Marco
Und das, was ihr nachher erzählt, von irgendeiner solchen Geschichte und sagt, das war dann übrigens die Frau sowieso, kannst du dann auch noch in Verbindung bringen mit dieser Frau?
Christian
Ja, so kurz darauf schon. Also wenn es 2-3 Stunden nachher ist, dann kann ich das noch nachvollziehen. Sonst aber ist dann die Person wieder weg.
Aber in dieser Zeit, in einem relativ kurzen Zeitraum, kann ich dann das schon noch präsentieren. Respektive das, was ich dann vielleicht irgendwo auf eine spezielle Art und Weise mitbekommen habe. Und ja, da sind natürlich teilweise unheimliche, tragische Geschichten dahinter.
Ich könnte auch sagen, du interessiert mich nicht, geht mir nichts an, aber ich bin ja auch ein Mensch, ich bin keine Maschine, ich bin nicht einfach jemand, der von Raum zu Raum geht und irgendwie die Hände hinhält und einfach irgendwie etwas macht und rausläuft und gut ist es oder was auch immer, sondern es ist meine Berufung, es ist das, womit ich mich damit beschäftige, und zwar nicht nur hier in der Praxis, auch in der Welt draussen.
Warum ist das so, warum hat das die und die Folge, auch die gesundheitlichen Folgen, das, was im Moment in der Welt draussen passiert, was macht das mit den Menschen, was macht das mit den Psychen der Menschen, was macht das längerfristig mit dem Körper schlussendlich mit diesen Menschen, und das interessiert mich auch, und das ist das, was mich natürlich dementsprechend auch beschäftigt. Und ja, das sind halt einfach irgendwo Geschichten, die irgendwie wirklich völlig verrückt sind, sei das Ungerechtigkeit, sei das Ausnutzung oder was auch immer, die mir dann wirklich auch, wenn ich den Menschen spüre, wie der Mensch ist, und was mit dem Menschen gemacht worden ist, die mir dann wirklich sehr, sehr nahe gehen. Also ich bin nicht einfach der Therapeut, wo das einfach gleich ist und oberflächlich ist, nicht spricht, aber es ist eben viel mehr dahinter, und das ist manchmal am Abend, zum Beispiel so wie jetzt in den letzten Wochen, wo ich ein paar Fälle innerhalb von zwei Tagen erlebt habe, wo ich einfach zu Hause sitze, am Abend zu Hause bin, ganz allein für mich, und das mir dann so überlegen, und halt einfach manchmal auch weinen, weil sie mich einfach beschäftigen, und wenn es nicht einfach gleich ist, das ist die eine Möglichkeit, oder dass ich halt einfach auch, ich gehe ja regelmässig in die Sauna, dass ich in die Sauna gehe, und einfach, das ist ganz allein etwas für mich, zwei Stunden für mich in die Sauna hinein, und einfach alles rauslassen, in dem Sinne, abduschen, und dann ins eiskalte Wasser hinein, um zu generieren, aufzulöschen, durchwurzeln lassen, und alles, wo eigentlich ich mich so wie, wie soll ich sagen, ja, wieder ein bisschen zu mir zurückbringen, Zeit für mich und zu mir zurückfinden, weil das halt eben, auch gebraucht, ich kann nicht einfach rauslaufen und weiterlaufen, es ist mir nicht einfach gleich, im Normalfall schon, aber ich meine, weisst du, seit ich das mache, ich habe es letztens irgendwie angeschaut, es müssen irgendwie um die 13'000 oder 14'000 Klienten sein, die schon bei mir gewesen sind, in diesen 27 Jahren, wo ich das jetzt hier mache, und es kann ja nicht sein, dass da irgendwie etwas an mir hängenbleiben könnte, aber es sind halt einfach teilweise Geschichten, die einen beschäftigen, oder die halt einfach, wie soll ich sagen, das Ganze darum herum halt nachgehen, was da in dem, ja, ich sage jetzt mal, in dem Gesundheitssystem passiert, oder halt eben auch falsch läuft.
Marco
Also es läuft tatsächlich viel falsch, du hast mir jetzt vorher ja, während wir Kaffee getrunken haben, vier Geschichten erzählt, die Skandalgeschichten sind, die du mir erzählen kannst, ohne Namen natürlich, und ohne Namen der medizinischen Institutionen, die darin verwickelt sind, die Geschichte mit dem Frau, mit dem 3G-Nerv, kannst du vielleicht einfach erzählen, was das genau war?
Christian
Trigeminus-Nerv ist ja etwas, das wir ja etwa einmal hier haben, das Nervensystem völlig überreizt ist, das hat den Grund, dass teilweise eine Blockade da ist, in der Halswirbelsäule, oder in der Verspannung der Schultermuskulatur, die auf den Nerv drückt, der auf den Trigeminus-Nerv geht, und der Trigeminus-Nerv versorgt eigentlich die ganze Gesichtshälfte, spüren lässt, und die Signale an das Hirn gibt, oder auch umgekehrt, Gefühl hat, alles gespürt, und es schadet eigentlich sogar etwas, mit der Zunge der linken Seite, und mit der Zunge der rechten Seite, auch die ganze Gesichtshälfte, vom rechten Gesichtsnerv aus, und wenn der Schmerz da ist, der Trigeminus-Schmerz, der ist brutal, das ist ein so brutaler Schmerz im Gesicht, wo du einfach nichts machen kannst, du kannst wirklich sehr wenig machen, und auch die Schulmedizin, kann an und für sich nichts machen, also bis vor 2-3 Jahren, hatte die Schulmedizin absolut keine Lösung, um mit dem Trigeminus-Nerv etwas zu machen, was man lösen könnte, und dann haben sie aber angefangen, vor 2-3 Jahren, in einer Privatklinik, dass man da hinten aufgeschnitten hat, und zu dem Trigeminus-Nerv kam, und das Gewebe rundherum, wie so gelöst hat, wo vielleicht das Gewebe selber zu fest mit dem Nerv zusammen verwachsen war, oder wie so verklebt war, dass man das gelöst hat, und das kann, zu 30-40% kann, unter Umständen, beheben, wenn es Blockaden im oberen Bereich ist, wenn es aber im Nackenbereich ist, oder im Schulterbereich, wo das Signal da hochgeht, dann nützt diese Lösung nichts, und wie gesagt, ich hatte schon x solche Fälle, und da muss man halt einfach die ganze Muskulatur, Schultermuskulatur und das, was in der Schulter ist, alles lösen dürfen, und kann man das schlussendlich hochziehen, dass das alles zusammen wieder frei laufen darf, und so dementsprechend die Schmerzen lösen und aufheben darf, aber es braucht auch Zeit, weil bis ein Nerv Schmerzen anlässt, braucht es halt einfach Zeit, weil es ist so etwas Empfindliches.
Gut, es war so, dass diese Frau mir gesagt hat, schau, geh zu diesem Arzt, ist sie gegangen, der hat gesagt, ja, dann müssen wir operieren, und das war letzten Dezember, und genau in einer Zeit, in der eigentlich sonst nicht operiert wird, oder auf Endejahr möglichst wenig operiert sind, dass auch die Ärzte und auch das Personal schlussendlich einmal einen Tag haben, an dem nicht viel los ist, an dem auch zu ihren Familien gehen können, in der Festzeit, in der Weihnachtszeit.
Gut, sie ist dann dort gegangen, der hat gesagt, gut, operieren. Sie hatte die Operation, sie hatte den Schmerz immer noch, logisch, den hat man nicht einfach innerhalb von Stunden weg, auch wenn man die Operation macht, dann gibt es erst recht eine Reaktion. Sie hatte den Schmerz immer noch, sie ist dann wieder zum Arzt, der hat gesagt, der Schmerz ist immer noch da, nach ein paar Tagen, und dann hat sie gesagt, ja, wir operieren noch einmal.
Gut, das ist der Arzt, das geht in Weiss, das ist halt noch aus einer Generation heraus, in der man glaubte, was der Arzt sagt, und hat das machen lassen, zum zweiten Mal. Nach dem zweiten Mal war es immer noch nicht gut, und dann hat der Arzt respektive der Herr Professor, die Koryphäen in diesem Gebiet, wo einmal in einer Fernsehgesundheitssendung das gezeigt wurde, wie man das macht, wie das geht und alles bestens ist, dann hat er zum dritten Mal die gleiche Operation gemacht. Und es war immer noch nicht gut.
Und dann hat sie sich bei uns gemeldet, etwa eineinhalb Wochen nach dieser Operation, oder zwei Wochen später höchstens, nach dieser Operation, also nachdem wir gleich wieder angefangen haben zu arbeiten, im Januar, und wir haben sie natürlich ganz klar dem zufolge als Notfall hineingenommen. Wir haben die Klientin gekannt, von früher her, weil sie etwa da war, und auch dort durften wir die Probleme lösen. Und Mägi konnte mich nicht einmal fragen, ich wusste das gar nicht.
Sie hat sofort auf den anderen Tag einen Termin gegeben, und haben sie so notfallmässig am Schluss reingegeben. Und ich habe dann mit ihr gearbeitet, und einfach wirklich versucht, das System wieder auf eine normale Schwingung herunterzubringen. Ich weiss nicht, ich habe sehr lange, ich habe sicher etwa drei oder viermal so lange gearbeitet, wie ich sonst an einem Klienten arbeite, weil es einfach Zeit braucht.
Und okay, sie ist dann nachher gegangen, und sie war ja die letzte Klientin, die sie am Schluss noch angenommen hat. Und dann, Mägi, weisst du, solche Geschichten, die gehen mir wirklich, wenn ich es dann weiss, unheimlich nahe, weil das ist mir nicht einfach gleich. Da hat Maggie erzählt, sie ist dreimal innerhalb von 14 Tagen operiert worden.
Da hat sie gesagt, hey, das ist ja fahrlässig. Ja, das ist ein Herr Proffesor, der hat gesagt, das muss man machen. Und am Schluss, wo es immer noch nicht gut war, hat er dann gesagt, ja, sie sind halt schon in einem schwierigen Fall, ja, sonst müssen wir halt noch einmal operieren.
Also er hätte noch ein viertes mal operiert Er hätte noch ein viertes mal operiert. Das ist das eine in der ganzen Geschichte.
Er hat gesagt, hey, der Nerv, der ist zerfranselt, der ist kaputt, das braucht im Fall, weisst du, wie viel Zeit, bis der wiederkommt. Okay. Wir sind jetzt dran, ich bin jetzt regelmässig mit ihr arbeiten.
Das Grösste ist noch, das hat sie dann, als sie das zweite Mal gekommen ist, hat sie dann erzählt, hat gesagt, weisst du was, ich habe die drei Operationen sofort zum Voraus zahlen müssen. Ich habe für die drei Operationen müssen... Halt dich fest, Marco.
35'000 Franken. Für drei Operationen 35'000 Franken. Sorry.
Ich glaube, da erübrigen sich schlussendlich weitere Kommentare.
Marco
Die Summe, wer weiss, wie kompliziert das ist, das kann man von hier aus vielleicht nicht beurteilen, aber was sowieso sehr, sehr, sehr seltsam ist, dass sie das Voraus zahlen muss. Das gibt es eigentlich nicht.
Christian
Ich weiss nicht genau, wie genau die Umstände mit dem Arzt waren, aber es ist wirklich... Das ist jenseits von Gut und Böse. Das ist einfach wirklich die Leute ausgenommen und weisst du was, wenn man das nicht hinkriegt, das ist unerträglich, Sie haben sich bei der Exit, der Sterbehilfeorganisation angemeldet.
Und da hat sie mich gefragt, Christian, du nimmst ja eigentlich keine Klienten, weil wir bei der Exit sind. Ich sagte, ja, aber du bist jetzt wirklich ein anderer Fall. Mit mir kann man das auch diskutieren und das mache ich auch.
Das ist brutal. Das ist echt brutal und das ist einfach... Ich kann nur einfach vorzu schauen und vorzu machen, Es braucht Zeit und ich hoffe, dass sie es schlichtweg überlebt.
Marco
Und was kann man jetzt Leuten in einer ähnlichen Situation raten? Spätestens nach der ersten misslungenen Operation?
Christian
Zweitmeinung. Zweitmeinung bei jemandem, der die ganze Geschichte nicht kennt. Zweitmeinung einholen.
Ich habe x Klienten, die Zweitmeinungen hätten einholen sollen oder gehen einholen. Und es ist einfach krass, was... Sorry, ich bin kein Schlechtredner von dem Gesundheitssystem.
Ich meine, ich würde auch nicht mehr leben. Und jeder von uns hätte irgendwie auf diese Art und Weise profitieren dürfen, müssen. Das ist doch okay, die soll es auch geben.
Aber es soll nicht eine Ausbeutung sein, es soll nicht eine Krankheitssystem sein. Es soll kein Gesundheitssystem sein, wo man Dinge macht, die nicht sein müssten. Operationen, die in Privatkliniken ich will hier kein Name nennen, aber einfach in Privatkliniken unbedingt gemacht werden wollen, unter irgendwelchen Fadenscheinungen begründigen.
Sonst haben sie dann die und die Probleme oder die und die Probleme. Man kann bei einem Armbruch nicht einfach nur noch eingipsen, wie man das früher gemacht hat. Sondern wenn jemand gut verdient war und gut versichert ist, empfiehlt man dem selbstverständlich, dass man eine Platte reinmacht und die Platte muss ein Jahr später wieder raus.
Obwohl man das eigentlich ganz normal mit einem Gips stilllegen könnte verhärtet und ein paar Wochen später sieht man gar nichts mehr so, wie es seit eh und je gemacht wurde. In sicherheitsfällen, wo ich meinen Fuss abgebrochen hatte, gab es nichts anderes, als einfach drei Platten und 14 Schrauben reinzumachen, weil an drei Stellen die Knochen gebrochen waren. Ja, okay, das ist auch gut.
Die wurden nach einem Jahr auch wieder rausgeholt. Das ist auch gut. Das ist auch der Grund, warum ich zu diesem Chirurgen gekommen bin.
Ein paar Jahre zuvor, als ich auf die Schulter fiel und bei Fahrrad die Schulter gebrochen war, sagte ein normaler Arzt, er hätte hier eine Platte reingemacht. Er hat das angeschaut und gesagt, ich mache Ihnen da nicht gerne eine Platte rein, weil dann ist die Durchblutung der Schulter, die wieder gut kommt, gefährdet und kann unter Umständen den Knochen abfaulen. Das kam schlussendlich auch gut.
Das war gut. In der anderen Klinik hätte es die Platte reingemacht, logisch. Er hat auf eine Operation verzichtet.
Das war gut und kam auch gut.
Marco
Also, die gibt es. Das andere ist definitiv eine sehr seltsame Geschichte. Sie erzählt von einer Frau, die nach Einnahme eines Kontrastmittels bei einem Untersuch drei Herzinfarkte hatte.
Was vielleicht passieren kann, das allein, bis hierhin?
Christian
Also, scheinbar gibt es das in ganz wenigen Fällen. In der Regel fragen sie das aber auch. Ich wurde auch schon gefragt, ob sie die Kontrastmittel vertragen.
Marco
Das weiss ich nicht. War das bei dieser Frau das erste Mal? Man hat sie scheinbar nicht gefragt.
Ich müsste jetzt einfach sagen, ich weiss es nicht, wir müssen es ausprobieren.
Christian
Ja, ich denke, das kann man testen. Aber wenn es um solche Dinge ging, hatte ich das zweimal. Einmal mit dem Knie, oder auch hier, hat man mich gefragt, ob sie die Kontrastmittel vertragen, oder ob sie irgendwie eine Allergie von den Medikamenten haben.
Sie hat mich scheinbar nicht gefragt. Wir haben ihr ein Kontrastmittel gespritzt. Und sie hat, während das Kontrastmittel drin war, und man sie in die Röhre getragen hat, drei Herzinfarkte hatte.
Innerhalb der kürzesten Zeit hatte man drei Herzinfarkte, die man wieder zurückholen musste. Ein anderer überlebt das nicht. Das ist eine Zäche.
Ja, und irgendwie ... Okay. Scheinbar kann es ja das geben, Aber es ist nicht immer alles harmlos, wie man zuvor sagte.
Es ist absolute Routine, kein Problem, es funktioniert tiptop. Gut, dadurch, dass man sie dreimal hinterherholen musste, hat man sie in ein künstliches Koma gesetzt, damit sie regenerieren konnte. Sie ist von diesem künstlichen Koma aufgewacht.
Er kam zu ihr und erzählte ihr das. Sein Fehler sei nicht abgewählt worden, ob sie empfindlich auf das Kontrastmittel sei. Er nimmt den Fehler auf sich.
Er entschuldigte sich dafür. Okay. Dann kam alles wieder gut, logisch, mit Folgemedikamenten und allem zusammen, damit es keinen neuen Herzinfarkt gibt.
Irgendwie kam sie zum Hausarzt. Der Hausarzt verlangte die Akten. Er fand in den Akten des Spitals keine Unterlagen der Untersuchungen, der konsequenten Untersuchungen, und überhaupt keine Akten, dass sie bei ihnen im Spital war.
Die Akten waren einfach ... ... verschwunden.
In den Serien, in den teilweise lustigen Krimiserien, sei das Hubert und Staller oder was auch immer, die etwas mit Humor aus solchen Dingen machen, waren sie einfach die Akten nicht mehr da.
Marco
Verdächtig, auf jeden Fall. Solche Geschichten gibt es alle ein paar Jahre. Es kommt vor, dass Spitäler Akten verlieren.
Wahrscheinlich kommt es zu meinen, das halte ich für möglich, dass eine Akte einfach verschwindet. Wenn sie genau verschwindet, nachdem etwas sowieso passiert ist, muss man sagen, auffällig.
Christian
Ja, vorallem der Arzt nach der Operation oder nach dieser Geschichte schlussendlich an das Bett stehen und sich entschuldigen und sagen, es tut mir leid, es war mir ein Fehler unterlaufen. Was ja alles sehr gut und recht wäre.
Marco
Ja, eine haarsträubende Geschichte. Eine andere, genauso haarsträubende, ist die Geschichte mit der Frau mit der Prolia-Spritze. Kannst du vielleicht erzählen?
Man hat ihr diese Spritze empfohlen gegen mögliche Osteoporose, oder?
Christian
Also, es war so, eine zierliche Frau, vielleicht 1,55 m, irgendwie 48-50 kg, also wirklich eine zierliche Frau, da hat sie bereits vier Kinder auf die Welt gebracht. Sie war irgendwie um die ... ...
55-60 kg, glaube ich. Ich weiss es auch nicht genau, das Alter ist eigentlich egal. Sie war eigentlich immer so in einem ganz normalen Check-In bei einem Arzt.
Und dann hat der Arzt zu ihr gesagt, also, sie in ihrem Alter, sie müssen unbedingt die Prolia-Spritze, wie die heisst, gegen Osteoporose machen. Dann hat sie gesagt, sie hat bis dahin in ihrem Leben, also seit 60 Jahren oder noch mehr, nicht einen einzigen Knochenbruch gehabt. Und der Arzt hat gesagt, sie sind in einem Alter, in dem man vorbeugen muss, sie müssen das machen.
Es ist halt auch noch eine aus dieser Generation heraus, die halt einfach folgt, was jetzt hier der Herr Doktor, der Arzt, sagt. Sie hat gefolgt und hat das machen lassen. Sechseinhalb Jahre später, aus dem Nichts heraus, zerbricht der linke Oberschenkel.
Abgesplittert, kaputt. Kurz darauf der rechte Oberschenkel. Schlussendlich ein verletzter Wirbel, ein gebrochener Wirbel und sonst noch zwei, drei Sachen.
Und dann ist sie zu einem anderen Arzt gegangen und der hat gesagt, ja, aber sie als so eine zierliche Frau, die noch nie irgendwo einen Knochenbruch gehabt hat, sei das schlichtweg fahrlässig, dass man dann überhaupt ihre Spritze, denn diese Spritze hätte man ihr gar nicht machen dürfen. Und das weiss man, diese Spritze bewirkt, wenn man Osteoporose hätte, würde es dies stoppen. Jetzt gibt es aber auch ein Problem, diese Spritze gibt es nur in einer Dosisgrösse.
Ob es etwa 50 Kilo oder 100 Kilo ist, leicht oder schwer oder übergewichtig, spielt keine Rolle, man gibt immer die gleiche Spritze. Und man weiss auch, wir haben ja das Thema schon einmal in einem Buch besprochen gehabt und in «Sieben Tage im Hippie-Bus» steht es auch drin, wo wir dort schon einmal recherchiert haben, dass diese Spritze eigentlich nicht viel nützt und wenn, man darf sie nie mehr absetzen. Weil wir herausgefunden haben, dass sie unheimliche Nebenwirkungen hat.
Wenn man die Spritze im Internet eingibt, ist Haarsträubend, was man da liest, welche Nebenwirkungen man hat. Und bei ihr waren diese Nebenwirkungen schlichtweg, dass ihre gesunden Knochen schlussendlich versplittert und kaputt gegangen sind. Also wie gesagt, wie den anderen Ärzten nachher wieder gesagt hat, man hätte diese Spritze nie machen dürfen.
Und jetzt wird sie dann demnächst die Spritze absetzen und es gibt scheinbar mittlerweile wie so ein Gegengift, wie bei einem Schlangenbiss scheinbar, gibt es da irgendwo eine Spritze, ein Gegenmittel, das den Knochen wieder stärken Kann man für sie hoffen? Auch wieder natürlich eine unsägliche Geschichte. Also diese Frau im Moment, die kommt an Stück, die kann nicht normal laufen, die kann nicht mehr normal stehen, ist eigentlich in ihrem Körper völlig zusammengefallen.
Also ich nehme jetzt einen harten Ausdruck, aber sie ist von einem gesunden Menschen durch diese Spritze zu einem Krüppel geworden. Das ist so nicht.
Marco
Die Hintergründe kennen wir jetzt ja nicht. Die Frage ist, ist es um Geld gegangen, um eine medizinische Falscheinschätzung, alles denkbar, vielleicht eine Kombination davon?
Christian
Natürlich auch der Herr Professor, der das schlussendlich gemacht und verschrieben hat, ist passioniert auch. Er hat einfach irgendwo noch sein Abendbrot mitverdient, weil wir wissen, dass die von der Pharma eigentlich gesponsert werden, vor allem je teurer das Medikament ist, desto mehr bekommen sie. Und wir wissen, dass ein guter Arzt, bis zu einem sechsstelligen Betrag im Jahr, hinten herum zugesprochen wird, bekommt, egal wie.
Marco
Also man kann mitspielen, wäre natürlich total skandalös, aber nicht undenkbar. Noch ein letzter Fall, den du mir erzählt hast, mit der misslungenen Darmspiegelung, zufällig waren das jetzt alles Frauen, aber wieder eine Frau war das, oder?
Christian
Ja, ich habe eine Geschichte von einem Mann, mit dieser Platte mit dem Arm, das war ein Mann, dem hat man auch, z.B. auch in der gleichen Klinik, hatte er ein Problem mit dem Herz, ein wenig Druck und so, da hat er gesagt, wir müssen sofort einen Stand einsetzen, wir müssen sofort etwas machen, und dann hat er gesagt, nein, ihr macht nichts, natürlich ist bei einem anderen Arzt gemacht worden, er hat gesagt, es ist alles gut, sie sind nur ein wenig am Anschlag gewesen, da muss man überhaupt nichts machen, und er ist fit, fidel und gesund und irgendwo 72 Jahre alt, und sportlich und aktiv, und ja. Also, Frau mit der Darmspiegelung. Frau mit Darmspiegelung, die Darmspiegelung müssen wir ja machen, hat ja dein Arzt sicher schon gesagt, ich habe einmal im Leben eine gemacht, tatsächlich.
Stimmt, das hast du mir auch erzählt. Und ich höre es auch vom Kollegenkreis, alle, die irgendwo ab 50 sind, haben mal gesagt, sie sind angesprochen worden, machen Darmspiegelung, Vorsorgeuntersuchung, es kann dir nichts passieren, und wenn irgendetwas wäre, dann kann man das gleich rausnehmen, kann man das gleich rausholen. Sie hat gesagt, nein, sie will das nicht, sie hat kein Problem mit ihrem Darm und so, sie sagten man muss ich das jetzt machen, und überhaupt, das sei weder gefährlich noch sonst etwas, und ...
Marco
Stimmt, glaube ich, in aller Regel auch, oder?
Christian
Stimmt eigentlich in der Regel auch, und er mache von Morgen bis Abend nichts anderes als das. Und das sei so ein Routine-Eingriff, der völlig normal und harmlos sei. Und sie hatte wirklich echt Bedenken, nach dem Motto, was will man da jetzt in sich hineinschauen und so, und ja ...
Gut, sie hat die Darmspiegelung dann überreden lassen, sie hat die Darmspiegelung gemacht, sie ist nach dieser Darmspiegelung nach Hause, hat zu Hause angefangen, Bauchweh zu bekommen, und irgendwie hat sie gedacht, das stimmt irgendetwas nicht, sie ist zusammengebrochen, sie ist ins Spital gegangen, und da hat man festgestellt, dass bei dieser Darmspiegelung scheinbar etwas nicht gut war, dass er irgendwo scheinbar ... beim Untersuch in die Milz gestochen hat, oder in die Milz reingestochen ist, das ist eine Kamera, die man da irgendwo anschauen kann, und die Milz verletzt hat, und die Milz ist ja ein Schwamm, ein Reinigungsschwamm eigentlich, der voller Blut ist, und wenn die Milz verletzt ist, dann kannst du innerlich verbluten, und sie hat sofort eine Notoperation gebraucht, und es ist bereits innerhalb der kürzesten Zeit, hat sie drei Liter Blut in ihrem Bauchraum gehabt, und dann musste man natürlich sofort die Milz rausnehmen, weil sie ja verletzt war.
Es war eine ganz normale Hundskommune-Untersuchung, und das ist natürlich auch der Grund, warum sie zu mir kam, nachher halt schon traumatisiert von dem Ganzen, das ganze Vorgehen, wie sie eigentlich gesagt hat, ich will das nicht, man sie einfach überredet, du bist in diesem Alter, du musst das machen, Punkt.
Marco
Also das ist, glaube ich, bis dahin wirklich wahr, also ich muss jetzt ehrlich sagen, ich habe vor einem Jahr, als ich 65 war, zum ersten Mal das gemacht, weil auch wir, meine Ärzte, schon lange gesagt haben, das müssten wir, und die Vorgeschichte ist, es sind zwei meiner Freunde an Darmkrebs gestorben, die eben diese Untersuchung nicht gemacht haben, die waren vermeidbar, mit einem Untersuch, früh genug, kann man auch nicht garantieren, aber ich glaube, die Darmspiegelung an sich ist schon sehr empfohlen, und in aller Regel völlig armlos, aber da ist jetzt einfach etwas schiefgegangen, wie es vorkommt.
Christian
Ja, wie gesagt, das ist doof, aber das Verrückteste, Marco, ist ja, wie ich dir vorhin gesagt habe, diese Fälle jetzt hier, das sind Fälle vom letzten Donnerstag und vom letzten Freitag.
Marco
Das ist dramatisch in dieser Häufung, ja. Also ich hoffe, es ist nicht jeden Donnerstag und Freitag so, aber es kommt vor.
Christian
Nein, sicher nicht, aber ich erlebe natürlich tragische Geschichten hier, und ich erlebe natürlich auch Geschichten, wo wirklich die Leute auch zu spät kommen, wenn es um Krebserkrankungen geht oder was auch immer, wo die Leute halt einfach irgendwo noch etwas von mir hören, weil wird ja immer Bekannter, und dann kann es halt sein, dass man über irgendwelche Ecken von jemandem hört, der bei mir war, und was dann heisst, ja, geh doch mal noch zu Christian, manchmal wirklich als Letztes.
Und ja, dann sehe ich, dann hört man halt einfach wirklich viel. Und es ist nicht so, dass mich das, wie gesagt, dass mich das abbrüht, und dass mir das einfach am Arsch vorbeigeht, auf Deutsch gesagt, dass mir das nicht gleich ist, was mit diesen Leuten passiert, was für Geschichten, die sie auf ihrem Seelenweg in dem Sinn angezogen haben, sondern, ja, ich finde es einfach teilweise wirklich verrückt, wo man einfach, wo mich auch selbst, der Christian, der wirklich so völlig neutral und objektiv an alles hingeht, und dementsprechend versucht, eine Lösung zu finden, mit meinen Kumpels zusammen, um das zu lösen, das halt einfach trotzdem, das kann doch nicht einfach an einem vorbeigehen.
Ja, das kann es wahrscheinlich nicht gut.
Marco
Also da kann man froh sein, du hast ja am Anfang erzählt, in der Sauna rauszuschwitzen, in der Sauna hast du so etwas, oder? Du hast deine Variante gefunden, wie du damit umgehst.
Christian
Ja, ich glaube, das muss man auch. Im Sommer gehe ich auf mein Fatbike hoch und fahre eine Stunde, anderthalb Stunden durch die Wälder, und geniesse es so, und sitze mal auf einem Bänkli und schaue auf den See, oder was auch immer, um herauszuarbeiten, in diesem Sinne. Aber sonst, in der Regel ist es wirklich so, dass ich aus dem Behandlungszimmer herauslaufe, und es ist alles weg.
Aber wenn man die Hintergründe einer solchen Geschichte erfährt, wie man darüber spricht, oder vielleicht auch das nächste Mal, wenn die Klientin oder der Kunde wiederkommt, vielleicht dementsprechend irgendwie noch einen entsprechenden Hinweis haben, oder dass ich eben auch schon, was auch immer vorkommt, einen Arzt vermitteln kann, der weiss, wie er arbeitet. Ich habe ja auch Ärzte, die zu mir in die Praxis kommen. Es gibt mittlerweile einige, die auch keine Berührungsängste haben.
Oder auch Ärzte, die ich sonst von mir her zu tun habe. Oder Ärzte, mit denen man ganz offen und ehrlich miteinander diskutieren kann und auch bereit ist, wenn, weil mich etwas interessiert, zu hinterfragen und darüber eine Auskunft geben können, was man eben auch sonst noch für eine Möglichkeit hat. Und ich, ja, ich habe halt auch den Mut, zu hinterfragen, warum und so.
Und ich glaube, das ist das, was ich vielen Menschen draussen auch wünsche. Dass er wirklich den Mut hat, um eine Zweitmeinung einzuholen, den Mut hat, um etwas zu hinterfragen und nicht nur einfach die Faust im Sack macht und das Gefühl hat, ich bin jetzt einfach das ... Es ist jetzt scheinbar für mich bestimmt auf meinem Weg.
Nein, es muss nicht alles so sein.
Marco
Das kann man ja mitgeben. Das andere ist natürlich auch der Charakter unserer Gespräche. Die waren jetzt ganz unerfreuliche, furchtbare Geschichten.
Wir hören hier und da unerfreuliche Geschichten. Aber den Leuten kann man ja mitgeben, sie passen auf, sind kritisch, hinterfragen. Ja, sind aufmerksam.
Das kann offentlich einen positiven Effekt haben.
Christian
Und mittlerweile können wir ja auch im Netz, im Internet so viele Dinge fragen und hinterfragen, was auch sehr, sehr hilfreich ist. Wie jetzt z.B. mit dieser Knochengeschichte. Da liest man fast schon an erster Stelle, was das für Konsequenzen haben wird.
Und dann im besten Fall einfach nichts machen. Ja, den Mut haben, um Nein zu sagen. Ich weiss, es braucht viel Mut.
Ich hatte schon x Klienten, die eben v.a. Rückengeschichten, Bandscheibenvorfälle und so abgesagt haben. Und das braucht Mut. Denn da kommt eine riesen Reaktion, eine Retour.
Wieso? Das können sie doch nicht. Sonst stirbt ihr das Bein ab und weiss ich was.
Alles, was hier für Geschichten kommen. Es ist Wahnsinn und das braucht einfach Mut. Ja.
Gut. Muss man auch. Ihr könnt fragen.
Ein kleines Kind fragt nach jedem, warum, warum, warum. Und es akzeptiert auch nicht alles. Seid ein kleines Kind oder stellt euch als dumm her und lasst euch das erklären.
Dann könnt ihr selber entscheiden, was euer Bauchfühl dazu sagt. In diesem Sinn. Haltet die Ohren steif.
Seid Lebe froh und aufmerksam. Tschüss zusammen.




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