top of page

Folge-40 Medikamentenflut

  • christian33307
  • 8. Feb.
  • 20 Min. Lesezeit


Wir haben hier im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten und Beschwerden immer wieder über Medikamente gesprochen. Heute reden wir mal nicht über konkrete Medikamente, sondern über die Idee Medikamente ganz allgemein. Wie viele Medikamente sind vernünftig?

 

Wo ist es zu viel? Das Stichwort dazu ist Übermedikation.

 

Marco

Christian, Übermedikation, also das Verabreichen von zu vielen Medikamenten, mehr Medikamente als nötig und als sinnvoll, das ist tatsächlich ein Thema. Man weiss es, ganz viele Leute nehmen mehr Medikamente als nötig, mehr als sinnvoll. Aus verschiedenen Gründen werden wir darauf zu sprechen kommen.

 

Erlebst du das mit deinen Klienten? Erlebst du oder hörst du von ihnen, dass sie mit Medikamenten zugeschüttet werden?

 

Christian

Ja, wie soll ich sagen? In diesem Sinne, du merkst natürlich schon Teileweise eines Menschen an. Also ich merke, wenn jemand Medikamente nimmt.

 

Weil es einfach einen Menschen verändert. Und du kennst ja meine Meinung, meine Ansicht, ich bin nicht gegen die Schulmedizin, ich bin nicht gegen Medikamente in diesem Sinne. Alles, was seinen Sinn und seinen Zweck in diesem Sinne erfüllt, für das, was ein Medikament eigentlich einmal entwickelt und geforscht worden ist, finde ich das auch okay, wenn es nicht übertrieben wird.

 

Aber was ich sehe, ist vor allem bei vielen älteren Leuten, die halt einfach noch die Einstellung haben, der Arzt ist der, der es weiss, der halt einfach immer noch ein bisschen Gott in Weiss ist. Wenn der etwas sagt, dann macht man das. Und wenn das noch jemand ist, der schon verschiedene Dinge hatte in seinem Leben und dann irgendwo zu einem Spezialisten gegangen ist, hat er irgendwo von jedem Spezialisten eigentlich ein oder zwei Medikamente verschrieben bekommen.

 

Und so von einer längeren Zeit heraus kann sich das noch recht aufsummieren. Und es gibt dann halt einfach solche, die irgendwo zwischen 10 und 20 Medikamente gleichzeitig nehmen.

 

Marco

Was dann eben wirklich ein Problem werden kann, weil man, und das ist die Schwierigkeit dahinter, weil man nicht weiss, was die 20 Medikamente miteinander alles machen.

 

Christian

Also erstens einmal, weil die einzelnen Spezialisten, die schauen wirklich nur in ihrem Gärtchen hinein, was muss ich da geben und was kann ich da geben. Aber dass sich das eine oder das andere nicht überschneidet mit einem anderen Medikament von einem anderen Spezialisten oder vom Hausarzt, das wird nicht angeschaut. Und dort haben wir bei den älteren Leuten wirklich teilweise ein Problem.

 

Und wenn das nicht irgendwie eine Tochter oder eine Nichte oder weiss nicht wer ist, der dem Ganzen mal ein bisschen Raum und Platz gibt und das irgendwie eruiert oder nachlesen kann, schluckert dich das halt einfach nach dem Motto, der hat gesagt, ich muss das und das ist gut und das ist gegen das und gegen das. Und ich habe gerade letztens jemanden aus unserem Bekanntenkreis, eine ältere Person, die das ein oder andere Medikament verschrieben bekommen hat von verschiedenen Ärzten. Und da haben wir das angeschaut, wir haben uns im Internet schlau gemacht und haben einfach gesehen, dass das das Gleiche ist wie das hier und das überschneit sich mit dem anderen.

 

Marco

Und dann hat er einfach zu viel von einem Wirkstoff.

 

Christian

Einfach zu viel von einem Wirkstoff. Oder einfach, es ist nicht aufgegangen, es hat nicht gestimmt. Und bei einem ist sogar gestanden, du darfst das nicht nehmen, wenn du die und die Probleme hast.

 

Und es hat kein Arzt irgendwie etwas gesagt.

 

Marco

Weil keiner auf das Ganze schaut, oder? Natürlich, jeder Spezialist gibt das, was für ihn ist und keiner schaut das ganze Paket an, das der Mensch dann nimmt.

 

Christian

Ja, und dann war halt einfach der Typ, der ältere Herr, gegen 80, ich weiss es auch nicht mehr genau, der dann noch glaubte, was sie ihm gesagt haben. Und vorher natürlich an einen Arzt etwas geglaubt hat, bevor sonst irgendjemand etwas hätte sagen können, geschweige die eigenen Kinder. Und dort hat man das eigentlich ein bisschen in die Wege gelegt, dass ein Ärztin, die er gut kennt und vertraut, diese Medikamente anschaut und ihm sagt, was er jetzt wirklich nehmen muss.

 

Weil jemand anderem hätte das nicht geglaubt. Und hätte es einfach weiterhin genommen mit Medikamenten, die sich gegenseitig halt einfach schneiden.

 

Marco

Oder wieder, was sie angibt, dass sie sich gegenseitig aufheben und keine Wirkung haben. Dass der eine die Wirkung des anderen wieder aufhebt und dann kann man auch beide weglassen.

 

Christian

Ja, und vor allem in vielen Fällen eben auch. Eigentlich, man sagt ja, und das weiss man auch, dass eigentlich fast jedes Medikament, es gibt kaum ein Medikament, das keine Nebenwirkungen hat. Wenn ein Medikament irgendwie eine Nebenwirkung hervorbringt und wenn jemand irgendwie nur sagt, aha, du hast jetzt da noch ein wenig einen Druck im Kopf oder so und irgendwie auf das ein Medikament gibt, das eigentlich eine Nebenwirkung ist von einem anderen Medikament, was soll dann schlussendlich sein?

 

Man hat halt einfach noch eins mehr. Man hat halt einfach eins mehr. Ich meine, es ist schon, die sind wirklich manchmal hilflos.

 

Ich hatte auch mal eine ältere Frau. Ich hatte das Gefühl, jedes Mal, wenn sie bei ihrem Hausarzt war, hat er ihr irgendwie einfach etwas mitgegeben. Nach dem Motto, ich verschreibe es denen noch etwas, sie reklamiert ja nicht, sie sagt ja nichts.

 

Ich weiss nicht, dann hatten wir 20, 25 Medikamente. Dann haben wir das mal angeschaut und da mussten wir sagen, sorry, das verträgt sich überhaupt nicht. Und da mussten wir wirklich feststellen, dass der Arzt einfach seine Hausapotheke, auf Deutsch gesagt, einfach räumen wollte und vermutlich den verschiedenen alten Leuten und irgendwelchem Vorwand irgendetwas mitgegeben hat.

 

Marco

Jetzt sind wir natürlich bei verschiedenen Themen. Das eine ist, dass gewisse Ärzte vielleicht einfach die Übersicht nicht haben, was gibt der andere Arzt, und sie meinen wahrscheinlich das, was sie geben, tatsächlich gut. Und das andere ist, das hatten wir auch in anderen Themen schon, eine Missbrauchsmöglichkeit.

 

Natürlich kann der Arzt seinen eigenen Medizinumsatz erhöhen, wenn er natürlich ein Arzt ist, der die Medikamente selber abgeben kann. Dann kann er einen Gewinn einfahren. Spielt mit?

 

Christian

Ja, leider. Leider, ja. Und wir hatten ja auch gesehen, dass der Arzt recht böse reagiert hat, dass der Arzt keine Medikamente mehr abgeben darf, sondern dass er nur schreiben darf, dass es in der Apotheke bezogen werden muss.

 

Ja, das verstehe ich, dass Sie nicht ganz einverstanden sind, weil eben, wie gesagt, die Pharmaindustrie unterstützt die Ärzte. Da fliessen Gelder hinten rum und, und, und. Das weiss man auch, dass eben auch in Kassensturzsendungen und so solche Dinge wieder aufgegriffen worden sind.

 

Und ja, das Zeitlang war auch so krass, mit Untersuchungen, mit Testen, die man gemacht hat, mit Laboren, die man zusammengearbeitet hat, dass die irgendwie geschaut haben, dass die, deutsch gesagt, gearbeitet haben und sich da gegenseitig unterstützt haben. Und das ist schon ein Problem, das eben vor allem ältere Leute haben, wenn es um viele Medikamente geht. Das andere Problem ist natürlich dann auch die ganze Thematik von unseren Mode-Medikamenten, Cholesterinsenker, Blutdrucksenker, Knochendichte und einfach die verschiedenen Dinge, die einfach so wie so die Mode-Erscheinungen der Pharma sind, die dementsprechend über Vorgaben geregelt werden, Bluthochdruck, Cholesterinwert, Knochendichte oder was auch immer, ab wann muss das, wie viel abgegeben werden. Ich meine, vor 30, 40 Jahren war ein Blutdruck, ein oberer Blutdruck von 160 völlig normal.

 

Und alles, was darüber war, hat man gesagt, da muss man einen Beta-Blocker geben. Dieser Wert wurde in den letzten Jahren, Jahrzehnten länger nicht mehr runtergeholt. Heute sind wir bei einem oberen Blutdruck von 120.

 

Marco

Was natürlich bedeutet, der, der gestern noch gesund war mit 130, der ist heute plötzlich krank nach dem gleichen Wert.

 

Christian

Ich habe eine Leiterin eines Altersheims, von einem Pflegeheim kennt, und die hat gesagt, weisst du Christian, ich habe jetzt einfach grosse Mühe. Jetzt kommt doch einfach unser Arzt, der für die Alten zuständig ist, der scheinbar einmal in der Woche vorbeikommt, kommt und sagt so, ab jetzt muss jeder, der über 120 Blutdruck hat, Blutdrucksenker nehmen. Solche, die, wie du sagst, gestern noch gesund waren, und 130 hatten, und es war okay, die sind einfach von einem Tag auf den anderen ...

 

... krank. Das Dörfchen, das vorbeigefahren ist, hat man gerade gehört, wie in den alten Fenstern, von einem Tag auf den anderen vom gesunden Mensch zum Mensch mit Bluthochdruck abgestempelt.

 

Die hat gesagt, weisst du was, ich muss jetzt zwei Drittel meiner alten Leute Blutdrucksenker geben, und das kann es doch nicht sein.

 

Marco

Sie leben ja genau gleich weiter wie vorher.

 

Christian

Es ist der gleiche Mensch, es ist die gleiche Umgebung, es ist der gleiche Arzt, es ist die gleiche Betreuerin, die gleiche Altenheimleiterin und alles. Aber die sind jetzt von gestern auf heute, sind das Risikopatienten, und sie müssen Blutdrucksenker nehmen.

 

Marco

Und mit dem Cholesterin ist es genau dasselbe.

 

Christian

Genau dasselbe ist es mit dem Cholesterin. Und so wird es einfach, dass die Schulmedizin, respektive die Pharma, die das dirigiert, die das von oben runter sagt, unsere Studien haben ergeben, dass das und das jetzt der neue Grenzwert ist. Unsere Studien, die sie bezahlt haben, unsere Studien haben das ergeben.

 

Du bist jetzt von heute auf morgen ein Risikopatient.

 

Marco

Also ganz pauschal gesehen ist ja wahrscheinlich auch etwas daran wahr. Das könnte ich ja nicht gut erfinden.

 

Christian

Ja, mit dem Blutdruck, logisch. Ich meine, wer hat denn gerne einen Herzinfarkt? Niemand, logisch nicht.

 

Da ist mehr die Thematik betreffend Blutzucker, respektive Cholesterin. Ja, logisch, irgendwie. Aber man kann ja auch sagen, man kann ja vielleicht auch mal meine Ernährung anpassen und etwas gesünder essen.

 

Das wäre die andere Möglichkeit. Oder eben mit dem Blutdruck, das hat mir auch ein Arzt gesagt, Christian. Respektive Herr Frautschi, Sie haben einen zu hohen Blutdruck.

 

Er sagte, wenn ich im Spital bin, wenn ich hier zu Ihnen komme, wenn ich hierher komme, habe ich einen hohen Blutdruck. Aber ich bin eigentlich ein völlig ruhiger Mensch. An und für sich, obwohl das in mir sehr, sehr arbeitet.

 

Ich bin ein geistiger, ein hyperaktiver Mensch. Und bin halt einfach aber der, der das, was mich beschäftigt, was gesagt sein muss, das sage ich. Ich bin auch der, der hier mit den Klienten offen ist.

 

Ich bin direkt und fadengrad, weil sie ja wegen ihrer Gesundheit kommen. Und ich fresse hier nichts in mich rein. Und es wühlt in mich rein, dass ich in diesem Sinne einen hohen Blutdruck hätte.

 

Es ist halt einfach meine Bronchie Eingeengt ist, halt durch mein Asthma. Und das Ganze ist halt ein bisschen enger als sonst. Und das ist ja völlig normal, wenn man sich das überlegt.

 

Lunge, Bronchien, Herz, das ist alles auf der gleichen Höhe. Und das resultiert sich halt das. Aber ich bin der, der sagt, was er denkt, wo nichts in sich reinfliesst, wo wirklich vorwärts geht und macht und tut.

 

Und nicht irgendwie introvertiert, dem Friedenslieb nichts sagt, wo man nicht irgendwie das Gefühl haben muss, der hat jetzt einen Hirnschlag oder der hat jetzt ein Herzinfarkt. Du willst mit dem sagen, du kannst einen höheren Blutdruck haben, ohne dass es ein Risiko wäre. Ja, für mich in diesem Sinne ja.

 

Ich denke, es gibt kaum einen Menschen, der seinen Körper so gut kennt wie ich. Ich habe ein unheimliches Körperempfinden. Also wenn irgendwo am kleinen Zehner unten irgendwie ein Nervenstumpf ist, dann habe ich wirklich einen Schmerz.

 

Ich habe diesen Schmerz. Ich habe ein unheimliches Körperempfinden. Oder wenn ich zu wenig getrunken habe und vielleicht in der Sauna war und viel geschwitzt habe, dann merke ich, dass ich zu wenig Flüssigkeit in mir habe.

 

Ich merke, dass ich zu wenig Flüssigkeit auch im Kopf habe, dass zu wenig Hirnflüssigkeit produziert werden kann, die mein Körper braucht. Ich merke das. Also merke ich auch, was mit mir los ist in diesem Sinne.

 

Aber ich verstehe natürlich, es gibt auch Menschen, die das eben nicht merken.

 

Marco

Genau, die brauchen dann dummerweise tatsächlich jemanden von aussen, der ihnen sagt, dass sie zwischen den Grenze überschritten sind.

 

Christian

Ja, der dann auch aufzeigt. Ich habe letztens auch gehört, als einer in der Sauna jemandem erzählt hat, dass er Herzprobleme hatte. Und dann hat meine Ärztin gesagt, sie könne das mit gutem Essen unterstützen.

 

Dann gehen sie regelmässig in die Sauna, rausschwitzen, die Zirkulation anregen und alles. Da muss ich sagen, das ist sensationell, dass das eine Ärztin überhaupt sagt.

 

Marco

Das müssen wir doch auch mal wieder sagen, das gibt es auch.

 

Christian

Also logisch, das gibt es auch, ja. Aber, wie gesagt, als ich im Spital war, da mit meinem gebrochenen Beine und schlussendlich, ich hatte ja da unten ein Bein gebrochen, und ich habe nicht irgendwie sonst, aber ich war wirklich ans Bett gefesselt, und dementsprechend war ich wirklich eingegangen, in diesem Zimmer, in diesem Bett. Ich konnte nicht aufstehen, gar nichts.

 

Das ist ja wohl klar, dass mein Blutdruck dann nicht irgendwie auf 70, auf 110 ist oder was auch immer. Und logisch sind sie dann sofort auf mich zukommen. Ich habe gesehen, sie haben viel zu hohen Blutdruck, da müssen wir etwas machen, und weiss ich doch was alles.

 

Und da sind sie natürlich dann auch noch gekommen, zum Beispiel, als meine Tochter mit im Zimmer war, und hat das dann noch betont, nach dem Motto, dass die Tochter das auch noch hört und so. So nach dem Motto, aber sie müssen da schon noch etwas machen. Und irgendwann sind sie gekommen, und haben gesagt, wir müssen ihnen eine 24-Stunden-EKG anhängen.

 

Ich habe gesagt, wieso, da hat niemand etwas davon erzählt. Und ich will das nicht, ich akzeptiere das schlichtweg nicht. Nur einfach irgendwo, und kaum war ich zuhause, und die Berichte und alles zusammen von dem Unfall an meine Hausärztin gegangen ist, rufen sie mich an und sagen, Sie, Herr Frautsch, wir haben das Problem, wir müssen hier über Ihren Blutdruck sprechen.

 

Und ja, ich verstehe das, dass sie irgendwo ihre Pflicht auf einer Seite auch füllen müssen, aber sie dürfen auch den Menschen als Ganzes anschauen, wie es ihnen ist und wie es ihnen funktioniert, was sehr, sehr wichtig ist.

 

Marco

Aber natürlich viel schwieriger, weil dann kann man nicht mehr sagen, 120 ist die Grenze, sondern man muss den Menschen genau anschauen, wo ist dann seine Grenze? Also es wird dann auch schwierig. Das würde ja heissen, es gibt für jeden Menschen seine ganz persönliche, individuelle Grenze, die sein Höchstwert ist, wo seine Grenze überschritten ist, aber wer sagt schon, was das denn ist?

 

Christian

Ja, das ist so. Ich meine, schau mal, es gibt Spitzensportler, es gibt Sportler, Hobbysportler, die fit sind wie ein Turnschuh, aber einen riesigen Druck in sich haben, weil sie wirklich mit Anstrengung joggen gehen, weil sie nach der Uhr joggen gehen. War ich jetzt genug schnell oder muss ich jetzt schneller springen, dass ich da in der Zeit bin, wo ich von A nach B habe, wo sie sich einen riesigen Druck geben?

 

Die sind doch viel mehr gefährdet als jemand, der einfach ein Gemütsmensch ist, ein friedfertiger Mensch ist, nicht in sich hineinfrisst, sondern einfach sein Leben lebt. die anderen Leben lässt, dass der in diesem Sinne ganz sicher weniger gefährdet ist als der, der es einfach mit dem Kopf, mit dem Willen völlig übertreibt.

 

Marco

Also du siehst jetzt auch eine Verbindung zwischen dem innerlichen Druck und dem vermessbaren Blutdruck.

 

Christian

Ja, das ist ja das. Ich habe ja auch Klienten, die sagen, ich habe Herzrhythmusstörungen, ich habe ein Herzproblem, ich habe einen zu hohen Blutdruck. Ja, das merkst du denen auch an, wenn ich mit ihnen arbeite, dann hast du hier oben auf der oberen Brustwirbel einen Druck drauf und das merkst du auch.

 

Aber den kann man auch rausholen und den dürfen wir auch rausholen, dass der Blutdruck eben oben runterkommt. Und das ist in den meisten Fällen wirklich auch so, dass das nachher auch kein Thema mehr ist. Nur ist es für die dann natürlich schwieriger, dass sie ihrem Hausarzt sagen können, ich nehme jetzt den Beta-Blocker nicht mehr.

 

Marco

Die Frage ist auch, was macht man zuerst? Würden sie zuerst versuchen, den Druck runterzubringen und dann vielleicht den Blocker reduzieren oder gleich weglassen und dann etwas Neues machen?

 

Christian

Ja, ich meine, ich verstehe natürlich auch, meistens kommen sie auch irgendwo wegen irgendeinem anderen Problem noch und dann erwähnen sie vielleicht einen zu hohen Blutdruck. Das ist eigentlich der Normalfall, wenn sie überhaupt etwas sagen. Und sonst merke ich das natürlich auch.

 

Ich merke das natürlich denen an, wenn sie einen zu hohen Blutdruck haben. Aber es gibt dann auch solche, die sich wirklich darauf anmelden, dass sie sagen, und das habe ich auch längst im Ehe, dass sie halt einfach Herzrhythmusstörungen haben. Und das hat auch seinen Grund, weil dann wütend hier drin ist irgendetwas, das einfach nicht raus muss.

 

Das sind dann wirklich teilweise sehr introvertierte Leute, die halt einfach immer rücksichtsvoll gewesen sind auf die ganze Welt und einfach zu wenig sich gewesen sind, zu wenig aus sich heraus kommen konnten und geschweige aus sich selber ausbrechen konnten.

 

Marco

Und was wäre jetzt dein Rezept, was sagst du den Leuten?

 

Christian

Na gut, ich arbeite natürlich dann mit den Klienten. Das ist das eine, und das andere, das resultiert sich natürlich dann eben auch, dass sie dann auch ermutiger sind, dass sie anfangen, das Maul aufzutun, dass sie sich anfangen, anzuecken und anfangen, zu rebellieren und halt einmal auszurufen und einmal anfangen, Nein zu sagen. Und das setzt natürlich alles andere in Bewegung, dass halt dann diese wirklich auch freier werden und der Druck da drinnen eben auch löst.

 

Nebst dem, dass natürlich die ganze Muskulatur und alles zusammen verspannt ist. Aber ich sage halt einfach auch denen, sie machen einfach wie ein Teenie, mutzen, werdet Laut, wo es sein muss, machen das Maul auf und lassen euch einfach nicht mehr bevormunden, lassen euch nicht mehr alles vorwerfen, was halt eben früher der Fall war, weil die Frauen mussten früher einfach zuhause folgen und die Frauen dürfen heute das Maul auftun, die Frauen dürfen sich heute wehren, die Frauen dürfen heute eine eigene Meinung haben, die sie früher nicht durften. Ich meine, unsere Eltern, unsere Grosseltern, das ist halt einfach, der Mann war der Chef und das hat man halt so gemacht und das war so gut.

 

Marco

Okay, also das war jetzt ein Aspekt dieser ganzen Medikationsgeschichte, wir reden ja über Übermedikation und tatsächlich, ich glaube, Blutdruck und Cholesterin sind die zwei, die wahrscheinlich auch am meisten übermedikalisiert werden, weil man irgendwie Angst macht. Das würde ja auch wieder heissen, das haben wir in anderen Worten auch schon gesagt, als Konsument muss man wirklich hinterfragen, muss ich das nehmen, macht das Sinn. Wie ich höre und lese, gibt es tatsächlich auch Ärzte, die den Leuten Angst machen und eben sagen, das muss man auch ernst nehmen, das stimmt schon, ihnen sagen, wenn sie das nicht nehmen, haben sie einen Herzinfarkt.

 

Und natürlich, niemand will einen Herzinfarkt. Und dann folgt der natürlich. Ja, natürlich, weil keiner sagt dann, ja ist mir egal.

 

Natürlich ist es ihm nicht egal. Es ist auch schwierig und dann ist es bei den Konsumenten wirklich schwierig zu fragen, was brauche ich jetzt?

 

Christian

Mir hat auch ein Arzt gesagt, Herr Frautschi, ich möchte nicht, dass sie dann auf das Mal auch mal kommen und sagen, ich habe einen Hirnschlag gehabt. Er hat es noch ein wenig sanft ausgedrückt und da habe ich gesagt, da müssen sie keine Angst haben bei mir, also diese Bedenken müssen sie nicht haben. Das ist okay und er hat es auch immer stehen lassen und er akzeptiert in diesem Sinn, dass ich da jetzt nicht der bin, der sich da Angst machen lässt oder was auch immer.

 

Aber es ist klar, es ist die, wie soll ich sagen, es ist die Methode, die von der Pharma eingetrichtert wird. Es gibt Sachen, die in den Lehrbüchern, die von der Pharma unterstützt werden, an den Universitäten und und und. Wie geht man vor?

 

Was sagt man? Der Arzt hat einfach das Gefühl, ich bin der, der wirklich dem das sagen muss. Ich muss es ihm so sagen, dass er Angst hat.

 

Und mit dem Angst kann man alles erreichen.

 

Marco

Ja, natürlich kann man. Aus seiner Sicht hat der Arzt ja wahrscheinlich sogar ein wenig recht. Er muss das machen, was er kann.

 

Sein Ding ist Medikamenten beschreiben. Das andere wäre wahrscheinlich der Nummer drüber. Das ganze Gesundheitssystem an sich müsste vielleicht dem Patienten sagen, was kannst du denn sonst noch?

 

Er könnte auch wieder, wie wir schon hatten, du hast jetzt gesagt, nichts in sich hineinfressen, sondern rauslassen. Er müsste etwas in seinem Alltag und in seinem Leben ändern.

 

Christian

Ja, sicher. Ja. Meine Eltern haben mir vorgelebt, man passt sich an.

 

Meine Eltern mussten sich anpassen. Am Chef, am Nachbarn, hier und da, überall hat man sich angepasst. Um Frieden zu lieben und weil man ja eh nur einfach ein Hundskommuner Arbeiter oder Hilfsarbeiter ist.

 

Und das ist halt das, was ich als Junge, als Rebell in diesem Sinne halt einfach nicht akzeptiert habe. Ich habe seit eh und je rebelliert, ich habe mein Maul auf gemacht. Und das konnten sie halt eben nicht.

 

Und ich habe das aber gemacht in meinen Bereichen, wenn es ums Geschäft ging, wenn es ums Business ging. Aber als Privatmensch habe ich wie früher, die Eltern nachgelebt, um Frieden zu haben, geliebt zu werden. Und ich musste dann auch lernen, dass ich anfangen muss, den Mund aufzumachen.

 

Dass ich nicht mehr Angst haben musste, wenn ich als Ehemann den Mund aufmache, dass mich meine Frau nicht mehr liebt. Diese Einstellung von früher halt einfach. Und ich habe dann gemerkt, je mehr ich eigentlich den Mund aufmachte, es ist dann nicht gerade so lässig gewesen, für das Vis a Vis, aber es war eben nur ehrlich.

 

Und ich musste das wirklich im privaten Bereich lernen. Im Business, ich bin ja seit 23 selbstständig, im Business hat mir keiner dreingeredet. Da habe ich einfach mein Ding durchgezogen, wie es mein Bauchgefühl sagte, so musst du es machen.

 

Und dann habe ich es gemacht und umgesetzt. Aber im privaten Bereich war ich viel zu rücksichtsvoll, viel zu vorkommen und bin einfach dem Friedens zu liebe auf die Schnauze gehockt. Und ja, vielleicht wäre ich früher eher ein Herz, Bluthochdruck Patient gewesen, als ich das heute bin.

 

Ja, aber was soll es, es ist irgendwo das Mass, wie komme ich wo hin? Und dann führt man sich wie so ganze kleine Schritte halt sich selber auch daran heranführen. Und auch der nächste Schritt ist dann zum Beispiel eben, dass man auch einmal, zum Beispiel an einem Arzt, der einem Angst macht, halt dann auch einmal sagt, ja hey, aber ich darf jetzt doch das hinterfragen, dann erklären Sie mir das doch.

 

Marco

Ja, also das müsste er eben, also das ist ja tatsächlich so, weil irgendeiner muss den Blick darauf haben. Das andere, ich habe ja in einer Studie das gefunden, es gibt eine Studie, die sagt, bei mehr als 5 Medikamenten pro Tag ist häufig der Schaden, den die Medikamente anrichten mit Nebenwirkung grösser als der Nutzen, die sie haben gegen das eigentliche Problem. Also gibt es Leute, die gescheiter kein Medikament nehmen würden, als ihre 5 oder 6 Medikamente.

 

Und da muss man jemanden von aussen haben, der darauf schaut und das anschaut.

 

Christian

Ja, aber du musst auch jemanden finden, der den Mut hat, um das zu machen.

 

Marco

Natürlich, und der im dümmsten Fall Verantwortung übernimmt. Wenn du dann einen Herzinfarkt hast, ist es natürlich blöd.

 

Christian

Ja, aber das ist jetzt genau das, was ja dann Angst macht, oder? Weil ja, wenn das nicht immer wieder gemacht würde, dass jemand das einem sagt, hättest du das zum Beispiel auch nicht gesagt. Dann muss ich halt annehmen, dass ich einen Herzinfarkt bekomme.

 

Wenn das gar nie in diesem Sinne ein Thema gewesen wäre, sondern dass es einfach sagt, es ist nicht gerade so lässig und es ist gut, wenn du das sagst, hätte man irgendwie eine andere Ansicht. Aber ja, es ist so. Ich meine, ich habe auch einen Bericht gesehen, der so eine liebe, folgsame Ärztin, die der Pharma folgt und so macht, wie sie das vorgibt, die an einer Messe Blutdruck gemessen hat, an den Messebesucher.

 

Und da bist du an einer Messe, wo es viele Leute hat und weiss nicht was alles, gehst du deinen Blutdruck messen und bei ganz vielen Leuten war der Blutdruck zu hoch. Und dann hat man die Leute, wo der Blutdruck zu hoch war, eingeladen auf einen Informationsabend, wo dann diese Ärztin durchgeführt hat, was kann man machen bei Bluthochdruck. Und die hat dann ganz klar gesagt, alles, was über Blutdruck 120 ist, muss man behandeln.

 

Und dann habe ich ein paar Minuten später einen Youtube-Film geschaut, wo Arzt gesagt hat, schau, früher war das auch nicht das Thema. Und auf der anderen Seite, wenn ich einem 80-Jährigen, je älter man wird, werden unsere Blutgefässe enger. Und das gibt demzufolge auch einen höheren Blutdruck.

 

Aber wenn die Blutgefässe enger sind, brauchen wir einen bestimmten Druck, dass wir unsere Zirkulation haben. Wenn ein 80-Jähriger nur einen Blutdruck hat von 120, wenn ich den oben runter senke, von 120, dann hat der Schwindel und dann ein viel höheres Risiko, dass er hinter fällt, weil er einfach einknickte oder weil es ihm schwindelig wurde und dann eine Hüfte bricht oder was auch immer.

 

Marco

Also was wieder heisst, es bräuchte eine Art individuelle Kurve, wo man sagen muss, ein 80-Jähriger darf mehr haben.

 

Christian

Den Arzt alter Schule. Ich meine, ich vergesse nie mehr, den Hausarzt, den wir hatten, ich bin auf dem Hirzel aufgewachsen, und mussten nach Horgen zum Herrn Dr. Heller. Herr Dr. Heller war eigentlich ein cooler Typ. Er hatte einen VW-Käfer und war ein Botaniker und weiss ich was. Er erzählte von seinen Blumen. Diese Blume hier und diese Blume hat in diesem Medikament drin.

 

Und er hatte einfach einen Medikamentenschrank mit 20 verschiedenen Glasbehältern, wo seine Pillen drin waren. Dann hat er sie rausgenommen, hat sie gezählt und hat das gegeben. Ja, du musst das jetzt nehmen.

 

Mehr hatte er nichts. Vielleicht gab es damals auch nicht mehr vor 50 Jahren, 55 Jahren, ich weiss es auch nicht. Und er hat aber auch, wenn da mal einer kam, ein Italiener kam und gejammert hat, dann konnte er gut Italienisch.

 

Dann hat er mich zusammengeschissen und gesagt, du, jetzt nicht so wehleidig, du stirbst jetzt nicht gleich, du nimmst jetzt das und das und dann ist das wieder gut. Er war wirklich ein Hausarzt. Mit Leib und Seele und wirklich ein Mensch, der den Menschen angeschaut hat.

 

Und die gibt es einfach nicht mehr. Verstehe ich auch. Aber irgendwo, man hat auch nicht mehr den Mut, wirklich so zu handeln.

 

Weil die Angst dahinter, ich könnte etwas falsch machen, ich könnte etwas falsch interpretieren, ich könnte etwas falsch behandeln. Und kein, wie soll ich es sagen, mir hat mal eine Ärztin selber gesagt, schau mal, meine Kollegen übernehmen keine Verantwortung mehr. Du musst doch selber auch eine Verantwortung übernehmen.

 

Sie hat anthroposophisch gearbeitet. Die sagten, ich gebe auch Medikamente ab, aber wirklich nur so viel, wie es einfach wirklich nötig ist. Und nicht mehr.

 

Und ja, das sollten wir heute wieder etwas mehr haben, von diesen Hausärzten, die wirklich ein den Menschen anschauen. Das Problem ist natürlich auch, logisch, ich weiss nicht, wie viele Minuten diese Zeit haben, die die Krankenkasse zahlt für einen Besuch. Das ist sicher ein anderes Thema, das auch nicht einfach ist.

 

Marco

Das hat mit dem natürlich zu tun, das sagen ja auch Kritiker, Krankenkassen müssten sich dort auch öffnen, müssten eben genau, wahrscheinlich so mehr Gespräche zahlen, vielleicht auch mehr Stressabbau oder irgendetwas, weil eben genau, also, wenn einer dann einen Herzinfarkt hat, dann zahlen Krankenkassen, wenn er es überlebt, ja nachher alles, was nötig ist für die Behandlung, und das ist dann häufig ziemlich viel.

 

Und bis dort hin sind es aber relativ genau, also vielleicht müssen wir das ganze System mal anders anschauen. Also eben auch wieder, das haben wir an anderen Orten auch schon gesagt, mehr in Prävention investieren. Und natürlich der Einzelne, das ist natürlich der Einzelne, Konsument und Patient und Mensch, auch angesprochen, der kann natürlich selber häufig auch ein wenig mehr beitragen.

 

Christian

Ja, kennt er auch, und das wünschen wir auch, dass es auch ein wenig mehr gemacht wird. Vielleicht nützt da etwas, das die Möglichkeit hat, bei der Krankenkasse die Frascheisen zu erhöhen und vielleicht nicht gleich sofort immer zum Arzt geht. Wobei die Jungen heute im Handyzeitalter mit den Social Media und allem zusammen, wo wir unsere Informationen alle herholen können, die Jungen gehen scheinbar heute schneller und früher zum Arzt als wir früher.

 

Und das wie soll ich sagen, das resultiert eigentlich nicht unbedingt höhere Gesundheitskosten, nur weil sie fleissiger gehen, sondern sie gehen dann eben auch wirklich schneller, wenn wirklich etwas Ernsthaftes ist. Wo dann halt vielleicht früher dann auch jemand sagt, ja das ist schon gut und irgendwann ist das auch gut und kommt dann schon wieder. Und ja, wo dann halt einfach vielleicht irgendwann gegangen ist, wo es spät war.

 

Marco

Okay, das ist jetzt ein interessanter Aspekt. Das würde natürlich im weitesten Sinne auch heissen, früh oder vielleicht ein wenig zu früh zum Arzt zu gehen, kann auch eine präventive Massnahme sein, tatsächlich.

 

Christian

Also scheinbar ist das bei den Jungen so heute. Also wie gesagt, ich bin zufällig auf den Artikel gekommen, wo man sagt, dass das nicht mehr Kosten resultiert, weil die Jungen im Internet nachlesen und dann das Gefühl haben, oh das habe ich jetzt und dann zum Arzt gehen. Interessant.

 

Das ist dann das Problem, sie lesen nach, was sie haben und dann kommt natürlich dann immer wieder, ja es könnte das und das sein und auf das aber gehen sie dann zum Arzt und der Arzt sagt dann halt vielleicht, nein das ist nicht so oder es ist etwas anderes oder was auch immer. Wo, wie soll ich sagen, sie gehen wohl häufiger, aber es ist nicht so, dass sie eigentlich oft zu spät gehen, was dann dementsprechend halt eben viel kostet.

 

Marco

Spät gehen kann auch kosten.

 

Christian

Ja. Ja, in dem Sinne, es ist irgendwie halt einfach, man soll selber, man soll selber einfach seinen Teil dazu tun, seinen Teil dazu beitragen und vielleicht einmal das eine und das andere nachlesen, was kann das und das heissen, was kann das und das Medikament für Nebenerscheinungen haben und nicht einfach planlos einfach das nehmen, wie es der Herr Doktor gesagt hat. Genau.

 

Eben auch einmal hinterfragen und halt einfach auch mal mutig sein und vielleicht jemand anderes fragen. Genau, also ähnliche Sachen, wie wir auch schon gesagt haben, kritisch sein, Zweitmeinung einholen, einfach ja, sich informieren, eben auch Verantwortung für sich selber übernehmen und nicht einfach irgendjemandem sofort Verantwortung übergeben, sondern wirklich die selber auch wahrnehmen.

 

Marco

Also was man sagen kann, falls jetzt jemand von euch pro Tag 20 und mehr Medikamente nimmt, kontrollieren lassen und reduzieren.

 

Christian

Ja, es kann wirklich sehr, sehr fahrlässig sein, Wie gesagt, sind schlau, wie ein Fuchs und auf der anderen Seite gemütlich, wie unsere Elch hier unten, die so friedlich hier sitzen und uns ein wenig zugehört haben und ja, etwa einmal in den Wald rausgehen und eine Fondue Pfanne mitnehmen, und ein Fondue und das Leben geniessen. Ja, vielleicht kommt ja dann eine Elch. Ja, je nachdem, wo wir in den Wald gehen.

 

Also gut, in diesem Sinn, schöne Zeit!

 
 
 

Kommentare


  • YouTube Social  Icon
  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon

© 2025 Christian Frautschi

AGB     DISCLAIMER     IMPRESSUM

Praxis Christian Frautschi

beim Hafen

Dorfgasse 41

CH-8708 Männedorf

bottom of page